Donnerstag, 29. April 2010

Püppies

Extrablatt!

Dank eines Sammlers kann ich heute einige Infos zu meiner neuesten Erungenschaft weitergeben.
Ich habe bei ebay einige "Püppies" (Figuren für die Modellbahn im H0-Maßstab) ersteigert, die ich nicht zuordnen konnte.
Dank der Hilfe bekam ich einige KIBRI-Katalogkopien, die ich hier auszugsweise zeigen möchte.
Nebenstehendes Foto zeigt einige Sets aus dem Jahr 1962.
Das Set 65/2 und 65/3 befindet sich jetzt in meiner Sammlung.
Oben rechts sieht man sehr schön die Originalverpackung dieser Figuren in Form einer "Spielkarten-Schachtel.
1962 begnügte man sich bei KIBRI noch mit einer zeichnerischen Dastellung der Figuren, aber schon 1972 zogen bunte Fotos in die Kataloge ein, wie das nächste Foto zeigt:
Die Eisenbahner mit neuer Artikelnummer und in einer etwas anderen Bestückung wie die Figurengruppe aus dem Jahr 62.
Auch bei den Passanten gibt es eine neue Artikelnummer und eine andere Bestückung des Set.
Als letzte Katalogabbildung hier eine Seite aus dem Jahr 1977. Die Figuren sind aus Kunststoff und mehr oder weniger umfangreich bemalt.
Seit wann und wie lange KIBRI diese Figuren im Angebot hatte, vermag ich nicht zu sagen.
Die folgenden Fotos zeigen die Figuren in ganzer Pracht:
Der Eis- oder Bonbonverkäufer lockt die Kinder mit seinen bunten Verpackungen die er im Bauchladen vorrätig hat.
Vier Eisenbahner aus dem Set 65/3 im direkten Vergleich mit den Eisenbahnern von Wiking, die etwas früher als die Kibri-Figuren, nämlich 1949 entstanden.
Der Handwagen-Fahrer oder eher der "Koffer-Kuli" schiebt seine Gepäckkarre schwungvoll vor sich her.
Im Hintergrund versucht sich der Wiking-Handwagenfahrer in der gleichen Disziplin.
Frau mit Kinderwagen, Mann mit Aktenkoffer in Eile und die Kinder.
Wenn da nicht die Figurengruppe von Wiking Pate stand?
Das ältere Ehepaar wir vom Fotografen "auf Platte" gebannt.
Überhaupt der Fotograf:
Der war der eigentliche Grund, warum ich mir das Figuren-Set ersteigert habe. Den finde ich nämlich richtig gut gelungen und so eine Figur gibt es ja bekanntlich nicht von Wiking!
Den werdet Ihr hier im Blog bestimmt jetzt öfter sehen!
Der eilige Reisende wirkt fast wie auf der Flucht!
Der Fotograf in Aktion.
Der Austin Healey 3000 ist aber auch ein dankbares Fotomotiv.
Ich empfinde den Klassiker in dieser Ausführung und Lackierung für ein richtig tolles Modell.
Aber auch der VW 181 ist dem Fotografen ein "Schuss" wert.
Natürlich ist der Mercedes 600 ein deutlich lohnenderes Fotomotiv als der VW. Das hat auch der Fotograf erkannt und die Kinder als Statisten hinzu geholt.
Das runde Blitzlicht wirft einige funkelnde Reflexe auf den Lack des Porsche 356, dem man den harten Alltag ansieht.
Ahh, die Figur des Fotografen ist einfach Klasse. Was lassen sich damit nicht für schöne Arrangements erstellen?!







Die Kibri-Figuren sind allemal eine Bereicherung der Sammlung und nicht zuletzt durch die Besuche diverser Sammlertreffen, auf denen immer mal wieder alte "Nichtwiking-Figuren" gezeigt wurden in die Sammlung gekommen.
Vielleicht konnte ich ja den Einen oder Anderen für diese 60er Jahre Schmankerln begeistern?

