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Samstag, 27. September 2025

WtW 27. und 28.09.2025, Alles Neu

 Spät kommt er, aber er kommt. Der Bericht zum Sammlertreffen des WtW, ein sperriger Name für ein Sammlertreffen irgendwo in der Republik.

Ein ganzes Wochenende dem Hobby gewidmet mit Gleichgesinnten.

Ein jeder bringt Modelle mit um sie den Sammlerfreunden zu zeigen.
Meist sind es besondere Modelle oder Modelle die dem Sammler besonders am Herzen liegen.

In der Regel sind es Modelle der Marke Wiking in allen möglichen Maßstäben.

In diesem Jahr war manches anders. So fanden Alte Kämpen wieder dazu und neue Sammlerfreunde wurden eingeladen. "Frisches Blut" tat dem WtW gut! Das Wetter meinte es gut mit den Sammlerfreunden.

Der Treffpunkt war gut gewählt, sodaß es für die meisten der Angereisten einfach zu erreichen war. Das Hotel war sehr gut, freundliche Zimmer und für Speis und Trank war immer gesorgt. 

Sogar ein Roboter wurde eingespannt um schmutziges Geschirr einzusammeln.😉

Weitere Infos und Fotos finden sich beim Wiking Fan und beim Stapler-Doc.

So, genug geschwafelt, Ihr seid doch schon gespannt, was so gezeigt wurde.

Ich versuche mal, die Präsentationen der Reihe nach zu zeigen, so wie sie im Saal ausgestellt wurden.
den Anfang macht diese Stadtszene, bestückt mit den wundervollen Stadthäusern von Faller. 
Den Mittelpunkt bildet der Busbahnhof.

Allein der Aufbau der vielen liebevoll arrangierten kleinen Szenen benötigte seine Zeit. Denn neben Bäumen, Straßenlampen und Verkehrszeichen dauerte es einfach um auch noch Rad- und Motorradfahrer sowie Passanten zu platzieren.

Aber auch kleine Minidioramen wie diese Szene von Preiser  (?) fand ein würdiges Plätzchen.

Wie geschrieben, alles wurde liebevoll arrangiert. Ein Wiking Fahrradständer nebst den passenden Fahrrädern, vor den Parkbänken die von Wiking Figuren bevölkert werden.
Vor dem Faller Pilzkiosk warten die Wiking Flaschenkisten auf die Abholung.

Bauer Ewald liefert seine Milch noch persönlich mit dem Unimog aus.
Gute Alte Zeit!
Die Aktentasche liegt auf dem Beifahrersitz.

Am Busbahnhof brummt das Leben. Hier gibt es eine tolle Mischung von Figuren verschiedener Hersteller , SIKU, Leyla, Wiking, Kibri u.a.
Wie schön, dass der Sammler hier keine Berührungsängste hat.
Selbst die Gepäckbrücken der Busse wurden mit entsprechendem Gepäck bestückt.

Neben dem Zubehör bestachen natürlich auch die wundervollen alten Wiking Modelle.

Die vermeintlich minderwertigen deutschen Exporte mussten damals kenntlich gemacht werden.
Mich würde interessieren, ob die Wikingmitarbeiter beim aufkleben dieser runden Etiketten nicht innerlich gegrinst haben.
Denn von minderwertigen Produkten kann keine rede gewesen sein.

Natürlich darf im Stadtbild eine Tankstelle nicht fehlen.

Und wo viel Verkehr herrscht....

... passiert auch schon mal ein Unglück.
Hier hat der Fahrer eines Geländewagens einen gesundheitlichen Notfall erlitten und beim Abbiegen gleich zwei Radfahrer erwischt. Leider hat eine Person den Unfall nicht überlebt, die andere Person wird schwer verletzt ins Krankenhaus am Rande der Stadt transportiert.

Auch damals gab es schon sensationslustige Passanten, oder handelt es sich um die
herbeigeeilte Presse, die für den täglichen Aufmacher noch ein Foto benötigt?

Der Notarzt kümmert sich um den Fahrer des Geländewagens.

 
Ein letzter Blick gilt den zauberhaften Stadthäusern mit ihren malerischen Giebeln und Zinnen.
Natürlich wurde in den 50er und 60er Jahren sicherlich vieles noch Instand gesetzt. Das Baugerüst samt den Arbeitern kündet davon.

Der Modellbahnladen wirbt dann auch mit den passenden Fallerprodukten.

