Montag, 23. Januar 2012

Wiking-Neuheiten, Dezember 2011

Etwas verspätet habe ich nun auch meine Neuheiten von meinem "Lieblingsdealer" bekommen.


Die Hauptneuheit für mich war natürlich die Packung "Rheinpreussen", 0990 77 mit dem Klassiker Opel Blitz "Flugfeld-Kesselwagen". Ein absolutes "Must have".
Alleine der Karton der Packung besticht durch seine enorme Größe!


Da mir aber auch das Zubehör in der Sammlung fehlt, war der Rest der Packung natürlich auch gern gesehene Sammlungsergänzung.


2 Bogenlampen (ex 93 von `52-`56), eine Verkehrsinsel mit Pflasterstruktur (ex 99 von `63-`65) und eine Tankstelle mit einen Zapfschrank (ex T 20a / T 82 von `51- `53).
Die Reklamefahne entstammt einer neueren Entwicklung und wurde erstmals in den Tankstellen-Packungen für den Post-Museums-Shop vorgestellt. Siehe hier, Version 3 und 4. Da allerdings noch nit festem Fuß. Hier jetzt mit separatem Sockel.
Die Tankwarte sind schmückendes Beiwerk und gehören nicht zum Set!. Die passten aber so gut! ;o)
Schade dass die nicht mit dabei waren! Schön in "Rheinpreussen-Farben", hätte sich bestimmt gut gemacht!


Bevor wir uns nun den einzelnen Teilen widmen noch ein letztes Foto der Zubehörteile.


Das Haus zur Tankstelle hatt es nur 1950 unter der Nr. T 20a gegeben. Ob es hier nun aus alten Formen revitalisiert wurde, oder aus einer abgeänderten Garage entstanden ist, ich weiß es nicht.


Reparaturen, Ölwechsel, Reifenmontage und Wagenpflege, dass war noch Service! Und die Benzinpreise im Pfennig-Bereich! :o)
Zeitgenössische Aufdrucke vervollständigen die Ansicht.


Das Firmenlogo darf nicht fehlen. Ob es damals schon "CI" hieß?


Farblich harmonieren Dach, Wände und Bodenplatte jedenfalls bestens.
Erstaunlicher Weise gibt es auf keinem sichtbaren Bauteil ein Wiking-Markenlogo!


Die Verkehrsinsel entspricht der letzten lieferbaren Form mit Struktur. Auch hier kein Wiking-Logo.


Ein nettes Gimmick: Die Fässer am Spritzling in "preussisch-grün= mit weißem Farbtupfer.


Die wunderschöne alte Tankstelle mit einem Ölschrank. Die Anzeige ist ebenfalls lackiert. Auch hier fehlt das Markenlogo von Wiking auf den Bauteilen.


Die Rückseite.


Ein Vergleich mit der Tankstelle von Pilot zeigt deutliche Unterschiede.


Noch einmal die Pilot-Tanke mit den, in der Packung schmerzlich vermissten Tankwarten.


Für mich das Kaufargument für die Packung: der Opel Blitz 1939 Flugfeld-Kesselwagen (ex 3370).


Seitdem etwa 1989 das Chassis geändert wurde, fährt der Opel Blitz nun mit Zughaken.


Grill samt Blitz-Emblem und Scheinwerfer gesilbert.


Türen mit "Rheinpreussen-Logo", Kessel mit entsprechender Beschriftung. Das Dach ist weiß lackiert.


Alt trifft Neu. Ganz links das Serienmodell auch schon mit Blitz-Emblem allerdings ohne Zughaken. Übrigens das einzigste Opel-Blitz Militär-Modell welches später, nach dem Umbau der Form produziert wurde und somit nie ohne Blitz-Emblem erhältlich war!
Daneben der Kesselwagen als Ladegut für LIMA, dann der Kesselwagen für den Post-Museums-Shop und das "Rheinpreussen-Modell". Alle mit Zughaken und geänderter Bodenprägung.


Ein Blick unter das alte und das neue Modell zeigt die unterschiedlichen Bodenprägungen. Wobei beim neuen Modell noch keine aktuelle Bodenprägung zu finden ist.
Das Set kostet knapp 30,- Euro und ist damit sein Geld wert!
Meine zweite Neuheit ist der Ford Mustang! Ein ordentliches Modell, ohne viel Licht aber auch ohne große Schatten. Das Modell ist ja schon bei der Firma Busch im Auto-Programm und auch dort gibt es ein ansehnliches Modell.
Was hier auf dem Foto so aussieht wie eine eingeschlagene Lenkung täuscht nicht. Die Räder sind z. T. schief montiert, wie das Foto der Unterseite noch zeigt.


