Donnerstag, 26. Mai 2011

Watt neues


Nach langer Zeit gibt es hier mal wieder neue Modellautos in meiner Sammlung zu vermelden. Beginnen möchte ich mit diesem amerikanischen Boliden, im Modell von Brekina im Maßstab 1:87 umgesetzt.
Man mag es kaum glauben.


Der Camaro "Super Sport" Z 28 aus dem Hause Chevrolet wurde Mitte der 60er als Konkurrent zum Ford Mustang gebaut und zielt in die Gruppe der Muscle_Cars.
Das Brekina-Modell erschien in Oktober 2009 im Handel und bildet den Chevrolet Camaro Z 28 von 1972 nach. Im Brekina Autoheft 2009 / 2010 gibt es einen Bericht über das Vorbild (Seite 66 -70).


Die lange, breite Motorhaube, die zwei riesigen "Kulleraugen", flankiert von den kleineren Zusatzscheinwerfern bilden das typische "Gesicht" des Camaro.
Der Grill müsste eigentlich schwarz sein, würde das Modell vermutlich noch etwas bulliger wirken lassen?


Die Linienführung hat Brekina perfekt getroffen. Es gibt das Modell auch noch in schlicht weiß und drei bunten Farben mit Rallyestreifen.
Ich habe mich aber bewusst für die schwarze Version entschieden.
Ein feines Modell, das auch in der Seitenansicht durch einige Detailbedruckungen zu überzeugen weiß. Die Räder mit den Felgen sind ein "Gedicht"!


Ein schöner Rücken kann entzücken. Die Rückleuchten sind bedruckt / bemalt und werden eingerahmt von Spoiler und der wuchtigen Stoßstange. Auch die Heckscheibe wird von einer feinen, silbernen Fenstereinfassung geziert, so wie sämtliche Scheiben ringsum.
Das Modell kostet 11,90,- Euro und ist m. E. jeden Cent wert.
Ich freue mich schon auf die Corvette, die ja für April / Mai 2011 angekündigt war, sich aber wohl leider noch etwas verzögert. Bis sie kommt, kann ich mich ja noch für eine Farbe entscheiden: schwarz? rot? blaumetallic? oder doch goldmetallic???
Fragen über Fragen.....

Sonntag, 8. Mai 2011

Vorbild trifft Modell


Wann hat man schon einmal die Gelegenheit, Original und Modell direkt miteinander zu vergleichen?
An diesem WE war es soweit, denn der örtliche Mercedes Händler hatte zur Neueröffnung seiner Werkstatt und Verkaufsräume den Nachbau des Patent Motorwagens in seinen Räumlichkeiten stehen.
Also das Modell von Busch eingepackt und hingeradelt.Wie tausend anderer Bewohner meines Heimatortes auch! :o(
Die waren allerdings ohne Modell da, wollten aber auch alle "ma gucken!".


Reduziert man den Motorwagen nur auf seine Speichenräder und die wunderschönen Messingnaben kommt man nicht umhin, das Vorbild als Gesamtkunstwerk zu beschreiben.
Informationen zum Vorbild finden sich hier und hier.


Bedingt durch die Tatsache, das die Motorkutsche stets von Neugierigen (wie ich einer bin!) umringt war, musste ich bei der Durchsicht der Fotos zu Hause leider entdecken, daß ich kaum Fotos hatte, auf denen der Benz Patent Motorwagen komplett zu sehen ist.
Zu sehr haben mich die Details fasziniert.
Darum gibt es hier leider nur eine Ansicht der Rückfront, die auch das komplette Gefährt zeigt.


Leider habe ich ebenfalls vergessen, mir genau erklären zu lassen, welche Bauteile welche Komponenten darstellen :o(
Das Rad mit den geschwungenen Speichen ist jedenfalls die Schwungscheibe über die der Motor per Hand (wie eines der folgenden Fotos noch zeigen wird) angeworfen wird. Der hölzerne Kasten beherbergt die Batterie, nun eine moderne, von Bosch!
Bei dem kupfernen Behälter könnte es sich um den Flächenvergaser handeln und der Messingbehälter könnte der Tank sein, könnte aber auch der Behälter für die Wasserkühlung sein?
Da es sich um einen liegenden Einzylinder-Motor handelt ist in dem roten Gusskörper die Brennkammer enthalten, die über die Kurbelwelle und Zahnräder das Treibrad mit dem breiten Riemen betätigt.
Der Riemen wiederum läuft über ein einfaches Getriebe das wiederum den Kraftschluss zu den Kettenrädern herstellt die auf beiden Seiten die Hinterräder antreiben.


Hier der Blick auf die Kurbelwelle mit den Gegengewichten, die über Zahnräder die Riemenscheibe in Bewegung setzen.


Nochmals ein Blick auf die komplette Motoreinheit. Es blitzt und blinkt! Da hatte der Fahrer dieses Vehikels aber auch alle Hände voll zu tun, denn der Motor muss regelmäßig geputzt und geschmiert werden, damit das Benzin nicht dem Lack, dem Holz oder den anderen verwendeten Materialien zusetzt.


