Dienstag, 15. August 2017

In meinem Bücherschrank (17) Pilot Skibe 1934 - 1945, von Günther Bergmann

Es gibt etwas neues in meinem Bücherschrank:

Seit Anfang August ist der Sammlerkatalog von Günther Bergmann erhältlich. Das Buch ist im Eigenverlag entstanden und beschäftigt sich mit Schiffen, Flugzeugen und Zügen der Firma Pilot.
Aber auch die Derivate von Bento (Bent Olsen) werden teilweise im Buch gezeigt, da sie große Ähnlichkeit zu den Pilot-Schiffen aufweisen.
Der Katalog ist ein schwergewichtiges Exemplar geworden, bei einer Größe von knapp 30 cm x 21,5 cm, entspricht er dem DIN A4-Format. Das Buch bringt etwa 1200 gr. auf die Waage und zeigt auf 232 Seiten im Querformat ausschließlich farbige Fotos.
Ich habe die Fotos nicht gezählt, aber einige hundert werden es wohl sein.
Und die Fotos haben es in sich! Sie sind wirklich großartig gemacht, bestens ausgeleuchtet und knackscharf. Besondere Schiffe werden Großformatig auf einer Seite gezeigt, manchmal gibt es auch Gruppenfotos.
Das Buch selbst ist hochwertig verarbeitet, die Seiten sind nicht zu dünn und glänzend, was natürlich den Fotos zu Gute kommt. Der feste, abwischbare Einband schützt die gebundenen Seiten wirkungsvoll.
Ich liebe ja "Bilder-Bücher". ;o)
Hier werde ich bestens bedient! Tolle Fotos und nur so viel Text wie unbedingt nötig.
Da liegt aber auch ein Schwachpunkt des Buches. Allerdings nur, wenn jemand wie ich, der absoluter Laie von Pilot-Modellen ist und von der Beschaffenheit, Bodenprägungen und besonderer Unterscheidungsmerkmale keine Ahnung hat.
Denn mit solchen Informationen geizt der Katalog.
Auch etwas zur Geschichte von Pilot sucht der Sammler vergeblich. Hier verweist der Autor Bergmann auf andere Literatur wie z.B. eine Publikation des dänischen Sammlerkreis von 2006.

Dafür zeigt der Autor gleich zu Beginn des Katalog alte Dokumente zur Firma Pilot, bzw eine Preisliste von 1934 oder eine Preisliste der Firma Thorngreen von 1961.

Anhand der Artikelnummern von Pilot-Artikeln ist der Katalog aufgebaut, was dazu führt, dass die Schiffsmodelle bunt durcheinander gezeigt werden. Militärische Schiffe wechseln sich mit zivilen Schiffen, ebenso wie Länderübergreifend, so folgen auf englische dänische und russische Schiffe auch deutsche Kriegs- und zivile Schiffe.
Die Sortierung nach Art. Nr. hat sich aber bei Pilot- und Wiking-Sammlern etabliert und so ist die Sortierung nur Folgerichtig, damit der geneigte Sammler sein Modell im Katalog findet
Was dem Katalog gut getan hätte wäre eine Art Inhaltsverzeichnis eventuell nach Schiffsnamen, da diese vielleicht manchmal geläufiger ist als die Art.Nr. ?!

Da meine persönlichen Vorlieben eher im zivilen Bereich liegen, zeige ich hier einige Seiten von eben diesen Modellen mit freundlicher Genehmigung des Autors Günther Bergmann.

Als Reminiszenz an die vielen militärischen Schiffe die im Katalog gezeigt werden habe ich mal diese Seite mit den imposanten Flugzeugträgern heraus gepickt.
Pilot hat ja auch, genau wie Wiking für die Schiffsmodelle Flugzeuge im Maßstab 1:1250 hergestellt.

Beeindruckt hat mich die Anzahl von Segelschiffen die Pilot in diesem kurzen Zeitraum von 1934 bis 1945 produziert hat. Und die hier gezeigten sind ja längst nicht alle Segler die es im Buch zu bestaunen gibt.

Dem dänischen Königsschiff Dannebrog sind im Katalog auch zwei Seiten gewidmet. Das Schiff wurde ja in den 80er Jahren noch einmal von Dr. Grope aus einer Pilot-Form revitalisiert.
Hier habe ich die Dannebrog schon einmal vorgestellt.

Weiter geht es mit Fährschiffen. Von Wiking ist mir eigentlich nur die Fyn erinnerlich. Pilot war da deutlich kreativer und der Autor zeigt in seinem Katalog einige wunderschöne Preziosen.

