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Montag, 10. Mai 2021

Wiking Neuheiten in der Sammlung

Nach dieser Schachtel zu einem vertretbaren Preis habe ich schon länger gesucht. Früher gab es vom Teekontor Rolf zu einem Kilo Tee einen Wiking Opel Blitz, solange der Vorrat reichte gratis dazu. Später, als der Opel Blitz ausverkauft war, gab es einen Mercedes-Benz L 2500 dazu. Danach war die Aktion vorbei.
Zu welchem Promo-Zweck diese Schachtel mit einem kleinen Päckchen Tee gedient hat, ist mir unbekannt.
Vielleicht weiß ja ein Blogleser mehr?

So sieht die Schachtel von der Rückseite aus.

Passend zur Schachtel gab es noch das entsprechende Anschreiben.

Eigentlich wollte ich keine PMS-Packungen zu regulären Preis kaufen.
Bei dieser Variante habe ich mal eine Ausnahme gemacht.

Die Modelle darin haben mich doch interessiert.

Neben den MB L2500 besonders der Bimot Tankwagen ARAL / ARALIN.

Einen Bimot hatte ich bisher noch nicht in der Sammlung. Von Wiking gab es bisher nur Esso Tankfahrzeuge mit Bimot Zugmaschine.
Der ARAL-Tankzug schaut interessant aus.

Wie bei den Modellen aus den PMS Packungen üblich besitzt die Zugmaschine getöntes Glas und die Räder sind hellgrau.

Leider ist der Tankaufbau nicht silber sondern ebenfalls hellgrau

Die Zugmaschine und auch die Radhalterung des Tanks zeigen als Prägung das neue Wiking-Logo.

Das Mercedes-Benz 280 SE Cabriolet in grün mit hell- und dunkelbraun abgesetzten Innereien😉 sieht doch ganz manierlich aus.

Ich weiß gar nicht was die PMS-Hater gegen die Modelle der Serie haben?
Mir gefallen die Modelle.

Und wenn man bedenkt, dass dieses Modell schon über 50 Jahre auf dem Buckel hat, muss man den Machern bescheinigen, dass sie damals einen guten Job gemacht haben.

Die Linienführung des Modells trifft das Vorbild wirklich gut.

Ende der 60er Jahre sorgte Wiking mit gläsernen Scheinwerfern an den Plastikautos für ein Novum.
Die Gießäste waren so angelegt, dass die Heimarbeiter gleichzeitig beide Lampeneinsätze positionieren konnten. Irgendwo gibt es dazu ein Foto.

Leider sind die Fahrzeuge aus der Verkehrsmodell-Serie meist unbedruckt. Wenigstens rote Farbtupfer hätte man dem Cabrio spendieren können.
Eigentlich sollte das Chassis schon die neue Bodenprägung aufweisen, allerdings zeigt mein Modell noch die alte BP.

Wegen dem Mercedes-Benz L 2500 habe ich die Packung hauptsächlich gekauft.
Als Sammler von Wiking Klassikern und Motorradmodellen ist dieser Koffer-LKW Pflicht.

Seit 1976 gibt es dieses Modell (damals noch als Reichspost LKW) immer mal wieder im Programm, zuletzt als "Eilverkehr Berlin-Buer" für Wiking zum Tag der offenen Tür aus Anlass des 85sten Geburtstag.

Auch an diesem Modell gibt es ausser dem bedruckten Koffer keine weiteren Bemalungen.
Die Verglasung ist, wie üblich beim PMS getönt und die Räder hellgrau.
In dieser Beziehung bleibt sich der PMS treu.

Wer jetzt ins grübeln kommt, dass ihm der Werbeslogan auf den Kofferseiten irgendwie bekannt vorkommt, dem sei gesagt: stimmt!😁

Auch bei diesem Modell muss man den Formenbauern Respekt aussprechen.

Das Chassis weist das neue Logo auf.

Hier die Auflösung für die Grübler: der Aufdruck zierte bereits 2013 den Kofferaufbau des Hanomag HD5N. Wer aber genau hinschaut erkennt Unterschiede im Druckbild.
 
Natürlich darf zu diesen Modellen ein kleines Diorama nicht fehlen, zumal Wiking ja auch die NSU Quickly im Angebot hatte, zuletzt in der Lepoix-Packung.

Die Häuser zum Straßenplan bieten mit einem Fahrrad- und Rollergeschäft den passenden Hintergrund für die Lieferung von Neuware.

Als letztes im Bunde kam noch ein neuer Tatra 87 ebenfalls vom PMS, Verkehrs Modelle 95 in die Sammlung.
Den gab es für schmales Geld bei ebay.

Das blaugrün steht dem Sonderling ganz vorzüglich.