Die Lenkung! Man mag es kaum glauben, Zahnrad und eine etwa 1 cm starke (schwache?) Zahnstange bilden die Lenkung dieser Höllenmaschine. Aber es funktioniert.


Das Anwerfen der Maschine bedarf einiger Tricks und ordentlich Muskelschmalz! Es gab keine Richtlinien zum Anlassen, sodaß jeder Anlasservorgang auf das Gefühl und die Intuition des Fahrzeugführers ankommt.
Nicht jeder Ruck am Schwungrad wird mit einem Tuckern belohnt.
Hier hat es aber schon beim 4. Mal funktioniert.
Sehr zur Freude des Fahrzeugführers! ;o)


Wie man sieht, macht die Fahrt allen Beteiligten viel Spaß.
Ein kleines Abenteuer in einer hoch technisierten Zeit!
Immerhin schafft der Motor in der Ebene eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 16 km/h. Leider machen die ca. 0,7 Ps bei knapp 300 U/min schon bei 3 % Steigung schlapp, sodaß der Beifahrer dann absteigen und schieben musste! ;o)


Da ich aus der Tageszeitung erfahren hatte, daß zur Eröfnung der Benz Patent Motorwagen dort sein würde, war ich "vorgewarnt" und hatte zum Fototermin das Buschmodell im Gepäck.
Auf freundliches Nachfragen durfte ich das Modell überall auf dem Fahrzeug in Position bringen um eine Fotoserie zu "schießen".


Das Modellchen im Riemen-Treibrad. Was für ein Kontrast!
Im direkten Vergleich mit dem Original-Nachbau sieht man erst einmal welche perfekte Arbeit die "Busch-Leute" mit dem Modell abgeliefert haben.


Rück-Ansicht vom Modell auf dem Schwungrad des Originals. Auch hier ist die Ähnlichkei verblüffend. Eben nur 87 mal herunter kopiert.


Das Modell auf der Riemenscheibe.


Suchspiel: Wo steckt das Modell?


Eingeklemmt zwischen Fahrgestellrahmen und Holzboden, mit Blick auf die mächtige und doch so schwächliche Antriebkette verschwindet das Modell fast in den Ausmaßen des Originals.


Es folgen einige Fotos des Modells, die eindrucksvoll zeigen, wie gut und detailiert die Viernheimer gearbeitet haben. Das Modell überzeugt durch viele feinste Details und Spielwitz!


Schwungscheibe, Riemenantrieb, Kupfer- und Messingkessel, Batteriekasten, alles vorhanden.
Die feinen Speichenräder, vorne wie hinten sind ein Gedicht.


Die Proportionen sind exakt getroffen. In einigen Details finden sich zum Vorbild Unterschiede, die aber vielleicht auch an den unterschiedlichen Ausführungen der Replikas liegen können. Wie man an der ganz oben gezeigten Plakette ablesen kann, handelt es sich bei der Replika des Benz Patent Motorwagens um die Nr. 139 von etwa 150 Nachbauten. Diese Nachbauten sind in der ganzen Welt verstreut. Selbst im Mercedes-Museum soll so eine Replika stehen, da das Original im Deutschen Museum steht.


Bei meinem Modell handelt es sich um ein limitiertes Modell mit einer Auflage von 4999 Modellen.
Das besondere an diesem Modell ist der Holzsockel in dem im Bereich der Hinterräder eine Rolle eingelassen ist über die die Hinterräder angetrieben und damit über den Gummiriemen die Schwungscheibe mit in Bewegung versetzt werden kann.


Bei diesem Foto kommen die feinen Speichenräder besonders gut zur Geltung. Um die Detailtreue auf die Spitze zu treiben bestehen die Hinterräder sogar aus zwei Teilen.


Ein wunderschönes Modell, daß eigentlich viel zu winzig ist um die wahre Kunst der Modellbauer wirklich zu erfassen. Erst in der Vergrößerung zeigt sich die ganze Pracht dieser einmaligen Miniatur.

Samstag, 30. April 2011

Ende der 14. Umfrage und Start einer neuen.