Die Grille, ein deutsches Aviso (ein kleines, leichtes Kriegsschiff) gibt es von Pilot aber auch von Wiking. Auch das Pilot-Modell gab es mit und ohne Geschütze. Die Bodenprägung lautet natürlich auf Pilot.

Natürlich darf auch die Fyn, die es von Wiking und Pilot gab nicht fehlen.
Der Autor zeigt auf weiteren Seiten auch passende Züge im Maßstab 1:1250.

Pilot hat neben Passagier- und Fährschiffen auch Fracht- und Tankschiffe produziert.
Auch wenn meine Tankschiffe wenig mit den gezeigten Pilot-Schiffen zu tun haben, so habe ich sie doch daneben gelegt. ;o)

Wie F. Peltzer, so hat auch Henning Cortsen bei der Produktion von Schiffsmodellen an das Drumherum gedacht. So gibt es natürlich auch Leuchttürme auf Inseln.....

.... und ganze Hafenszenerien.
G. Bergmann zeigt in seinem Katalog sowohl wunderbare Häfen mit viel Betrieb als auch die einzelnen Hafenteile, die es sowohl in Holzbauweise als auch in schwerer Gussausführung gab.

Im letzten Teil des Kapitels der Schiffsmodelle zeigt der Autor Fotos von Modellen, die unter keiner Katalognummer zu finden sind aber eindeutig Pilot zuzuordnen sind, wie z.B. die Hansekogge oder auch ein Wikingerschiff.
Aber auch ganz frühe Modelle aus der Zeit 1929 - 1934 noch unter den Herstellern Sörensen & Cortsen. Diese Schiffe besitzen häufig Bleimasten. Hier bleibt der Autor Infos zur Zusammenarbeit von Sörensen & Cortsen schuldig.
Es gibt aber auch Seiten und natürlich Fotos zu den Modellschiffen von Bento. Bent Olsen war eine Zeit lang Mitarbeiter in der Firma Pilot.

Neben den Schiffen in unterschiedlichen Maßstäben widmet der Autor ein Kapitel den Pilot-Flugzeugen im Maßstab 1:200.
Die Pilot-Flieger gibt es ausschließlich aus Metall und viele weisen filigrane Fahrwerke auf.
Die Auflistung der Flugzeuge ist nicht unbedingt vollständig und soll nur einen Überblick über die Flieger im Pilot-Programm bieten.


Gleiches gilt auch für ein  weiteres Kapitel im Katalog dass sich mit diversen Guss-Zügen im Maßstab 1:170 also ungefähr Spur N-Maßstab beschäftigt. Henning Cortsen wollte hier scheinbar eine Spielbahn für Schiebebetrieb produzieren. Viele Lokomotiven und Anhänger sind liebevoll gestaltet und ich war sehr erstaunt, wie vielfältig dieses Programm war, inkl. verschiedener Metall-Gleise.
Leider gibt es, außer einer "Prisliste von 1936" im Katalog kaum Informationen zu dieser Bahn. Trotzdem können die vielen Fotos begeistern.

Fazit:
Der Katalog ist ein farbenprächtiges Bilderbuch, was dem echten Fan und Kenner der Materie Pilot bildlich vor Augen führt, was Henning Cortsen im Zeitraum 1934 bis 1945 alles produziert hat.
Dem Kenner werden vermutlich auch die sparsamen Texte zu den Modellen reichen.
Interessierten Neulingen, die bisher wenig Berührungspunkte mit Pilot-Modellen hatten werden vermutlich viele Informationen fehlen wie z.B. manches Detailfoto oder auch mal Aufnahmen der unterschiedlichen Bodenprägungen.
Da es bisher zur Firma Pilot und den Modellen aber nur sehr wenig zu lesen gibt, gilt Günther Bergmann größter Respekt so ein Thema anzugehen.
Und für ein Erstlingswerk steckt in diesem Buch sehr viel Enthusiasmus und Liebe zum Detail.
So gibt es kleine Bilder vom Heck der Dannebrog mit der dänischen Flagge oder ein Detailfoto eines Bananenfrachters auf dem eine halb abgeschälte Banane zu sehen ist. ;o)
Wie ich finde ein tolles Bilderbuch, welches vielleicht dem einen oder anderen Sammler hilft, Pilot-Modelle zu erkennen und einzugruppieren?!