Die Lackierung ist makellos. Der Farbton wird als dunkelrot oder auch rubinrot beschrieben. Die Lackierung der Scheibenrahmen ist stellenweise sehr üppig aufgetragen und steht im krassen Widerspruch zur filigranen Typenbeschriftung.


Die Linienführung ist gut getroffen. Die Felgen sind neu entworfen und entsprechen natürlich nicht, wie zunächst vermutet den Felgen des Opel Monza.


An der Front wurde mit Chromzierrat nicht gespart. Perfekt verchromte Stoßstangen funkeln mit den Blinker-Einfassungen und der Kühlergrill-Lackierung um die Wette. Feinste Bedruckungen wohin man schaut.
Wären jetzt noch die Scheinwerfer silbern hinterlegt wäre die Illusion perfekt.


Auch am Heck wurde "verschwenderisch" lackiert. Die Farbe steht dem Modell gut zu Gesicht.


Es folgt der übliche Spruch: auch das Chassis ist geradezu fein zieseliert. Kann man machen, muss aber nicht sein. Der Kenner könnte aber nun sein Modell in der Vitrine auch auf dem Kopf präsentieren! ;o)
Hier sind die schief montierten Räder gut zu erkennen.


Das Wikingmodell mit seinen beiden "Amikumpeln" von BREKINA! Kommt es mir nur so vor, oder strahlen die beiden BREKINA-Modelle mehr Vorbildtreue aus?
Für knapp 9,- Euro darf man aber nicht meckern! ;o)


Der Mercedes 600 musste auch sein. Ein majestätisches Modell, wirkt auch in grün.
Der Berliner würde sagen:"dett jleiche in jrün!" :o)


In der Seitenlinie passt die üppige Lackierung und Silberung wunderbar....


... in der Frontbedruckung und Bemalung fehlt dann aber hier und da doch etwas Farbe. Vor allem die fehlende Bemalung der Windschutzscheiben- und Heckfenster-Silberung ist zu bemängeln. Auch den Blinkern hätte man etwas Farbe gönnen können?!


Ein fein bedrucktes Heck, fehlende Blinkerbemalung (oder waren die Rückleuchten im Original kompett rot?) und fehlende Silberung des Heckscheibenrahmen.
Die Inneneinrichtung entspricht der letzten Form mit gravierter Hutablage.
Ich fände es Prima, wenn Wiking sich mal zu sog. Topdekorationen wie einige Mitbewerber dies schon praktizieren durchringen könnte. Der 600er wäre bestimmt ein passender Kandidat und der Sammler würde den "Bedruckungskomfort" bestimmt honorieren?!


Am Chassis prangt schon das neue Wiking-Log und die letzte BP "156".
Das Modell kostet knapp 11,- Euro.


Noch etwas zum Lanz Bulldog in Spr N zu schreiben, hieße "Eulen nach Athen zu tragen"!
Ein Spitzenmodell jetzt als Mopf in rubinrot.


Kamin und Lüfterrohr in anthrazit angesetzt, Felgen in Chassisfarbe lackiert. Lanz-Emblem auf der Motorhaube aufgedruckt.


Der Mähbalken ist separat angesetzt, ebenso wie die Sitz-Lenkrad-Kombination.
Ein sehr filigranes Modell dass erst in der Nahaufnahme seine Vorzüge preis gibt!
Für knapp 7,- Euro geradezu ein Schnäppchen! ;o)


Meine letzte Neuheit ist die Käferpackung in Spur N. Den Käfer hatte ich bisher noch garnicht in der Sammlung.
Wiking schreibt im Newsletter dazu: "Unter der Artikelnummer können die 1:160-Sammler beim aufmerksamen Hinschauen insgesamt 14 Farben in unterschiedlicher Zusammenstellung ihr Eigen nennen – ein Parkplatz voller Käfervielfalt."
Mein Händler konnte diese Farbenvielfalt bisher nicht bestätigen. Alle Käfer dieser verschiedenen Zusammenstellungen fanden wohl schon einmal Verwendung als Ladegut auf einem Trix Modellbahn-Waggon?
Vielleicht kann ein Hardcore-Sammler dazu mehr vermelden?
Die Packung kostet knapp 6,- Euro.