Der Tatra ist seit 1977 im Wiking Programm und in der Serie der Klassiker ein echter Exot.

Hervorstechendes Merkmal des Tatras ist die Heckfinne.
Bemerkenswert wie fein graviert das Modell umgesetzt wurde.

Den Tara hab ich hier im Blog schon mal vorgestellt.
Dem dort geschriebenen ist hier nichts mehr hinzu zu fügen.

Wie gewohnt getönte Verglasung und hellgraue Räder.

                                        
Das Chassis mit neuer Bodenprägung.

Samstag, 5. Dezember 2020

Wikings Tatra 87, die graue Maus der Klassiker


Der Tatra 87 erschien erstmals 1977 mit der Art.Nr. 3870. Damals kostete das Modell 3 DM.

Das letzte lieferbare Modell war der metallicsilbern lackierte Tatra, der 2014 in den Handel kam.
Das kobaltblaue Modell war ab 2007 erhältlich.

Das Modell in grauweiß gibt es in Tönungen, hell- und dunkelgrauweiß.
Da es sich bei der Inneneinrichtung des Tatras um die Standard IE handelt, die bei diversen PKWs Verwendung findet gibt es auch bei Tatra unterschiedliche IE-Farben bei gleicher Karosseriefarbe.

Große Unterschiede gibt es bei der Karosserie nicht. Sie blieb bis zuletzt unverändert.

Das Vorbild besaß einen V8 Motor mit je nach Hubraum 95PS oder 75 PS. Die Karosserie war halb selbst tragend. Vorgestellt wurde der Tatra 87 1937.
Die Form wirkte futuristisch, was vermutlich für F. Peltzer damals den Ausschlag gab, das Modell 1977in die Klassikerreihe zu nehmen.

Graubeige vs grauweiß, klar zu unterscheiden.

Wenn ich mich recht entsinne waren die Modelle in graubeige und dieser Kollege in resedagrün zeitgleich im Handel erhältlich und damals noch in der Papp-Schubschachtel beim Händler zu erwerben.

Es folgte dann ca. 1987 der grauweiße Tatra, damals in der Klarsichtschachtel mit Papieraufkleber.
Inzwischen wurde auch die Katalognummer geändert, von zunächst 887 auf die noch heute übliche Art.Nr. 827
1990 verschwand der Tatra aus der Gesamtpreisliste um erst 2007 wieder in der Serie der Klassiker erneut aufzutauchen.

Das Modell in kobaltblau kam 2007 in den Handel. 
Wiking hatte an der Karosserie nichts geändert, lediglich die Bodenprägung wurde erneuert.

2014 erschien der Tatra 87 erneut im Programm, diesmal deutlich aufgewertet mit silberblauem metalliclack und Weißwandreifen.

Die Farbgebung steht dem flotten Klassiker ausgesprochen gut.

Ein Blick unter das Chassis zeigt die zwei unterscheidbaren Bodenprägungen. Links die neue mit dem neuen Logo, rechts die erste Prägung.

Auch das kobaltblaue Modell besitzt die neue Prägung.

Das linke Modell zeigt eine Vorserie von 1977 noch ohne Bodenprägung und fehlende Gravuren.
So fehlt an der Heckstoßstange eine erhaben geprägte Linie und seitlich unterhalb der Türen die ebenfalls geprägten Linien, die bei meinem Modell von Hand eingekratzt wurden.

In der Auktion Nr. 84 des Auktionshauses C. Saure waren einige Vorserien und Silberlinge des Tatras zu sehen und zu ersteigern. Die Silberlinge landeten zwischen 200 und 300 Euro.
Vielleicht doch keine graue Maus ?

Dieses Foto zeigt die unterschiedlich gefärbten Inneneinrichtungen von grauweiß über graubeige, rehbraun, basaltgrau bis blauviolett.

Die Karosserie ist mit Hilfe von Kragen und Stift montiert, zumeist geklebt. Die Standard Inneneinrichtung verfügt immer über ein integriertes Lenkrad.

Zwei Händlerschachteln, links die erste von 1977 als der Tatra noch 3 Maak kostete, rechts die etwas neuere Schachtel ab 1982 als die Klassiker PKWs 3Mark fuffzich kosteten.

Ein Streifen mit Preisschildern lag den Händlerkartons immer bei. Manche Händler benutzten die sogar um die Modelle auszupreisen.

Der Tatra wird wohl immer ein Exot im Wikingprogramm bleiben, da er hier in Deutschland eher selten anzutreffen war.
Warum Peltzer unbedingt diese "graue Maus" für die Klassiker produzieren ließ wird wohl auf Ewig sein Geheimnis bleiben. Vielleicht weil er den Typ mochte?