Montag, 26. April 2010

Tanke schön

Beim letzten OWL-Stammtisch erreichte mich eine kleine, unscheinbare Tankstelle im Spur N (1:160) Maßstab.
Als ich diese Tankstelle vor langer Zeit sah, wusste ich sofort, daß so ein Ding unbedingt in meine Sammlung muss.
Denn die Ähnlichkeit zur Wiking Shell-Tankstelle ist unübersehbar. Nun steht das Modellchen in meiner Sammlung und was soll ich sagen?
Ich bin begeistert!
Die Stehle ist in weiß ausgeführt und es fehlt bedauerlicher Weise die 2-Takt-Tanksäule. Aber ansonsten entspricht es nahezu dem Wiking-Pendant.
Hersteller dieser Tankstelle ist die Firma Arnold, die zu Beginn der Spur N-Aera nicht nur Modellbahnen, sondern auch entsprechendes Zubehör fertigt.
Unter dem Markennamen "Arnold Rapido" Wurde anfänglich noch in einem "Zwischen-Maßstab" gefertigt.
So ist auch diese Tankstelle deutlich kleiner als 1:160.
Ich zeige das Modell hier zwar gereinigt aber noch ohne Aufkleber auf der Stehle.
Auffällig ist die deutliche Gelbfärbung des Klebers.
Probehalber sind schon mal zwei Wiking-Modelle vorgefahren. Dabei fällt deutlich auf, daß die Tankstelle zu klein geraten ist.
Hier nun die mit entsprechender Shell-Muschel versehene Tankstelle.
Der Aufkleber ist selbst gefertigt von einem KIBRI-Aufkleberbogen, den ich kopiert und für diesen krummen Maßstab verkleinert habe.
Den Conti-Aufkleber hat der Tankwart angebracht um Werbung für weitere Dienste zu machen.
Zu dieser kleinen Tankstelle passen dann folgerichtig die PKWs von Roskopf deutlich besser, da ja auch diese eher kleiner ausfallen.
Die gelbe "Pagode" macht sich dann auch ausgesprochen gut an der Arnold-Tankstelle.
Der MB 302, ebenfalls aus der Fertigung von Arnold Rapido macht sich natürlich auch ausgezeichnet an der Tankstelle, ebenso wie der BMW als Eyecatcher in blaumetallic.
Fazit:
Ein feines Modellchen, daß in keiner Spur N-Sammlung fehlen sollte, zumal es ständig an sein Wiking-Pendant in 1:90 erinnert.
Leider scheint das Arnold-Modell inzwischen recht selten zu sein.
Ich habe jedenfalls lange gesucht und bin dem "Besorger" recht dankbar für seine Bemühungen.

Sonntag, 18. April 2010

Eine winzige Winzigkeit

Seit dem Sammlertreffen in Porta stehen diese Flieger in meiner Sammlung.
Im Maßstab 1:1250 gehören sie zu den Wiking-Schiffen.
Überwiegend handelt es sich bei meinen Fliegern um Wasserflugzeuge.
Einzig der Flieger in der Bildmitte und auch hier links gezeigt ist ein "normaler" Doppeldecker.
Laut der Bemalung handelt es sich um einen englischen Flieger, eine Douglas Skywarrior (?) oder eine Fairey Swordfish(?).
Hier ein Seeflugzeug vom Typ Heinkel He 114?
Heinkel He 60?
Wieder ein Seeflugzeug.
Dieses Flugzeug soll auch eine Heinkel sein und standardmäßig zu einigen Ausführungen des Passagierdampfers Bremen dazu gehört haben?
Hier ist es wieder einfacher, eine Do Wal, in den Wiking-Preislisten nur als Flugboot bezeichnet.
Zuletzt noch der Riese unter den Flugbooten, die Do X.
Dieser Flieger kam erst vor wenigen Tagen in die Sammlung.
Eine imposante Erscheinung.
Dummerweise hat der Flieger auf dem Postweg einen Defekt davon getragen und befindet sich nun leider wieder auf dem Heimweg.
Schade, ich hatte mich so auf den Flieger gefreut.
Warum ausgerechnet einer der Schwimmer abgebrochen ist, weiß der Geier? Eigentlich sollte man meinen, bricht eher eine Tragfläche oder das Heck.

