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Mittwoch, 23. Oktober 2019

WtW 2019, 10 (Peltzers Wirken und Schaffen)

Das folgende Schaustück bezieht sich fast ausschließlich auf den Firmengründer und Inhaber der Firma Wiking.
Es zeigte in vielen faszinierenden Dokumenten einen Ausschnitt zu seinem Anfangszeiten bis zum Ende mit der Übernahme durch die Firma Sieper 1984, damals proklamiert durch den Geschäftsführer Klaus Dieter Hinkelmann.
Aber seht selbst was der Sammler alles zusammen getragen hat:

 Überragt wurde die Präsentation von einem riesigen Schild wie es auch bei Wiking zu finden war, allerdings mit einem WM-Kreis darüber.

 Die Abzeichen für die Steglitzer Festwochen wurden von Zeitgenössischen Festprogrammen und anderen Dokumenten umrahmt.

 Wie z.B. dieses hier.

 Die Modelle tragen alle Peltzers Handschrift. Mal gefiel es ihm besonders gut, mal gab es eine Winzigkeit zu kritisieren wie z.B. schwarze Farbeinschlüsse in der Rückwand der Fahrerkabine des Ford-LKWs. Solche Modelle zog Peltzer aus dem Verkehr, beschriftete sie und steckte sie in einen Klarsichtkarton und verklebte den mit einem roten Streifen.
Peltzer war schon recht kauzig.

 Damit war Friedrich Peltzer scheinbar zufrieden.

 Neben Dokumenten gab es auch diverse Druckstempel (?)

 Wie z.B. diese JU 52..

 ... oder diesen Dampfer.

 Hier die JU52 für diverse Wiking Kataloge der Silberserie.

 Damit begann Peltzer seine Selbständigkeit.
Als Verleger brachte er die Zeitschrift "Das Tier" heraus.

 Die Verkehrsschilder sind Anstecknadeln vermutlich ebenfalls für die Steglitzer Festwochen.
Die Porzellanfigur im Hintergrund ist aus einer dänischen Porzellanmanufaktur und soll den kleinen Henning (Cortsen) symbolisieren, der einen winzigen Wiking Käfer 1:200 herzt.

 Das Stammbuch ist tatsächlich von der Familie Peltzer.
Nun ist es in Sammlerhand.
Manche Dinge nehmen seltsame Wege.😟
Eigentlich bedauerlich wenn solche Dokumente in fremde Hände gelangen weil sich Familie nicht mehr interessiert oder keine wirkliche Familie vorhanden ist.
Die Skizzen stammen ebenfalls aus der Feder von F. Peltzer.


 Ein kleiner Streifzug durch das Buch "Gefühlssplitter" das gleich auf der ersten Seite Skizzen von Peltzer zeigt.
Ja, der Firmengründer wusste sich auszudrücken und einen guten Tropfen nicht zu verachten! 😉

Selbst ein Kinderbuch hat der "olle Fritz" 😉 heraus gegeben.

Wunderschön illustriert.

Mit praktischen Klappseiten die neue Bilder möglich machten.

Orden und Urkunde wurden schon in den Büchern von R. Walsdorff gezeigt. Jetzt hier life und in Farbe zum anfassen und staunen.

Peltzer liebte das schnippeln.
Hier eine Planungsskizze für ein Programmblatt.

Ein paar Dokumente aus der Kieler Produktion.
Oben rechts ist ein Gebäudeplan zu sehen, den ich leider nicht fotografiert habe.
Interessant: es gibt ein weiteres Gebäude darauf zu entdecken. Ein halbrundes Haus ähnlich einem Tankstellengebäude.
Vielleicht zeigt der Besitzer dieses Ausschnittbogens den Plan noch einmal wo anders?
Z.B. im wikingtreffpunkt?
Werbung in eigener Sache.

Das Ende vom Lied!😩
Für viele Sammler endete hier eine Schaffensperiode, sie sammeln fortan rückwärts.
Andere Sammler blieben der Marke jedoch treu und sammeln auch und besonders die Neuheiten, die seitdem unter der Ägiede der Firma Sieper/SIKU produziert werden.

Dienstag, 11. Dezember 2018

In meinem Bücherschrank (21) Lieblingsautos von Ulrich Biene

Es gibt etwas neues für den Bücherschrank des Sammlers und Liebhaber von Autominiaturen:

Der Autor Ulrich Biene dürfte mittlerweile den meisten Sammlern bekannt sein.
Aus der "Edelfeder" (O-Ton Andreas Berse von der Zeitschrift modellfahrzeug) gibt es jetzt noch recht druckfrisch ein autobiografisches Werk mit reichlich, wie gewohnt perfekt inszenierten Fotos und jede Menge Text.
Diesmal beschränkt sich U. Biene nicht nur auf Modelle der Firma Wiking, sondern beschreibt Lieblingsautos in allen möglichen Größen und Materialien.
Dazu gehören neben bekannten Marken wie SIKU, Gama, Lego, Matchbox und Dinky auch Exoten und ungewöhnliches.
Hier findet der geneigte Blogleser Informationen zum Buch: Lieblingsautos

