Samstag, 20. Oktober 2018

Achtung! S-Kurve, Großes Motorrad-Rennen

Es gibt sie doch, die reinen Brettspiele für Motorradfahrer.
Da schlägt das Herz des Spielkindes und natürlich des Motorradfahrers gleich mehrere Takte schneller!
Allein schon wegen der Rennfahrer aus Zinn musste das Spiel in die Sammlung.
Da ich schnell mit dem Verkäufer handelseinig wurde, kann ich das Spiel nun hier vorstellen.

Vermutlich aus den 30er Jahren laut diesem Anbieter. Obwohl bei dem dort gezeigten Spiel völlig andere Zinnfiguren dabei sind, gehe ich vom selben Hersteller aus. Hersteller des Spiels ist Franz Schmidt aus Nürnberg. Der Deckel ist wunderschön bedruckt mit einem zeitgenössischen Renngeschehen.

Der Karton selbst ist noch gut erhalten, der Deckel fällt leider schon fast auseinander.
Auch sind nicht mehr alle Figuren dabei. 2 Rennfahrer fehlen, 2 sind etwas "Kopflos"! ;o)

Das Spielbrett ist noch tadellos in Schuss und ebenfalls sehr schön von der Grafik und dem Druck.

Die Rennfahrer sind aus Zinn gegossen und alle gleich allerdings unterschiedlich bemalt.

Die Bodenplatten sind immer blau bemalt....

... lediglich bei einem Motorrad gibt es eine rote Bodenplatte. Ob das etwas mit dem Spiel zu tun hat, weiß ich nicht, da eine Spielanleitung leider fehlt.
Auch wenn es hier so aussieht, als wenn es doch unterschiedliche Motorradtypen gibt, der Schein trügt. Beim linken Motorradfahrer ist der bereich unter dem Arm/Lenker nicht richtig ausgegossen und der rechte Motorradfahrer kippt etwas noch vorne ins Bild und wirkt so kleiner.

Freitag, 12. Oktober 2018

Gut geladen, Hanomag ST 100 Tiefladezug "SIEMENS"

Der geneigte Blogleser weiß es längst.
Ich bin ein großer Fan klassischer Wiking Modellautos.
Obwohl der Hanomag ST 100 in der Tiefladezug-Version 1982 als Veteran geführt wurde, hat Wiking ihn 1983 in den "Adelsstand" der Klassiker mit der Art.Nr.3500 erhoben.

Jetzt ist mir ein neues Modell in die Sammlung gefahren. Der Tiefladezug mit Kabeltrommel mit rotem Kabel als Siemens-Werbemodell.
Das Modell mit schwarzem Kabel war schon in der Sammlung.

Das Werbemodell war eines der ersten Werbemodelle für die Firma Siemens und erschien 1984.
Danach brach ein wahrer Boom an Sondermodellen der Firma Siemens aus, die z.T. mit aberwitzigen Preisen von der Sammlerschar goutiert wurden.

Inzwischen haben sich die Preise auf ein erträgliches Niveau eingepegelt.
Das besondere bei meinem Neuling ist der Werbeeinleger, der beim Modell mit schwarzem Kabel leider fehlte.
Damit wäre meine Sammlung der Hanomag ST - Derivate beinahe vollständig.
Es fehlen noch einige Vorserien sowie immer noch der Hanomag ST 100 aus der Post-Museums Packung Nr. 66.
Der ist mir momentan noch zu teuer! ;o)

Von einem Sammler wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass das Chassis gegenüber dem Serienmodell geringfügig heller ist.
Vielleicht kann man das auf dem Foto einigermaßen erkennen?

Oder zumindest auf diesem Foto: unten das Chassis des Serienmodells oben das Siemens Modell.

Auch hier in der Reihe lässt sich der Unterschied erkennen.
Vorne Serie mit schwarzen Druckluftbehälter, Mitte Siemens Werbemodell, hinten Serie mit silbernen Druckluftbehältern.
Beide Werbemodelle weisen übrigens schwarze Druckluftbehälter und das hellere Chassis auf.
Dass lässt darauf schließen, das Wiking für Siemens neue Modelle produziert hat, oder zumindest neue Chassis.