Donnerstag, 19. Januar 2012

Wo isser, der Motor?


Wer kennt ihn nicht, den Pritschen-LKW Magirus S 6500, den Wiking selbst nie ausgeliefert hat und der erst unter der "Sieper-Aegide" 1996 zur Serienreife gelangte?
Das Modell wurde unter der Nummer 769 01 35 in den Handel gebracht und ist natürlich nicht, wie das angefügte Label vermuten lässt im Maßstab 1:40 sondern im etwas kleineren Maßstab 1:50 gefertigt. Warum Peltzer seinerzeit einige unterschiedliche Maßstäbe für seine "großen Modelle" verwendete ist mir nicht bekannt. Vielleicht sollte der Magirus zu Werbezwecken produziert werden und der Auftraggeber hat diesen Maßstab für den Magirus gewünscht?
Aber hier soll gar nicht über den großen Maßstab philosophiert werden, sondern ich möchte eine neue Bastelei vorstellen. Wer genau hinsieht erkennt schon, wo ich diesmal die Säge, bzw das Messer angesetzt habe.
Er sieht ja ein bißchen so aus, als würde er über das "ganze Gesicht" fett und breit grinsen! :o)

 
Denn das Geheimnis des Magirus liegt unter der Motorhaube. Ein fein detaillierter Motor! Dummerweise lässt sich diese nicht öffnen, sodaß der eine oder andere Sammler vielleicht nicht einmal bemerkt hat, daß das Modell eine so wunderbare Motorattrappe besitzt? Vor Jahren hatte ich schon mal das Fahrerhaus vom Chassis abgehebelt um den Motor betrachten zu können. Beim Sammlertreffen 2011 in Ratingen (Hallo Elmar! ;o)) kam das Gespräch auf diesen Motor und ich habe großspurig angekündigt, die Motorhaube zu öffnen, damit man den Motor auch sehen kann, wenn die Kabine noch drauf sitzt! ;o)

 
Da heute so ein schäbiger Regentag war, ich frei hatte, habe ich mal wieder die Messer gewetzt und mich daran versucht, die Motorhaube zu öffnen. Mit dem Dremel hätte ich zu große Spaltmaße geschaffen. Ein zaghafter Versuch zeigte das! Also blieb nichts anderes übrig, als vorsichtig mit einen scharfen Messer an der Motorhaube entlang zu ritzen. Diese Prozedur hatte ich in ca. 3 Stunden bewältigt. Gefühlt dauerte es jedoch mindestens 10 Stunden!
Das Material ist an manchen Stellen deutlich dicker (zwischen 1,5- 2 mm) als bei den H0-Modellen.
Darum ist die Karosse ziemlich verschrammt und verkratzt da das Messer aufgrund der aufgewendeten Kraft einige Male abgerutscht ist.


Nachdem die Motorhaube heraus geritzt war, stellte sich die Frage, wie befestigt man diese wieder an der Fahrerkabine, ohne kleben zu müssen? Ich wollte ja gerne bei Bedarf die Haube auch schließen können. Eine erste "Anprobe" zeigte nämlich, daß durch das ritzen so wenig Material fehlte, daß die Motorhaube mit geringen Spaltmaßen ziemlich genau in die Ursprungslage passte

 
Was dann so friemelige Dinge angeht bin ich wahrhaftig kein Profi. Also musste ich zunächst mal überlegen, wie ich die Motorhaube aufhänge, daß sie trotzdem klappbar ist. Hier zahlte sich aus, daß ich früher viele Modellbau-Zeitschriften geblättert habe! ;o)

 
Ich habe einfach zwei kurze Stücke Blumendraht mit "Tesafilm" von innen an die Motorhaube angeklebt. Vorher habe ich diese in eine "Scharnierform" gebogen. Diese beiden Drähte kann ich nun in die Rückseite des Armaturenbrett einhängen, nachdem ich
dort zwei Bohrungen gesetzt hatte.

