Bei ebay, einem Auktionsportal ;o) warf eine riesige Schiffsauktion ihre Schatten voraus.
Das Auktionshaus Saure hat vor kurzem schon etliche Stücke der "Rautenberg-Sammlung" über ebay zur Auktion gestellt.
Nachdem ich schon lange mit dem Dampfer "Oranje" liebäugle, habe ich nun zugeschlagen und mir dieses Stück gesichert.
Die "Goldenfels" und der kleine "Lotsendampfer" sowie das Hafenteil und der Kran (mein erster!) kamen über befreundete Sammler in die Sammlung.
Der Wiking-Dampfer stammt, wie schon oben beschrieben aus der Schiffssammlung Rautenberg.
Da der Bootskörper aus Metallguss besteht macht das ca. 15,5 cm lange Modell auch einen gewichtigen Eindruck.
Wiking produzierte dieses Modell in der "Neuen Serie" ( P. Schönfeldt, Wiking Modelle, Seite 110) ab 1959.
Der orangefarbene Schornstein sorgt für den einzigsten Farbtupfer an dem sonst in grauweiß gehaltenen Dampfer.
Eigentümlicher Weise gibt es innerhalb der Veteranenserie nur sehr wenige Passagierdampfer aus Metall, die die Serienreife erreicht haben.
Sieht man mal von den Schiffen "Queen Elisabeth und United States" ab, die ja nie ausgeliefert wurden, könnte man den Passagierfrachter "Klipfontein" noch zu den Passagierschiffen der Veteranenserie zählen, ansonsten gibt es nur noch die beiden Dampfer "Bremen" und "Europa", die jedoch aus Kunststoff gefertigt sind.
Hier Modelle mit intakten Masten zu finden, gleicht einer Sysiphus-Arbeit.
Bei einigen Schiffen der Veteranen-Serie bestehen die Masten aus gummiähnlichem, etwas flexiblen Material. Hier, bei der Goldenfels jedoch aus ziemlich bruchanfälligem, festen Kunststoff.
Bei diesem Modell gibt es viele schöne, feine Details, die für mich den Reiz der "Neuen Serie" ausmachen.
Aufgepimpt wird der Frachter durch wenige Nassschieber und geringe Decksbemalung.
Auch dieses Modell ist ein richtiger Hingucker.
Allerdings gab es auch zu der Zeit Mitbewerber, die deutlich feinere, detailiertere Modelle produzierten, sodaß erklärlich ist, daß der Wiking-Veteranenserie ein frühes Ende beschieden war. Wiking produzierte bis etwa 1975.
Ein schönes Schiff.
Die Kunststoffversion der "neuen Serie" mit Kunststoff-Masten ist aber eher seltener anzutreffen. Darum habe ich mich über dieses Exemplar besonders gefreut. Nebenbei bemerkt stammt es ebenfalls via Kölner Auktionshaus aus der Sammlung Rautenberg.
Ein schlichtes Modell das aber durch die filigranen Masten besticht.
Der Trampdampfer hat seine Wurzeln aber schon in den frühen Jahren der Wiking-Schiffsproduktion, damals noch mit der Bodenprägung "Frachtdampfer und WM".
Das kleine Schiffchen aus Metall mißt ca. 3 cm, also eher ein Winzling.
Auch wenn die frühen zivilen Schiffedurch farbenprächtige Lacke ein schönes Bild abgeben, habe ich mich nun für die zivilen Schiffe der Veteranenserie entschieden. Das soll nicht heißen, daß ich nicht doch bei dem einen oder anderen Schiff aus früher Wiking-Produktion schwach werden könnte, vor allem wenn es sich um Modelle handelt, die es in der Veteranenserie nicht gegeben hat wie z.B. der Walfänger oder die Fähre. Aber das Hauptaugenmerk wird in Zukunft auf der sog. "Neuen Serie" ab 1959 bis etwa 1975 liegen.
Ich hätte da auch schon einige Wunschkandidaten, die mir in der letzten Saure-Auktion vor der Nase weggeschnappt wurden........
2 Kommentare:
Martin, lass das!
Mir kommt kein Schiff ins Haus!
Basta -oder doch vielleicht nur ein Schiff...
So hat das angefangen mit den 1:200-Landfahrzeugen...
...dann mit den Flugzeugen...auch nur ein einziges Modell...
...dann mit den billigen, einfachen fensterlosen Autochen mit den einfach abgequetschten Achsen...
...und jetzt zeigt der hier wieder die tollen Schiffe!
Wenn das meine Frau sieht!
Aber toll ists doch hier bei Martin. Dank dafür!
Botho Wagner
Tja Botho,
ich merke schon, ich bin nicht alleine. Genauso wars bei mir, Ein Schiff, und dann mal schauen.
Wiking fixt an! Dem Bann kann man sich nur schlecht entziehen!
Ich glaube, es geht vielen Sammlern so!
Entweder man bleibt standhaft oder entdeckt seine Liebe für die Modell-Vielfalt der Firma Wiking.
Gruß
Martin
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