Es gibt fast so etwas wie einen roten Faden, der sich durch viele seiner Bücher zieht.
Wenn der Vater stolz auf sein neues Auto sein darf, kann der Filius dem nicht nachstehen.
So ist die "Generation Kettcar" mit Modellautos, meist sehr robuste Fahrzeuge groß geworden. Die Lieblingsautos wurden natürlich gehegt und gepflegt und nicht wenige habe häufig die Zeit auf Dachböden oder Kellern überdauert, wie dass bei Sammlern halt so üblich ist!

Der Autor reist mit seinem Buch in die eigene Kindheit zurück. darum sucht der interessierte Sammler auch vergeblich nach uralt Automodellen aus Blech und Guss oder gar Holz.
Da diese Zeitspanne auch auf meinen Jahrgang zutrifft, finde ich in diesem Buch vieles aus meiner Kindheit wieder.
Wie z.B. alte Kataloge und Prospekte die rechtzeitig zu Weihnachten den Wunschzettel bestimmten.

Ein Kapitel ist den Gummiautos gewidmet. Die Tomte Laerdal-Autos fanden bei mir immer Verwendung wenn es im Sommer ans Meer ging.
Die waren robust und eigentlich unkaputtbar!
Allerdings erinnere ich mich an kleine Hündchen und Fahrerfiguren ohne Kopf.
Was ist da bloß schief gelaufen? ;o)

Ein Steckenpferd des Autors sind die unzähligen Plastikautos die den Wikingmodellen nach empfunden wurden. Wie z.B. die Modelle von Marx/Elm, oder von Manurba oder Blue-Box aus Hong Kong.
Wer kennt sie nicht die kleinen Plastikdinger mit den bunten Comic-Figuren die geradewegs von Wiking abgekupfert wurden.
Alle hübsch verpackt in bunt bedruckten Pappkartons.

Natürlich darf in so einen Buch über Lieblingsautos des Deutschen Lieblingsauto, der VW in allen Schattierungen nicht fehlen.
Der Autor zeigt einen Aufsteller, wie er so bei VW Niederlassungen zu finden war um den Kunden bildlich zeigen zu können, in welchen Farben und mit welchen Stoffmustern der VW T1 erhältlich war.
Die Bullis sind von Wiking während auf der gegenüberliegenden Seite oben noch ein Exemplar von Wiking zu sehen ist mit der wunderbaren OVP und darunter ein großer Glasbulli von Ribeirinho und einige T1 von Jean z.T. noch in der Blisterverpackung.

Auch ein Statement!

Ein Thema, dass sich auch in vielen anderen Büchern des Autors findet: Verkehrserziehung.
Da waren neben Wiking auch andere Firmen aktiv, wie z.B. Lego, SIKU u.a. die Straßenpläne nebst vielem Zubehör nicht nur zum lernen sondern auch zum spielen im Angebot hatten.

Autos müssen natürlich auch rollen oder eben selbst fahren können.
Darum ist der Exkurs zu AMS von Faller natürlich pflicht. Aber auch Hit car wird im Buch beschrieben, Die frühe Version von Hot Wheels-Bahnen.

So ein Lego-Auto habe ich auch noch irgendwo stehen.
Schön, es in diesem Buch wieder zu sehen.

Welcher Junge träumte nicht von Luxusautos?
Mit den passenden Modellen konnte dieser Luxus auch in die eigene Wohnstube  oder ins Kinderzimmer einziehen.

Und wo stellt man seinen Fuhrpark ab?
Natürlich in der Parkgarage mit der Tankstelle vor dem Aufzug, der mit einer Kurbel bedient wurde.
Oben angekommen, musste das Auto gleich seine Rollkünste auf der Rampe unter Beweis stellen.

Ja, auch solche Artikel gehören in ein Buch über Lieblingsautos.
Hier im Ort gibt es nicht einen Modellbahnladen bei über 50000 Einwohnern. Der nächste Spielzeugladen gehört zu einer Kette und nennt sich TeddyToys. Da bekommt man noch die gängigsten Automodelle wie SIKU, Matchbox, Hot Wheels aber auch BBurago.

Was wäre so ein Buch ohne Exoten?
Bitte schön, ein frühes Feuerwehrauto von Playmobil. Weitere Exoten sind die Modellautos von Big Jim oder dem Action-Man.
Noch nie gehört?
Ich habe sie damals geliebt, die Barbiepuppen für Jungs. Big Jim hatte echte Muckis beim Arm anwinkeln und der Action Man richtige Stoppel-Haare und einen Dreitagebart.
Natürlich hatten diese Figuren auch entsprechende Fahrzeuge, meist einen Jeep oder oder sonstige geländegängige Fahrzeuge.