Diese Häuser gab es damals auf jeder größeren Modellbahn zu bewundern. Nicht immer so perfekt zusammengebaut wie diese Exemplare.

Man beachte diese fein ziselierten Dachgiebel und die nach außen zu klappenden Rollläden.
Einfach Herrlich.

to be continued

WtW 2025, und noch weiter geht`s

Dieser Sammler sorgte mit den Silberlingen für den Flugzeugbereich im Wiking Universum.

Avro Vulcan im OVP mit allen Beilagen.

Boeing B 47 Stratojet Bomber

Ju 52 in OVP

Blohm & Voss HA 139

Dornier DO 215 unten, darüber Heinkel HE 111

Neben den Fliegern zeigte der Sammler auch ein paar Dinge aus dem Schiffsbereich.
Wie z.B. diesen Leuchtturm.

Oder diesen.

to be continued....

WtW 2025, noch mehr Schaustücke, Kleines in der Kiste

In dieser alten, originalen Bundeswehrkiste war ganz winziges zu entdecken. Quasi aus den Anfängen der Wiking Historie zeigte der Sammler schweres Blei.

Da geht das Herz eines Bikers auf.
Jede Menge Kradmelder auch mit Beiwagen, daneben ein Halbkettenfahrzeug mit angehängtem Geschütz.
Ja, um 1936 hat Wiking hauptsächlich Militärisches produziert, u. a. für "Sandkastenspiele".

Auf dem Rollfeld wird ein Flieger betankt. Auch die Flugzeuge, in der Regel aus leichterem Kunststoff produziert passten perfekt zum Maßstab 1:200.

Schwer was los.

Auch die Wellblech JU 52 wird noch schnell betankt. Scheinbar wollen wichtige Menschen den Stützpunkt verlassen? Sie werden sogar mit dem Bus bis zum Flieger eskortiert.

Diese besondere JU überfliegt die Szenerie.

Kleiner Fuhrpark.
Ich mag ja die LKW mit der Papp-Plane.
Hier sieht man auch sehr schön, dass der vordere Mercedes Pritschen-LKW nie eine Plane besessen hat, weil die Pritsche ebenfalls die Tarnlackierung zeigt.

Mein persönliches Highlight in diesem Schaustück ist die Musikkapelle.
Vorweg der Mann mit dem Schellenbaum.

Für mich hat der Sammler die Kapelle mal aus der Kiste geholt und so kann ich dankenswerter Weise die Kapelle mal aus der Nähe zeigen.
Der Mann nach dem Schellenbaumträger ist der Tamburmajor. Dieser müsste demnach vor dem Schellenbaum laufen.😉

So hübsch bemalt macht die Kapelle schon etwas her.
Ob diese Figuren tatsächlich Wiking zuzuordnen sind ist mir nicht bekannt.
Norbert Hoop war sich in seinem Katalog nicht sicher. Er schreibt "es gibt keine Formendaten".
Was immer das heißen mag?
Ludwig Leinhos schreibt in seinen Katalog von "Originalen" und "Nachgüssen".
Bei den hier gezeigten handelt es sich definitiv um Nachgüsse.

Nichts desto Trotz, tolle Modelle und echte Raritäten.

Nice, die mal vor die Linse zu bekommen.

Samstag, 21. September 2024

In meinem Bücherschrank (28) Sammlerkatalog Land- und Verkehrsmodell im Maßstab 1:200 von Ludwig Leinhos

Spätestens seit seinem Schiffskatalog dürfte der Name des Autors den meisten Sammlern bekannt sein.

Was aber die wenigsten wissen, Ludwig Leinhos hat schon Ende der 90er Anfang der 2000er Jahre Informationen nicht nur zu Schiffen und Flugzeugen, sondern auch zu Wehrmachtsmodellen im Maßstab 1:200 in der Zeitschrift Spielzeig Revue, später Spielzeug Antik Revue veröffentlicht.

Ein Artikel aus der Spielzeug Revue 5/2000 mit dem Titel "Kleine Wiking-LKW".

Dieser Artikel erschien in der Zeitschrift Spielzeug Antik-Revue 10/2001 mit dem Titel "Auf Rad und Kette".

Und dieser Artikel "Unbeschränkt geländegängig" erschien in der Ausgabe 7-8/2002 der Spielzeug Antik-Revue.

Im Jahr 2019 habe ich den ersten Katalog für Wehrmachtsmodelle im Maßstab 1:200, damals noch aus der Feder von Norbert Hoop vorgestellt.