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Verkehrsspiel STOP-Vorsicht im Straßenverkehr 854 / 855, Nürburg Spiel

Immer auf der suche nach Spielzeugmotorrädern halte ich auch schon mal bei Brettspielen, bevorzugt Verkehrsspiele oder bei Fahrschulmodellen Ausschau.
Wenn dann der Preis stimmt, kann ich nicht nein sagen. IN diesen Fällen war das Porto teurer als das Spiel! ;o)

Das Spiel stammt von der Firma Nürburg Spiel und war unter der Art.Nr 854 im Handel erhältlich.
"STOP - Vorsicht im Straßenverkehr" sagt eigentlich schon alles über dieses Spiel aus. Es geht um Verkehrserziehung und richtet sich nicht nur an Spielkinder sonder soll auch Führerscheinprüflinge auf die Prüfung vorbereiten in dem Verkehrssituationen simuliert werden können.

Für diese Anforderungen gibt es umfassendes Zubehör. Ein Grund, warum dieses Spiel unbedingt in die Sammlung musste! ;o)

Neben einen Verkehrsplan gehören lt Spielanweisung je 100 Prüfungsfragen und Antworten, 1 Blatt mit neuen Verkehrszeichen, 6 zusätzliche, aufstellbare Verkehrszeichen, 25 Aufgabenkarten, Führerscheine und Verwarnzettel sowie die Spielsteine: 4 Fußgänger, 3 PKW, 1 LKW, 2 Motorräder, 1 Schutzmann und 1 Verkehrsampel, 2 Würfel und Spielregeln.
Leider fehlen einige der Verkehrszeichen und der Schutzmann. Dafür gibt es 1 PKW dazu.

Beim stöbern habe ich noch ein weiteres Spiel entdeckt mit etwas anderem Inhalt und Aufmachung.
Sozusagen die 3D-Version des Verkehrsspiel.

Leider fehlen die PKW und die Häuschen die wohl als Bastelbogen beilagen, wie die Schere, die Buntstifte und die kleine Tube UHU vermuten lassen.

Dafür gibt es bunte Figuren und 2 Motorräder für die Sammlung.
Ein Grund mehr auch dieses Set zu kaufen.
Zumal ich mir mit dem Anbieter schnell handelseinig wurde.

Wie sich die Spielpläne doch gleichen. Wirklich schade, dass die Papphäuser nicht mehr dabei sind. Die Grundflächen sind ausgestanzt.

Die Käfer sind knallbunt und poppig. Der Maßstab liegt irgendwo bei der Größe TT oder 1:120.

Hier der Vergleich mit einer Geldmünze.

Keine Prägung

Die Motorradfahrer sind auf einer durchgehenden Sockeplatte und vollplastisch von der Größe passen sie zu H0, also 1:87.

Die LKW sind eher winzig, deutlich kleiner als Spur N aber zu groß für Spur Z. also irgendwo dazwischen. Es könnte sich um arg stilisierte Mercedes Rundhauber handeln.

Die Männekes, überwiegend weiblich passen dagegen wieder zur Spur H0, 1:87

Über die vielen schönen Spielsteine die zu diesen Spielen gehören, habe ich mich wirklich gefreut.
Schade das der Schutzmann fehlt.

Die Ampel besteht als einziges, neben den dazu gehörigen Würfeln aus Holz, die Verkehrsschilder sind aus Plastik.
Falls es noch mehr Verkehrsspiele oder sonstige Brettspiele geben sollte, bei denen Motorräder als Spielsteine vorhanden sind, bitte ich um Rückmeldung.
Besten Dank im Voraus.