Also, falls noch jemand Flieger hat, z.B. die Do X oder ein sog. Atlantik-Flugzeug Nordwind o. Nordmeer, oder Flieger, die hier nicht gezeigt wurden, bitte ich um ein Angebot.
Mir gefallen diese kleinen Metall- und Plastikgnubbel.

Freitag, 9. April 2010

Ende der 5. Umfrage und neue Umfrage

Im März lautete die Frage:

Du sammelst Modellautos in 1:87? Was genau?

Hier die Antworten der Leser:
LKW 4 (4%)
Landwirtschaftl. Fahrzeuge 4 (4%)
Einsatzfahrzeuge 5 (5%)
PKW 7 (7%)
Klassiker 22 (23%)
Post 24 (25%)
was mir gefällt 29 (30%)

Das Ergebnis hat mich doch etwas überrascht.
Hatte ich zwar damit gerechnet, daß die Mehrheit der Abstimmenden für die Möglichkeit "was mir gefällt" plädieren, so waren die Abstimmungen für das Thema "Post" doch eine faustdicke Überraschung. Dies vielleicht als Wink mit dem Zaunpfahl an die Adresse in Lüdenscheidt!
Es fehlen im Wiking-Programm die Postfahrzeuge aller Jahrgänge!
Das die Möglichkeit "Klassiker" auf dem dritten Rang landet freut mich.
Ich vermute jedoch, daß der eine oder andere Leser hier nicht die wirklichen Klassiker (Vorkriegsmodelle) meinte sondern eventuell auch die Wikinger der frühen Jahre bis Ende der 60er?
Ausserdem war ich überrascht über die geringe Anzahl der Stimmen für die "Einsatzfahrzeuge".
Hier hätte ich viel mehr Stimmen vermutet. Aber vielleicht ist das Thema abgefrühstückt?
Die paar Stimmen für PKW/LKW lassen vermuten, daß ein Thema alleine für die meisten Sammlungen nicht ausreicht.
Die meisten Sammlungen beherbergen demnach nicht nur eine Sorte von Fahrzeugen?
Beim Thema "Landwirtschaft" weiß ich mich ja bei Wiking gut aufgehoben. Da hoffe ich in der Zukunft noch auf weitere historische Traktoren und Gerätschaften, bzw Anhängsel.

Wie immer gilt: Diese Umfrage erhebt nicht den Anspruch repräsentativ zu sein! ;o)

Die neue Umfrage dreht sich ausschließlich um Wikingmodelle!
Hier gibt es ja Sammler, die bevorzugt nur Autos, nur Schiffe / Flugzeuge, nur einen bestimmten Maßstab oder nur eine bestimmte Epoche sammeln.
Das möchte ich gerne genau wissen! ;o)
Da der Monat April ja nun schon fast rum ist, geht die neue Umfrage bis Ende Mai.

Montag, 22. März 2010

Porta 2010, die Schaustücke, A 101

Beenden möchte ich meine Betrachtung des Sammler-Wochenendes mit dem Schaustück, daß schon in der "Einleitung" mit einem Bild bedacht wurde.
Auf diesem gigantischen Schaustück der Superlative gab es so viel zu entdecken, daß ich mich zu einem eigenständigen Beitrag entschlossen habe.
Alleine der Auf- und Abbau dieser 3 x 1 m großen Platte verschlang mindestens 4 Stunden Zeit.
Dabei kam der Baumeister und Landschaftsgärtner ziemlich ins Schwitzen! :o)