Der Katalog kostet übrigens 90 Euro plus 6,99 für den Versand.
Es sind noch Exemplare direkt beim Autor bestellbar.
Kontakt: bergmann-architekt@t-online.de

Alle Fotos im Blog erfolgten mit freundlicher Genehmigung des Autors Günther Bergmann

Freitag, 11. August 2017

D38 Doppeldecker von Wiking, BVG Zehlendorf, Pseudo-Werbemodell

Bei den klassischen Wiking-Modellen gibt es ja nicht mehr ganz viel was in die Sammlung passt. ;o)
Aber hinter diesem Exemplar war ich schon länger her.
Eigentlich ist es kein echtes Werbe- oder Sondermodell sondern ein sog. Pseudo-Modell.
Wer es angefertigt hat, weiß ich nicht.
Fakt ist aber, dass es zu dem Anlass, der aus dem Bus steht produziert wurde.
Auch über die Stückzahl dieses Pseudo-Modells habe ich keine Information.
Vermutlich war es nur in Berlin in dem betreffenden Jahr erhältlich.

Die Beschriftung ist Wiking untypisch mit Nassschiebern erfolgt. Das Berliner Wappen ist ein Folienaufkleber und eher mäßig ausgeschnitten, sprich mit viel "Fleisch" drum herum.

Sogar am Heck gibt es einen Hinweis auf das 50jährige des BVG Zehlendorf.

Ob das Modell etwas besonderes darstellt muss jeder Sammler für sich selbst entscheiden.
Letztendlich kann sich sogar jeder Sammler so sein eigenes Pseudo-Sondermodell erstellen.
In diesem Fall ist mir aber die Entscheidung nicht schwer gefallen, das Modell zu kaufen, zumal der Preis oK war.

Der D 38 Doppeldecker fährt zur Winfiedstraße.

Das Pseudo-Sondermodell entstand auf der Basis der unbeschrifteten Version 4 die in der Wiking-Datenbank gezeigt wird.

Das Chassis zeigt noch die alte Bodenprägung.

Montag, 7. August 2017

Noch mal Motorräder, diesmal mit passendem Gesellschaftsspiel von SPIKA

Ich bin ja immer auf der Suche nach Motorradmodellen. Jetzt bin ich bei einem Gesellschaftsspiel fündig geworden. Das Sportmagazin der Firma SPIKA stammt aus der ehemaligen DDR (politisch korrekt?) und laut der Spieleanleitung aus dem Jahr 1974.

Im Karton sind mehrere Spiele enthalten, u.a. drei Spielbretter und natürlich jede Menge Spielfiguren wie z.B. die schon angesprochenen Motorräder, Radfahrer, Skiläufer, Springreiter, Rennwagen und jede Menge kleiner Wichtelmännchen, die besonders niedlich sind.

Hier sieht man noch einmal die unterschiedlichen Spielfiguren. Ob die alle zum Spiel gehören habe ich jetzt nicht überprüft. Das Spielemagazin ist aber schon ordentlich ausgestattet. ganz anders als die Spielemagazine, die ich so kenne, in denen nur die üblichen Rundkopf-Kegel und evtl. noch Mühle-Steine liegen.

Die Motorradfahrer haben es mir wirklich angetan. Neben den bekannten Rennfahrern, die ich hier im Blog schon öfter mal gezeigt habe, waren diese Exemplare für mich völlig neu.


Auch wenn die Renner aus Karl-Marx-Stadt kommen war schwarz rot gelb einfach Pflicht.

Interessant ist, dass alle Renner auch unterschiedliche Startnummern haben, wobei rot und schwarz jeweils die Startnummer 6 tragen.

Weil der Umbau-Käfer gerade auf dem Schreibtisch stand, musste das Wiking-Modell als Reverenz herhalten. ;o)

Sonntag, 6. August 2017

Watt Neuet! Wiking-Neuheit, Juni 2017

Bei der Wiking Juni-Auslieferung war nur ein Modell für mich dabei.
Der Hanomag Abschleppwagen, Nr 0630 49.

Das Modell in violettblau/dunkelachatgrau hat mir auf Anhieb gut gefallen und weil es zu meinen Hanomag-Modellen passt, durfte es auch in die Sammlung.

Der Abschleppkran ist die erste Version und diese wurde bereits 1959 produziert und saß z.B. auf Magirus Rundhauber oder Mercedes L 3500 oder Mercedes L 5000.

Und jetzt auf Hanomag HD5N, oder ist es doch ein ST?? Das Fahrzeug besitzt übrigens die Pritsche von der neuen VW T3 Doppelkabine.

Das Chassis entspricht dem Hanomag ST 100, allerdings ohne Zughaken.

Ich habe mal meinen Umbau-Brezelkäfer an den Haken genommen.

Samstag, 5. August 2017

Stammtisch Hildesheim 4.August 2017, Thema Mercedes LP 321

Am Freitag habe ich nach langer Zeit mal wieder den Stammtisch in Hildesheim besuchen können. Urlaub sei Dank!
Da die Hildesheimer immer ein Thema vorher festlegen, gab es diesmal jede Menge Mercedes LP 321 vor die Linse.