Dienstag, 9. Oktober 2018

in meinem Bücherschrank (20) Fliegeralarm, Wiking Flugzeugmodelle im Anflug von Heiner Lienau

Das dritte Buch vom Autor Heiner Lienau beschäftigt sich intensiv mit vielen Flugzeugen aus der umfangreichen Wikingproduktion.
Auch hier handelt es sich erneut um ein Pixum Fotobuch im Querformat mit 114 farbigen Seiten.

So sieht es aus. Vorne drauf ein schwergewichtiges Flugboot, die Blohm & Voss BV 222 "Wiking"

Gleich zu Beginn eine Erklärung des Autors zur Faszination der kleinen Modelle.

... wobei es dann für den Autor schon bald ungemütlich wurde als die Bomber ihre tödliche Fracht über den Städten Deutschlands abluden.

Oder die schnellen Flieger jagd auf  Menschen machten.
Da waren die Modelle schon deutlich ungefährlicher und hatten gleichzeitig für die Kinder den Effekt, dass man schon an der Sihlouette am Himmel erkennen konnte, ob da der Feind unterwegs war.
Nachdem die englischen Flieger vorgestellt wurden folgen die deutschen Flugzeuge im Modell.
Hin und wieder findet der Interessierte Betrachter auch Originalfotos zwischen den Modellfotos die belegen sollen, wie dicht die Modelle am Original sind.

Die Me 262 war neben der Horten H IX das technisch fortschrittlichste Flugzeug jener Zeit.

Ganz anders als der Fieseler Storch.

Was wäre ein Buch über Wiking Flugzeuge ohne die JU 52, und dann noch in der Wellblech-Version?

Ein Wort zu den Fotos im Buch:
Einige Bilder sind ungewohnt grobkörnig und wirken dadurch unscharf.
Trotzdem wirken die Aufnahmen durch die passenden Hintergründe.

Natürlich darf auch Messerschmitt Gigant Me 323 im Buch nicht fehlen.

Dazu passen wunderprächtig auch die Fahrzeuge im Maßstab 1:200

Den Abschluss der deutschen Flieger bilden die Wasserflugzeuge wie z.B. der "fliegende Holzschuh" BV 138.
Bei einigen abgebildeten Flugzeugen bin ich mir nicht sicher, ob es sich nicht auch um Nachproduktionen aus der Dr. Grope Produktion handeln könnte?
Leider gibt es zu den Modellen keine weiteren Informationen. Hier beschränkt sich der Autor auf die Vorbildinformationen.

Von den deutschen Wassrflieger schwenkt Heiner Lienau gekonnt um zu den amerikanischen Wasserflugzeugen wie z.B. der Sunderland oder wie hier gezeigt der Catalina.

Die großen Bomber dürfen nicht fehlen...

... ebenso wie die Jagdbomber. Den Abschluss des Buches bildet die Boing B-29 Superfortress, die die Atombomben Richtung Japan flogen.

Fazit: Dieses Buch hat mir nicht so gut wie die Schiffsbücher gefallen, was aber vielleicht auch etwas daran liegen mag, dass mir die Flieger nicht so nahe stehen wie Schiffe und das Meer.
Auch habe ich einige Infos zu den Modellen vermisst.
Trotzdem ist auch dieses Buch ein schönes Bilderbuch mit z.T. tollen Fotos.
Bei den gezeigten Modellen gibt es deutlich mehr Text mit Informationen zu den Vorbildern als in den Schiffsbüchern.

Veröffentlichung der Fotos erfolgt mit freundlicher Genehmigung vom Autor Heiner Lienau.

Samstag, 6. Oktober 2018

In meinem Bücherschrank (19) Schiffe in Sicht / Wiking Schiffsmodelle von Heiner Lienau

ein weiteres Buch von Heiner Linau steht neu im Bücherschrank.
Wie schon das Buch über Köster Schiffe ist auch dieses Buch ein Pixum Fotobuch und enthält fast ausschließlich fantastische Bilder.

Hardcover im Querformat ähnlich DinA4. 178 farbige Seiten.