 
Diese Bohrungen lassen sich mit viel Phantasie auf diesem Foto erahnen. Jetzt noch einen Draht ins Chassis gebohrt als Haltestange für die Motorhaube.
Fertig ist die "Schoose"! :o)
Die ganze Mechanik ist ziemlich hemdsärmelig und jeder "Feinmechaniker" würde sich angewiedert abwenden. Aber in der Vitrine macht das Modell einen guten Eindruck und so lange niemand an dem Modell herum rüttelt sitzt die Mechanik stabil genug und die Drahthaken sehen als Scharniere sogar realistisch aus.
Der ganze Umbau fand wieder "frei nach Schnauze" statt, ohne Zeichnung und mathematische Formeln. Und ich bin mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.

 
Den Abschluss macht noch einmal ein Foto vom geschlossenen Modell. Die Motorhaube steht dezent auf, weil ich den Haltestab für die Motorhaube einfach "rustikal" umgebogen und über den Motorblock gelegt habe. Der trägt dardurch etwas auf! ;o) Natürlich gäbe es manches zu verbessern und vielleicht könnte man noch den einen oder anderen Kratzer aus der Haube und der Karosserie polieren. Ich bin aber mit meinen Erstlingswerk mehr als zufrieden und kann nun bei Bedarf den Motor betrachten ohne das Fahrerhaus vom Chassis zu heben.

Ich habe nochmal ein bißchen in meiner Literatur gekramt, um dem interessierten Sammler einige Fakten zum Modell zu bieten und bin da im modellmagazin fündig geworden.

Im mm 5/92 gibt es eine Ankündigung eines Magirus S 3500 im Maßstab 1:43. Dieses Modell soll von Stettnisch auf Bestellung lieferbar sein, besteht aus Metall und soll ca. 300,- (!) DM kosten.

Im mm 6/92 wird das besagte Modell näher vorgestellt. Hersteller ist "Geiger-Modelle, Berlin". Nun ist das Modell im angenäherten Spur 0-Maßstab produziert. Die Bezeichnung lautet weiterhin Magirus S 3500. Bei dem Metallmodell handelt es sich augenscheinlich um eine Kopie des Wiking-Modells. Hinter dem Lenkrad sitzt eine Figurengruppe die von den Wiking VW-Bullis im Maßstab 1:40 bekannt ist.
Das Metallmodell ist ca. 500 g schwer, sehr klobig und stilisiert ausgeformt.

Hans Peter Maerker liefert im selben Heft dann auch eine "Wiking-Chronik" mit einer Holz-Vorserie und einer Kunststoff-Vorserie des Magirus S 6500 wie die richtige Bezeichnung des Modells lauten muss!

Erste Teile des Modells wurden im Herbst 1954 durch A. Kedzierski gefertigt.
Im Herbst 1956 standen dann bis auf die Verglasung alle Bauteile für das Modell zur Verfügung.
Anfang der 60er Jahre wurde dann die Verglasung produziert.
Warum das Modell produziert wurde und warum die Verglasung erst einige Jahre später dazu kam, ohne dass das Modell jemals in den Handel kam, konnte auch H. P. Maerker nicht herausfinden.
Fakt ist wohl, dass nach dem Tod Peltzers einzelne Teile des Modells in die Sammlerszene gelangten und es dann Anfang der 90er zu Abformungen / Kopien kam.

Im mm 4/96 zeigt H. P. Maerker dann ein erstes Vorseriemuster des Magirus S 6500 welches schon ziemlich nah am Serienstatus ist. Lediglich der Motorblock ist in hellgrau abgespritzt und die schmalen Reifen entstammen der SIKU-Produktion.

Im mm 1/97 folgt dann die Vorstellung des Ende `96 ausgelieferten Serienmodells des Magirus S 6500.


Donnerstag, 5. Januar 2012

Weihnachtsgeschenk

Ich habe mir zu Weihnachten einen Traum erfüllt.
Schon lange hatte ich den Wunsch, diesen "Überflieger" von Wiking in meine Sammlung zu bekommen.

Die Lockheed Super Constellation von Wiking ist ein Meilenstein in der Wiking-Geschichte. Leider besitze ich keinerlei Hintergrundinformationen darüber, warum ausgerechnet die "Connie" als Modell in der sog. "Veteranenserie" der Silberlinge verewigt wurde?

Aber alleine durch ihre Ausmaße nimmt sie eine Sonderstellung ähnlich dem Flugzeugträger der Forrestal-Klasse bei den Wiking Schiffen ein.

4 Motoren, eine Spannweite von 19,5 cm und eine Länge von17,5 cm machen das Modellzu einem wahren Giganten.
Gemessen an den heutigen Luftgiganten war das Vorbild in den 50ern eher mickrig. Immerhin konnten aber fast 100 Passagiere befördert werden.