Zum Thema kann ich selbst wenig beitragen und habe auch nicht wirklich Ahnung von den Varianten die Wiking produziert hat.
Aber was ich in Hildesheim gesehen, und im Kopf behalten habe, ;o) will ich hier gerne zeigen und notdürftig erklären.

Da beim Stammtisch nicht nur Das Modell des Abends gezeigt werden darf, gibt es auch einiges anderes zu begucken, wie seltene Feuerwehr-Drehleitern, die ich weiter unten noch näher zeige.

Wer Mercedes LP 321 in der Sammlung hatte, brachte diese zwecks Vergleich natürlich mit.

Vom Modell gibt es sowohl Koffer- wie auch Pritschen LKWs, wobei es zu den Koffer-LKWs meist auch den passenden Anhänger gibt.
Zum Pritschenwagen vermutlich auch, der war aber nicht Thema des Abends! ;o)

Ob häufig, oder doch eher selten wird eher der Kenner wissen.
Aber so ein Lastzug sieht schon Imposant aus.

Unterschiedliche Farben bei Karosserie und Chassis.

Buntes Sammelsurium.

Verglichen und gemessen und für gut befunden.
Unterschiedliche Bodenprägung, Achsklemmung offen oder geschlossen, Mit und ohne Stoßstange, flache oder hohe Pritsche, mit oder ohne Pritscheneinlage, Kardaneinlage anders gefärbt als Chassis,....

"Hm, wie war das noch?"
Zum Glück gibt es Kataloge für den Sammler. der mit Rat und Tat weiterhilft.
Chassis ohne Stoßstange, aber mit Prägung Germany??? Gibbet datt! ;o)

Zur Erinnerung: Thema war LP 321...

Meine vorhandenen Exemplare. Da habe ich doch mal lieber einige zeigenswerte Mopeds mitgebracht und andere neue Errungenschaften.

Natürlich gab es auch wieder etwas zum Tausch oder Kauf...

... Blick in eine Verkaufs-Schatulle.

Sondermodelle und Serien LP 321.
Der Henschel ist jetzt bei Wasmus lieferbar, mit der richtigen Verglasung.
Wusstet Ihr, dass auch in der Serie und beim PMS Henschel-Modelle mit der Verglasung vom HS16 ausgeliefert wurden?
Hat scheinbar noch keiner gemerkt!

Der "Bastel-Wastel" hatte wieder einige Versuchsobjekte im Gepäck.

Sind solche Modelle vorstellbar??

Der Kipp-Sattelauflieger steht vorne etwas hoch, könnte aber fast vorbildgerecht sein, oder?

Passen hier Zugmaschine und Sattelauflieger zusammen? Oder doch lieber mit NG Fahrerhaus?

Rote Planierraupe mit rotem Räumschild. Never see!

Sogar der Sitz und die Hebelei sind rot eingefärbt.

Laut dem ehemaligen Eigentümer unterscheidet sich das rot wohl auch vom bekanntem Fleischmann-Modell.

Ich seh (noch mehr) rot!

Tolle rote Drehleitern, hier die seltenere Version des Mercedes L 3500 mit blauer Verglasung.

Zwei ganz besondere Händlerschachteln, die man auch nicht alle Tage zu sehen bekommt.

5 Häuser stehen auf der Banderole, 4 passen nur hinein. Den Rest des Abends wurde getüftelt, wie die Häuschen zu fünft wohl in die Schachtel passen. Der Favorit lautet:
Überall eine Längsseite heraus zu nehmen und die Häuser immer Spiegelbildlich (Dach oder Bodenplatte nach oben) in die Schachtel frickeln.
Ob dass die Lösung ist??

Händlerschachtel mit Erdbeweger. Whow, ich habe nicht mal einen Erdbeweger! ;o)
Der würde aber auch nicht in die Sammlung passen.

Mercator, Spur Z. Tolles Diorama und so praktisch winzig zu verstauen.
Das ganze sogar noch beleuchtet!

Garage und Tankstelle wurden aus einem Bausatz gebaut, der Rest ist frei gestaltet.
Großes Kino.

Die VW T2 Doka ist ziemlich selten.

Verkaufsgespräche.

Ratlosigkeit macht sich breit.

Ach was, auch wenn Ferien bedingt nicht alle Stammtischler anwesend waren, gabs doch immer Rat und Tat.....

... und jede Menge Anlass zur Heiterkeit.
Ja Ihr Lieben, es war mal wieder richtig Klasse in Hildesheim. Danke für den schönen Abend.
Danke auch an meinen Fahrer. Ich werde mich mal Revanchieren.