Der Autor hat ein Faible für große Dampfschiffe wie z.B. die Bremen und Europa

Natürlich darf da die ganz frühe Version  nicht fehlen. Hier in wunderbaren, großformatigen Fotos die keine Fragen nach den Details offen lassen.

Da Peltzer, der Wikinggründer ja an alles gedacht hat bei der Produktion von Schiffsminiaturen, fehlen in diesem Buch natürlich auch nicht das vielfältige Zubehör aus dem Umfangreichen Wiking Schiffsprogramm.

Hafenszenerien garniert mit diversen Schiffsminiaturen und winzigem Zubehör.
Wimmelbilder ala Ali Mitgutsch.

Der Regatta-Segler ist vom Maßstab deutlich zu groß gegenüber den Schulschiffen im Maßstab 1:1250.
So erzeugt der Autor allerdings eine gewisse Tiefe in seinen Fotos.
Well done!

Oceana at it´s best. Ein kleiner Ausflug in das Schiffsprogramm der Firma Pilot darf natürlich in diesem Zusammenhang nicht fehlen, sofern die Sammlung solche Schmankerl hergibt.
Da scheint es aber dem Autor nicht zu fehlen?!

Lazarettschiffe in ruhigem Fahrwasser.
Ein Wort noch zu den hervorragenden Bildern:
Hier zieht der Autor alle Register und zeigt die großformatige aufgenommenen Modelle in bestem Licht, gestochen scharf und mit tollen Spiegelungen.

Die United States gehört auch zu meinen Favoriten, darum soll sie auch im Buch eine Würdigung erfahren.

Die Queen Mary darf ja schon den Titel des Buches zieren. Im Buch selbst ist dieses wunderbare Passagierschiff nochmals von allen Seiten zu bestaunen.
Die Macher bei Wiking waren schon echte Künstler.
Ich würde alleine bei der Bemalung schon verzweifeln! ;o)

Eines der wenigen Schiffe, denen Wiking ein UNterwasserteil spendiert hat, die Nieuw Amsterdam.
Das Trockendock ist vermutlich kein Wikingmodell?

Zwei Großmodelle dürfen im Buch auch nicht fehlen.

Kleine Faux pas des Autor. Die gezeigte Bergensfjord hat sich irgendwie in das Wikingbuch gemogelt ohne ein Wikinger, Pilot oder Köster zu sein.
Ich tippe mal auf Mercator?

Neben den vielen zivilen Schiffen darf der Ausflug in die graue Wikingzeit der Vollständigkeit nicht fehlen.
Immerhin legte Peltzer während des Krieges seinen Grundstock für die Firma Wiking.
Getarnte Dampfer für den Truppentransport.

Große Schlachtschiffe noch im Hafen.

Ganz frühe Wiking Schiffe mit "genagelten" Geschütztürmen und noch recht grob ausgeführt. innerhalb kurzer Zeit wandelte sich das Bild zu deutlich filigraneren Modellen.

Nach den Wikingern folgt der Bildteil mit Pilotmodellen. Auch hier dominieren die zivilen Passagier- und Frachtschiffe.

Die Kogge wird auch gerne Wiking zugesprochen.

Da die Kösterschiffe schon im letzten Buch ausreichend gewürdigt wurden zeige ich hier nur eine kleine Auswahl aus dem nun vorliegenden Buch.

Aber immer wieder schön anzusehen und mit viel Spielwert.

Fazit: Ein wunderschönes Bilderbuch mit ausgezeichneten Fotos und genau so viel Text wie nötig um immer zu wissen, welches Modell man da gerade vor sich hat.
Die großformatigen Bilder lassen eigentlich kaum Fragen offen.
Wer dazu noch einen Schiffskatalog von z. B. Ludwig Leinhos im Bücherschrank hat, ist mit dem nun vorliegenden Bildband in Sachen Wiking Schiffsmodelle schon bestens versorgt.
Es macht großen Spass immer wieder durch das Buch zu blättern und die vielen Details der Modelle zu betrachten die so liebevoll inszeniert sind.