Der silber glänzende Kunststoff lässt den Flieger besonders edel schimmern.
Da die Vorbilder für verschiedene Flotten flogen, hat Peltzer die Modelle immer in silber produziert, damit die Sammler, bzw die Modellbauer ihre Flieger ohne Probleme lackieren konnten, bzw die Flieger wie im Auslieferungszustand der Hersteller glänzten.
Eine gute Idee, wie ich finde!
Den Modellen der "Silberserie" waren immer Nassschiebebilder beigelegt. So auch bei meinem Exemplar. Leider fehlt der eventuell beiliegende Garantieschein und der Beipackzettel mit den Vorbilddaten.
Vielleicht ist daaber noch mal dran zu kommen? Eventuell auch als Kopie?
Der Karton ist zwar restauriert, sieht aber noch ganz manierlich aus. Auf der Seite mit dem Wolkenbild in englischer Sprache beschriftet...
... und auf der Seite mit der blauen Banderole in deutscher Sprache.
Da ich fototechnisch gerne mal etwas herumspiele, hier ein Foto in Sepia, welches hoffentlich den gewünschten nostalgischen Charme versprüht?
Die Großaufnahme zeigt die Motoren. Hier haben die Formenkonstrukteure ganze Arbeit geleistet. Sehr detailliert werden die 18-Zylinder Curtiss Wright Sternmotoren wieder gegeben.

Schade daß auf das Fahrwerk verzichtet wurde. Immerhin gibt es eine Vorserie, die mit Fahrwerk und 3-Flügel-Propellern ausgestattet ist.
Im Bereich der Fensterlinie sorgt eine blaue Lackierung für eie weniger auffällige Formen-Trennnaht. Die Kabinenverglasung ist in blau-transparent eingesetzt.
Worauf der Käufer eines solchen Modells achten sollte sind die beiden kleinen "Antennen" auf der Rumpf-Oberseite. Diese sind sehr filigran und brechen schon mal gerne ab.
Mit einem Strahler angeleuchtet kommt der silbrige Schimmer besonders schön zum Vorschein.
Den Abschluss macht dieses Foto auf dem grandiosen Katalog von Norbert Hoop,
der rein zufällig genau auf der Seite der Super-Connie aufgeschlagen ist.
Zufälle gibt es! ;o)

Dienstag, 3. Januar 2012

in meinem Bücherschrank (7)

Relativ neu in meinem Bücherschrank und auf dem Markt ist dieser prächtige Sammlerkatalog über Wiking-Schiffsmodelle von Ludwig Leinhos.
Din A 4-Format, 382 Seiten, viele hundert, durchweg farbige Fotos mit den entsprechenden Begleittexten helfen dem ambitionierten Schiffssammler sich im "Dschungel" der Wiking-Schiffe zurecht zu finden.

Der Autor ist manchem Sammler sicherlich schon bekannt aus der Zeitschrift Spielzeug Revue, später Spielzeug Antik Revue, in der ab Ende der 90er bis in das Jahr 2001 hinein Artikel von Ludwig Leinhos, bebilder von Gabriele Leinhos erschienen.
Einen ersten Sammlerkatalog zu Wiking-Schiffsmodellen hat Ludwig Leinhos 2006 heraus gegeben.
Dieser liegt mir jedoch nicht vor.
Darum war meine Freude umso größer, daß ich noch eine Ausgabe dieses nur in 50 Exemplaren erschienenen Katalogs direkt vom Autor bekommen konnte.
Die Auflage ist inzwischen ausverkauft.

Die Sortierung der Modelle bezieht sich auf die Ordnungsnummern aus einem frühen Schiffs-Sammlerkatalog, den der Berliner Sammler Prof. Dr. U. Haevecker Ende der 80er Jahre heraus gegeben hat.. Diese Ordnungsnummern haben sich scheinbar in der Sammlerszene etabliert?!
Da ich ja ein Fan und "Ausschließlich-Sammler" der Veteranenserie bin, habe ich mal exemplarisch 2 Seiten der Veteranenserie abgebildet, die einen Einblick in den Katalog geben.