Damit endet der kurze Streifzug durch ein ganz famoses Buch, dass kurzweilig unterhält und das erwachsene Spielkind problemlos zurück in die 60er oder 70er Jahre zurück katapultiert.

Jetzt fehlt mir zum Glück eigentlich nur noch ein Buch über Spielzeug-Motorräder! Denn die werden im Buch von U.Biene gar nicht erwähnt, wenngleich Firmen wie Matchbox, Tekno, Dinky aber auch Lego, Wiking, Ribeirinho und andere veritable Motorradmodelle produziert haben.
Aber egal.

Jetzt freue ich mich erst einmal auf das tolle Buch, dass ich nur kurz durchsehen durfte und dann an meine Familie abgeben musste um es entweder an meinem Geburtstag oder zu Weihnachten in Empfang nehmen darf! :o(     ;o)

Wer also noch keine Idee für ein schickes Weihnachtsgeschenk hat, oder sich selbst zum Fest beschenken möchte, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.
Auf 160 Seiten gibt es 355 fantastische Fotos zu begucken.
Unter der ISBN 978-3-667-114000-6 ist der Band für knapp 30 Euro im Buchhandel oder beim Delius Klasing Verlag zu erwerben.

Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung des Autors.

Dienstag, 9. Oktober 2018

in meinem Bücherschrank (20) Fliegeralarm, Wiking Flugzeugmodelle im Anflug von Heiner Lienau

Das dritte Buch vom Autor Heiner Lienau beschäftigt sich intensiv mit vielen Flugzeugen aus der umfangreichen Wikingproduktion.
Auch hier handelt es sich erneut um ein Pixum Fotobuch im Querformat mit 114 farbigen Seiten.

So sieht es aus. Vorne drauf ein schwergewichtiges Flugboot, die Blohm & Voss BV 222 "Wiking"

Gleich zu Beginn eine Erklärung des Autors zur Faszination der kleinen Modelle.

... wobei es dann für den Autor schon bald ungemütlich wurde als die Bomber ihre tödliche Fracht über den Städten Deutschlands abluden.

Oder die schnellen Flieger jagd auf  Menschen machten.
Da waren die Modelle schon deutlich ungefährlicher und hatten gleichzeitig für die Kinder den Effekt, dass man schon an der Sihlouette am Himmel erkennen konnte, ob da der Feind unterwegs war.
Nachdem die englischen Flieger vorgestellt wurden folgen die deutschen Flugzeuge im Modell.
Hin und wieder findet der Interessierte Betrachter auch Originalfotos zwischen den Modellfotos die belegen sollen, wie dicht die Modelle am Original sind.

Die Me 262 war neben der Horten H IX das technisch fortschrittlichste Flugzeug jener Zeit.

Ganz anders als der Fieseler Storch.

Was wäre ein Buch über Wiking Flugzeuge ohne die JU 52, und dann noch in der Wellblech-Version?

Ein Wort zu den Fotos im Buch:
Einige Bilder sind ungewohnt grobkörnig und wirken dadurch unscharf.
Trotzdem wirken die Aufnahmen durch die passenden Hintergründe.

Natürlich darf auch Messerschmitt Gigant Me 323 im Buch nicht fehlen.

Dazu passen wunderprächtig auch die Fahrzeuge im Maßstab 1:200

Den Abschluss der deutschen Flieger bilden die Wasserflugzeuge wie z.B. der "fliegende Holzschuh" BV 138.
Bei einigen abgebildeten Flugzeugen bin ich mir nicht sicher, ob es sich nicht auch um Nachproduktionen aus der Dr. Grope Produktion handeln könnte?
Leider gibt es zu den Modellen keine weiteren Informationen. Hier beschränkt sich der Autor auf die Vorbildinformationen.

Von den deutschen Wassrflieger schwenkt Heiner Lienau gekonnt um zu den amerikanischen Wasserflugzeugen wie z.B. der Sunderland oder wie hier gezeigt der Catalina.

Die großen Bomber dürfen nicht fehlen...

... ebenso wie die Jagdbomber. Den Abschluss des Buches bildet die Boing B-29 Superfortress, die die Atombomben Richtung Japan flogen.

Fazit: Dieses Buch hat mir nicht so gut wie die Schiffsbücher gefallen, was aber vielleicht auch etwas daran liegen mag, dass mir die Flieger nicht so nahe stehen wie Schiffe und das Meer.
Auch habe ich einige Infos zu den Modellen vermisst.
Trotzdem ist auch dieses Buch ein schönes Bilderbuch mit z.T. tollen Fotos.
Bei den gezeigten Modellen gibt es deutlich mehr Text mit Informationen zu den Vorbildern als in den Schiffsbüchern.

Veröffentlichung der Fotos erfolgt mit freundlicher Genehmigung vom Autor Heiner Lienau.