Jetzt hat Ludwig Leinhos den Staffelstab übernommen und seinen Katalog über Wiking Landmodelle 1:200, 2024 vorgestellt.


Den Einband(außen und innen, sowie beim Intro und im Bereich "Allgemeine Vorbemerkungen") ziert ein tolles Kasernen-Diorama welches vor einigen Jahren schon einmal auf einem Sammlertreffen gezeigt wurde und von dem ich 2019 bereits Bilder gezeigt habe.

Dann geht es auch schon los mit den Wiking Wehrmacht-Modelle

Exemplarisch zeige ich mal eine Seite aus dem Katalog die den Großen Lastkraftwagen zeigt. Zu Beginn des Beitrags wird immer die Skizze aus dem Originalprospekt mit der entsprechenden Art.Nr. gezeigt.
Neben den Originalmodellen zeigt der Autor auch immer bekannte Nachgüsse und verweist auf weitere Produzenten wie Pilot und Bento in diesem Fall.
Auch gibt der Autor einen gewissen Preisrahmen als Wertermittlung vor, wobei pauschal für Modelle mit intakter Plane 10 Euro dazu gerechnet werden.

Der Autor geht anhand der Artikelnummern durch den Katalog, beginnend bei 1 Großer Tank und endend bei 162 Sturmgeschütz M40 Italien von dem es scheinbar nur ein Urmodell aus Holz gab.

Ab Seite 87 zeigt Ludwig Leinhos die zivilen Wiking Verkehrs-Modelle im Maßstab 1:200, beginnend mit dem Privatwagen, der dem Chefwagen der militärischen Serie entspricht.

Exemplarisch zeige ich den Fernlastzug Lastkraftwagen der dem großen Lastkraftwagen Nr. 13 aus der militärischen Serie entspricht. 
Der Autor verweist wiederum auf Modelle von Pilot und Bento. Auch hier finden sich Wertangaben und der Hinweis auf Nachgüsse aus Lüneburg.

In der zivilen Serie tauchen nur wenig Modelle auf, die es ausschließlich in der serie der Verkehrsmodelle gegeben hat. 
Den Eindecker hat es scheinbar auch als Mannschaftsbus in der Wehrmachtsserie gegeben. Doppelstockbus und Straßenbahnen dagegen ausschließlich in der Serie der zivilen Verkehrsmodelle.

Wie bei den Wehrmachtsmodelle gibt es zum Begin des Beitrags immer die entsprechende Skizze  aus einer alten Wiking Preisliste.

Zu den Doppelstockbussen und den Straßenbahnen schreibt der Autor, dass diese wohl kaum über Prototypen / Messemuster hinaus gekommen sind. Originale gibt es kaum. Bei den kursierenden Exemplaren handelt es sich bei dem Doppelstockbus um Nachproduktionen aus der Originalform, die Straßenbahnen müssen aber auch von einem original abgeformt worden sein.
Die Modelle gab es nur aus Lüneburg.

Ab Seite 101 zeigt L. Leinhos die Modelle der Firma Pilot. 
Viele dieser Modelle zeigen eine deutliche Ähnlichkeit zu Wikingmodellen. Beide Produzenten habe in den Jahren Formen ausgetauscht.

Exemplarisch zeige ich diese Seite mit den bunten Pilotmodellen garniert mit den unterschiedlichsten Nachguss-Modellen aus Lüneburg.
Auch bei den Pilotmodellen geht der Autor strikt nach den Artikelnummern vor und schreibt auch für diese Modelle eine grobe Wertangabe.

Den Abschluss bildet das Kapitel "Prospekte"
Hier schreibt L. Leinhos, dass nach den Unterlagen von Dr. Grope der erste Prospekt auf den 15.03.1935 datiert.

Insgesamt ein ausführlicher Katalog mit guten Fotos der Modelle.
Klar und verständlich gegliedert. Die Beschreibung der einzelnen Modelle umfasst auch Kopien, Nachgüsse und Produktionen diverser Anbieter wie Mercator, Luna oder Kehi und auch die Produktionen aus Lüneburg.

Der Katalog hat keinen festen Einband, insgesamt 124 durchgehend farbig  bebilderte Seiten.
Er ist aktuell noch für 40 Euro plus Porto bei Ludwig Leinhos erhältlich.

Ein, wie ich finde faires Angebot für ein noch nicht wirklich bekanntes Sammelgebiet der Firma Wiking.

Alle Fotos mit ausdrücklicher Genehmigung des Autors.