Es gibt natürlich das gesamte Spektrum der Schiffsmodelle im Katalog inklusive Zubehör und Besonderheiten, wie Leuchttürme, Ehrenmal, die Seeflugstation, die Flieger im kleinen Maßstab 1:1250 oder eben auch die Seekarten, Hafenpläne und auch Prospektmaterial.
Ein wirklich umfassendes Werk, bei dem der Autor sich bemüht hat, alle Modelle die jemals die Wiking-Fertigung verlassen haben mindestens einmal in der Original-Version auch im Bild zu zeigen.

Da dürfen natürlich auch die Modelle in den größeren Maßstäben nicht fehlen. 1:830 (Passagierdampfer Titjalengka), 1:666, 1:625 (z.B. die Serie der Landungsfahrzeuge), 1:500 ( Staatsyacht Dannebrog, eine Gemeinschaftsarbeit von Wiking und Pilot?) 1:333 (Wikingerschiffe) und 1:200 (Motorboote, Ruderboote und die großen U-Boote).

Oben schon einmal angesprochen gibt es im Katalog auch immer wieder Hinweise zu Modellen der Firma Pilot. Die Firmengründer Peltzer und Cortsen pflegten ja einen freundschaftlichen Umgang und haben während ihrer Produktionszeit wohl auch Formen sowie Modelle ausgetauscht.
Hier mag der Autor sich bei manchen Modellen auch nicht festlegen, ob das Modell nun Wiking oder doch eher Pilot zu zuordnen ist.
Nur wo es sich eindeutig und ausschließlich um Pilot-Modelle handelt hat der Autor im letzten Teil seines Katalog auch den Pilot-Modellen ein Eckchen gewidmet. Wo es notwendig erscheint, hat der Autor jedoch einen Hinweis beim Modell angebracht, daß das Modell sowohl in Wiking-Preislisten, als auch in Pilot-Preislisten geführt wird.

Auf Preisangaben verzichtet der Autor. Leider verzichtet er aber auch auf Angaben ob ein Modell häufig oder doch eher selten ist, sodaß die persönliche Preisfindung mitunter schwierig wird.
Was das lesen etwas erschwert ist der fließende Übergang der Modelle. Zwar wird jedes neue Modell durch einen fetten, blauen Balken kenntlich gemacht, diesen habe ich beim lesen jedoch häufig übersehen und mich dann gewundert, daß das Modell plötzlich ganz anders aussah.
Wenn hier aber für jedes neue Modell ein Absatz eingefügt worden wäre, so wäre der Katalog vermutlich noch deutlich umfangreicher geworden.
Jammern auf hohem Niveau! ;o)

Fazit:
Ein toller Katalog für den Schiffssammler der keinesfalls im Bücherschrank fehlen sollte. Ein wichtiges Nachschlagewerk in feinster Qualität in dem viel Liebe und Arbeit steckt. Die vielen wunderbaren Fotos machen aus dem Katalog zudem ein feines Bilderbuch.
Dieser hochwertige Katalog hätte sicherlich zwei feste Buchdeckel verdient gehabt.
Wäre die Auflage nicht vergriffen könnte ich mir vorstellen, daß sich auch so mancher "nur Autosammler" dieses Werk in den Bücherschrank stellt?

Montag, 2. Januar 2012

Ende der 22. Umfrage und Start einer Neuen.

Im Dezember wollte ich von Euch wissen, wie Ihr daß mit den Weihnachtsgeschenken handhabt. Lasst Ihr Euch überraschen, oder geht Ihr auf Nummer sicher, kauft die eigenen Weihnachtsgeschenke selbst und lasst sie Euch dann von Euren Liebsten hübsch verpackt zu Weihnachten schenken?
Immerhin 37 Blogleser haben an der Umfrage teil genommen.
34 (91%) Sammler gehen auf Nummer sicher und nur
3 (8%) lassen sich überraschen.
Das Ergebnis war nun keine Überraschung, die geringe Teilnahme schon.
Ist vielleicht auch einfacher ein Häkchen bei "klasse, geht so oder voll mau" zu machen? ;o)

Schnell zur neuen Umfrage:
Zum Jahresanfang ist es wohl so Sitte, nach dem Modell des Jahres zu fragen.
Ich zäume das Pferd von hinten auf. Da ich ja weiß, daß nach der Firma Wiking scheinbar lange Zeit garnichts kommt ;o) frage ich nach, ob Euer Modell des Jahres tatsächlich von Wiking kommt oder doch eher von einem anderen Hersteller? Egal welcher!
Dabei geht es um neue Modelle, keine sog. Modellpflegen. Also echte Formen-Neuheit!