Daran konnte ich einfach nicht vorbei. Schlägt mein Herz doch auch für ältere Busse.
Dieser Mercedes LO 3500 in dieser tollen Stromlinienform und in der farbenprächtigen Lackierung musste einfach in die Sammlung.
Das Modell selbst besteht aus schwerem Metall-Druckguss, ist teils matt-, teils glänzend lackiert und macht so einen wertigen Eindruck. Über die Haptik der BUB-Modelle habe ich schon an anderer Stelle berichtet.
Die ist aber phänomenal! ;o)
Die Linienführung des Bus ist gewöhnungsbedürftig, aber hochinteressant und entspricht dem Zeitgeist der 30er Jahre. Zu dem Modell habe ich übrigens hier einen interessanten Link gefunden. Was aus Legosteinen so alles machbar ist! ;o)
Versucht man übrigens im www etwas zu diesem Bus zu finden, landet man in der Regel bei den Haubenbussen O 3500 oder O 5000/O6600.
Dieser, hier gezeigte Mercedes Benz LO 3500 scheint wirklich ein seltener Typ gewesen zu sein?
Der Blick durch die unverglasten Fenster offenbart sogar eine Inneneinrichtung, auf die ich später noch eingehen werde.
Herr Müller-Lüdenscheidt hat seine alte Kodak mit dem Rundblitz raus gekramt um den Bus "auf Platte" zu bannen. Auch Lieschen Schmidt wedelt freudig erregt ihrem Liebsten zu, der heute mit dem Bus seiner Holden einen Besuch abstattet!
Veronika von Lenzen mit ihrem Pudel Rüdiger kam auch mit dem Bus in die Stadt um sich für anstehende Festivitäten neu einzukleiden. Na denn.....
Werfen wir nun einen Blick ins Innere des Bus. Hier wurde mit viel Liebe zum Detail eine interessante Einrichtung (Wir erinnern uns: der Bus soll so eine Art "VIP-Bus mit Konferenzzimmer" gewesen sein) nachgebildet. Sitzgruppen wurden durch Trennwände mit Schiebe-Falttüren voneinander separiert, damit "Mann" sich zu geschäftlichen Gesprächen zurück ziehen konnte. Die Bestuhlung gleicht bequemen Sofas.
So saß man sich zum Vier- oder Mehraugengespräch gegenüber oder konnte sich in den rückwärtigen Teil des Busses zurück ziehen, um ungestört zu sein. Eine veritabele Art zu reisen., die, wie ich erst jüngst in einer Reportage über Luxusliner (Van Hool) gesehen habe auch heute noch favorisiert wird.
Auch unter dem Bus gibt es einige Details zu entdecken. Der silberne Schriftzug deutet auf eine einmalige Edition im Jahr 2011 (One of 1000) hin. Allerdings gab es den Bus schon einmal 2010 (?) in anderer Farbe, vermutlich ebenfalls als Edition. BUB ist da sehr kreativ! ;o)
Mit den beiden Schrauben lässt sich das Modell rasch in 3 Teile zerlegen.
Fazit: Das Modell hat mich knapp 30 Euro gekostet. Es ist sicherlich für Viele ein einfaches Metallmodell, ohne besondere Raffinesse?! Für mich ist es aber ein Exot, der so niemals bei einem der etablierten Hersteller (Brekina, Wiking, etc) umgestzt worden wäre.
Das Modell ist trotz (oder gerade wegen?) seiner Schlichtheit ein Augenschmaus. Versteckte Details wie die Inneneinrichtung wissen zu gefallen. Lackierung und Bedruckung/Bemalung sind excellent.
Für den geforderten Preis grenzwertig, aber nicht zu teuer.
Mir gefällt das Modell und es wird neben den anderen "BUBEN" einen Platz in der Vitrine finden.