Im April hatte ich gefragt, wer was sammelt. Ich wollte wissen in welcher Epoche die Schwerpunkte liegen.
Sicherlich keine leichte Beantwortung, sind die Grenzen doch häufig fließend oder eben "Allumfassend". (Gesammelt wird, was Gefällt!).
Hier die Auswertung:
1 (2%) Blogleser sammelt Vorkriegsoldtimer. Der größte Teil der Blogleser, nämlich 21Sammelfreunde (=55%) wenden sich den Nachkriegs-Oldtimern der 50er und 60er Jahre zu und immer noch 14 Leser (=36%)können sich für die Youngtimer der 70er Jahre erwärmen.
Nur 2 Sammler (=5%) werden bei den aktuellen Modelltypen schwach.
Die Beteiligung an der Umfrage war wieder einmal niedrig, könnte den Osterferien geschuldet sein?
Vielleicht lag es aber auch daran, daß viele Sammler ihr Sammelgebiet eben doch "Allumfassend" sehen?
Rückschlüsse auf die Umfrage sind nur schwerlich möglich.
Da alle Sammler wohl im wirklichen Leben keine Old- oder Youngtimer fahren, ist die Abstimmung in sofern erstaunlich, daß nur 2 Sammler aktuelle Typen sammeln.
Lässt die Abstimmung somit vielleicht auch auf das Alter der Sammler schließen?
Man sammelt nur das, was man aus der Erinnerung noch kennt?
Oder üben die Vorbilder der 50er, 60er und 70er Jahre einfach einen größeren Reiz aus? Mehr Charme? Mehr Individualität?
Autos, die man am Klang, an der Karosserie erkennen und unterscheiden konnte.
Nicht so ein Einheitsbrei, wie ihn uns die Autoindustrie heute vorsetzt?
OK, ich gestehe, die Stimme für die Vorkriegs-Oldtimer stammt von mir.
Diese Autos faszinieren mich. Meine Liebe zu diesen Fahrzeugen ist durch die Wiking Klassiker geweckt worden und durch viele aktuelle , echte Oldtimer wie der RR von Ricko, die Austro Daimler von Masterpiece, etc. heiß entflammt.
So wird es vermutlich etlichen Sammlern gehen, die in entsprechenden Epochen sammeln?!

Doch nun zur neuen Umfrage.
Wie ich es schon mal geschrieben habe, gehen mir langsam die Fragen aus.
Aber während ich an diesem Post schrieb, kam mir der Gedanke, mal nach dem Alter der Blogleser zu fragen, damit alle meine Statistiken vielleicht mal im Zusammenhang mit dem Alter der Blogleser in Zusammenhang gebracht werden kann??

Donnerstag, 28. April 2011

Spiegeleien oder "als die Autos laufen lernten"!

Wie der geneigte Blogleser längst weiß (?), hängt mein Herz an den frühen Automodellen der Vorkriegszeit, aber auch an Old- und Youngtimern der Nachkriegszeit.
Wie ich es bei diesem Blog schon angekündigt habe, wollte ich fotografisch mal etwas Neues probieren.
Hier nun erste Ergebnisse:


Der Austro Daimler 23/35, Baujahr 1908 ist nach dem Benz Patent Motorwagen von 1886 mein vorbildmäßig ältestestes Modellauto. Masterpiece hat dieses schnieke Modellchen auf die Räder gestellt. "Isset nich schee"?


Der Rolls Royce Silver Ghost, Baujahr 1922 kommt von Ricko. Das Modell gibt es als offenes Cabriolet oder, wie hier gezeigt in der geschlossenen Variante. Aber das Dach lässt sich abnehmen, sodaß auch die vielen Feinheiten im Inneren betrachtet und begutachtet werden können.


Den Bugatti T 35 T von 1926 habe ich an anderer Stelle hier im Blog schon mal gewürdigt, passt hier gespiegelt aber wunderbar hin. Das Modell stammt ebenfalls von Masterpiece.


Beim Fiat Renntransporter "Bartoletti" streiten sich die "Gelehrten" bezüglich des Baujahres. Ich habe im Netzt als früheste Version 1955 gefunden. 1961 ist er dann für die Scuderia gefahren, sodaß ich mich hier auch traue, das schwere Metalgussmodell von BuB mit den farbenprächtigen Ferraris von Praline / Busch zu zeigen. ;o)


Den Schluss bildet das Mercedes 220 S Coupe ´56 von Starmada / Brekina. Ein wunderschönes Modell, bei dem man wirklich zweimal hinschauen muss um Modell und Wirklichkeit zu unterscheiden.

Montag, 11. April 2011

Ende der 13. Umfrage und Start einer neuen

Im März hatte ich nach dem persönlichen Modell des Jahres gefragt.

Dabei ging es nicht um ein bestimmtes Fabrikat oder Modell sondern nur um die Nennung des Herstellers.
Das dabei BREKINA mit großem Vorsprung führt war für mich keine wirkliche Überraschung.
Wiking ist da doch schon weit abgeschlagen und erstaunlicherweise ist Epoche nicht gerade knapp aber doch dicht auf den Fersen. Das hat mich dann doch überrascht.
Als Verfolger von Wiking hätte ich eher Herpa oder Busch gesehen. Die sind aber komplett leer ausgegangen. Das hat mich ebenfalls überrascht. Keine Stimmen für die beiden großen Platzhirsche?
Sogar für Rietze haben 3 Blogleser gestimmt.
Einige Haben auch für "Sonstige" gestimmt hinter denen ich Firmen wie BuB oder Schuco vermute.

Hier die genauen Zahlen:

Brekina 67 = 61%
Wiking 25 = 22%
Epoche 11 = 10%
Rietze 3 = 2%
Sonstige 3 = 2%
Herpa und Busch 0

Bei meiner nächsten Umfrage geht es darum, was der Sammler wünscht.
Vielleicht liegt Wiking mit seinen neuen Modellen aus der Brot- und Butter-Zeit ja richtig?
Brekina scheint es ja vorzumachen.
Oder könnten die Modelle von Ricko/Busch aus der Vorkriegszeit der Renner werden? Oder doch eher die aktuellen Typen mit denen der Nachwuchs angesprochen werden kann?
Ich will´s wissen! :o)