Gezeigt wurde eine Raststätte an der A 101 (Was sonst? :o)) mit dem entsprechenden Teilstück der Autobahn, Einer Autobahn-Kirche und einer kleinen Siedlung, die von der Autobahn durch große Baumbestände räumlich und auch geräuschmindernd getrennt war.
Den Hingucker auf diesem Foto bildet der Militär-Konvoi, der gerade von einem Mercedes Autotransporter überholt wird.
Aber sicherlich wird der aufmerksame Beobachter noch einige Kleinigkeiten entdecken.
Mein Jüngster hatte früher Bilderbücher von Ali Mitgutsch, auch "Wimmelbücher" genannt. Da gab es ähnlich viel zu entdecken wie auf diesem Diorama. :o)
Hatte ich im vorher gehenden Beitrag noch das fehlen von Feuerwehrmodellen beklagt, so ist hier gerade in der Siedlung ein Löschzug unterwegs.
Ich glaube, ich habe es schon öfter geschrieben, diese Häuser aus Pappe, Holz und Gips finde ich einfach Klasse und sind so typisch für die Zeitepoche der 50er und 60er Jahre.
Dazu die Bäume aus Sägemehl, einfach herrlich anzuschauen.
Die perfekte Kulisse für Wikinger!
Allenthalben gab es auch Fremdfabrikate.
Für manche ein Dorn im Auge, für mich eine Wohltat.
Die Rollerfahrerin mit wehendem Kopftuch von Lego passt wunderbar in die Szene und war mir somit ein Foto wert!





Idylle der 50er!
Der Papa huscht noch rasch nach der Arbeit beim Bäcker rein um für die Liebsten daheim frisches Brot zu holen. Das Mercedes Cabrio deutet den zunehmenden Wohlstand des deutschen Wirtschaftswunders an.
"Blühende Landschaften", heute im Modell darstellbar, die Realität sieht anders aus.
Es sind die Kleinigkeiten, die mir gefallen.
Das Kiosk, im Original etwas herunter gekommen, hier dank Bildbearbeitung leicht gepimpt.
Eine typische "Erfrischungshalle" für die Zeitung, das Feierabendbier, den Schnack mit dem Kioskbesitzer oder den Nachbarn.
Gute alte Zeit! ;o)
Das Faller Cafe mit der Rundecke!
Hier steht es als Rasthaus am Parkplatz der Raststätte an der A 101 um die Reisenden zur Pause und zur Stärkung zu laden.
Der Milchlieferant bringt eine neue Fuhre guter Alpenmilch, denn "die Milch machts und ist gut gegen Maroditis!"
Auch der Vorat am Wimo-Sip wird aufgefüllt und Leergut abgefahren.
"Als die Limonade noch in Flaschen kam."
Der Gastwirt freut sich über gute Besucherzahlen.
Es scheint ein schöner Sommertag zu sein und einige Autos sind auf dem Weg in die Sommerfrische, wie man unschwer an den "Anhängseln" erkennen kann.
Für die Kinder gibt es einen kleinen Spielplatz und hübsche Sonnenschirme laden für eine Pause im Freien ein.
Auch hier hat der Erbauer wieder tolle kleine Szenen aufgebaut.
Ich möchte garnicht wissen, wieviel Stellproben beim Bau dieses Schaustücks nötig waren, bis alles seinen Platz gefunden hat? :o)
Das Kernstück des Dioramas bildet natürlich die Tankstelle, die dem Ferienansturm längst nicht gewachsen ist.
Zum Glück rollt der Nachschub an Diesel, sodaß es dann auch für die Autos zügig weiter geht.
Wer rastet, der rostet! :o)
Die Einfahrt zur Raststelle mit Blick auf die Tankstelle, die Autobahnkirche und den Megastau in beide Richtungen auf der A 101.
Warum es sich so staut, war nicht zu erfahren.
Zum Glück kein Unfall!
Der Tanksattelzug liefert Benzin.
Viel zu tun für die Wiking-Tankwarte.
Ein Ort der Stille und Ruhe in der hektischen Betriebsamkeit.
Mancher Reisende weiß diese "kleinen Inseln der Andacht" zu schätzen.

Auch hier wieder mit dem Blick für die winzigen Winzigkeiten eine hübsche Szene ins Diorama gestellt.

Klasse.

Leider habe ich vergessen zu fragen, was das für eine Figur ist.

Preiser? Aus Holz?
Den Abschluss bildet die kleine Siedlung im hinteren Teil des Schaustücks.

Neben Unmegen von Bäumen war das Diorama, eher "die Landschaft" reich mit Zubehör wie Figuren, Rad- und Motorradfahrern garniert.