Samstag, 14. September 2013

Wiking Neuheiten April und Juni 2013

Meine Neuheiten aus dem umfangreichen Neuheiten-Programm der Firma Wiking auf einen Blick.

Der Opel Blitz als Tankwagen, eher Wasserwagen der Feuerwehr war einfach ein "Must have" für die Sammlung.
Unter der Nummer 0861 23 kostet der Kesselwagen ca. 10 Euro.
Die Preise lernen laufen! ;o)

Nach der Änderung des Chassis findet sich auch beim ex Flugfeld-Kesselwagen ein Zughaken.
Die Rücklichter sind rot bemalt.

Der Grill ist bemalt, die Scheinwerfer gesilbert.
Die Fronttüren sind mit dem Schriftzug "Freiwillige Feuerwehr Neustadt" bedruckt.
Auf dem Dach sitzt keck-schräg ein kleines Blaulicht mit rotem Sockel.
Am Fahrerhaus findet sich ein Suchscheinwerfer.
Ansonsten gibt es keinen weiteren SchnickSchnack oder umfangreiche Bedruckung/Bemalung

Der Blick unter das Modell zeigt das geänderte, aber schon vom normalen Opel Blitz bekannte Chassis mit den Öffnungen vorne und hinten, dem Zughaken und der geänderten Bodenprägung gegenüber dem ersten Serienmodell in Militärausführung von 1978.

Der (die?) Borgward Isabella Limousine ist ebenfalls eine Juni-Neuheit, Nr 0185 01 und kostet ca. 10 Euro.
Das besondere an diesem Modell ist die Tatsache, das Wiking an diesem alten Modell Hand angelegt hat und der "Ur-Isabella" A- und B-Säulen spendiert hat.
Die Limousine sah in ihrer Urversion schon merkwürdig unfertig aus. Darum hat Wiking die Form schon 2012 umgebaut und in einer Packung für Idee & Spiel eine erste Isabella an die Sammler ausgeliefert.
Das Echo war zwiegespalten.
Vielen Sammlern gefiel die Verglasung nicht.

Wo immer diese Verglasung herkommt, sie verfügt zumindest über einen gravierten Spiegel.
Die Front ist mit einem "Borgward-Schriftzug" fein bedruckt, der eingestzte Grill und die Scheinwerfer sind gesilbert.

M. M. nach hat die Isabella durch die A- und B-Säule deutlich gewonnen. So ganz nebenbei gefällt mir die Linienführung der Ur-Isabella auch deutlich besser als die der Neuauflage, die m. E. zu hochbeinig und auch insgesamt in den Proportionen nicht stimmig erscheint.
Auch in der Seitenansicht kann die Isabella mit feinen Aufdrucken punkten.

Am Heck wurde ebenfalls nicht mit "Chromglanz" gespart. Sogar die Rückleuchten haben Farbtupfer erhalten.

Ob sich am Chassis gegenüber der alten Form etwas verändert hat, kann ich mangels Vergleichsmodell nicht beurteilen.
Immerhin gibt es neben dem alten WM am Heck das aktuelle Wiking-Logo.
Für knapp 10 Euro ist das Modell sicher für den einen oder anderen eine Versuchung wert? Für mich war´s keine Frage. Das Modell gefällt, wenn auch mit "kleinen" Abstrichen.

Das nächste Modell des Koffer-LKWs Hanomag HD5N mit NSU-Werbung für knapp 11 Euro war ebenfalls ein Muss.
Die zeitgenössische Werbung hat mich gleich angefixt.
Denn eigentlich hat mir der Hanomag als Modell nie so wirklich zugesagt.
Was doch so ein bißchen Farbe ausmacht.

Die Mopeds liegen übrigens im Koffer bei. Ob´s tatsächlich Quicklys sind??

Nee, dass mit der Beigabe war nur Spaß!!
Die Mopeds aus den 60ern passen aber perfekt dazu und hätten das LKW-Modell bestimmt bereichert.
Aber die Wikinger müssen sich ja, nachdem im Oktober der Straßenplan kommt was das Zubehör angeht noch einige Optionen offen halten.
Bin mal gespannt ob Weihnachten tatsächlich das Landhaus kommt. Das wäre ein Knaller!

Bevor es hier zu sehr off topic wird zurück zum Modell.
Farblich finde ich die Kombination von korallenrot, grau und silber sehr gelungen. Der Kühlergrill ist gesilbert, das Hanomag-Emblem farblich abgesetzt.
Macht eine tolle Figur der LKW.

Weil er mir wirklich gut gefällt (als Koffer gab es den Hanomag bisher auch noch nicht), zeige ich ihn hier nochmals in ganzer Pracht.

Das Fahrgestell ist komplett durchbrochen und sehr filigran. Wer´s braucht.....
Für knapp 11 Euro ein faires Angebot.

Das Set Sommerfrische sorgte schon weit vor bekannt werden des im Juni ausgelieferten Set für Aufregung.
Schon längere Zeit geisterten die Teile in Internet-Auktionshäusern als "Vorserien" umher.
Es soll wohl auch Modelle geben, die nicht Wikingtypisch sind, bei denen Einzelteile aus neuen Formen(Silikonformen?) aus anderen (Wikingähnlichen) Kunststoffen nachproduziert wurden.
Es gab aber auch Modelle die keine Unterschiede zu Wiking-Modellen aufwiesen.
Den Spekulationen über das Wie und Warum darüber sind keine Grenzen gesetzt.
Ich werde mich hier nicht beteiligen. Verweise aber auf ein Gutachten:
Gutachten zum VW Bulli, März 2013

Mir ging es aber garnicht so sehr um den Bulli, der mir farblich auch nicht wirklich zusagt, sondern um die beiden Motorradfahrer.
Die kannte ich ja bis dato nur von Prospektbildern.
Auch diese Motorradfahrer sind schon eine Zeitlang in der Sammlerszene bekannt und sorgten dort mitunter für Verwirrung.
Ich möchte hier keinen Vergleich zwischen Alt und Neu anstellen. Dazu wird es demnächst an anderer Stelle noch einen genaue Gegenüberstellung geben.

Der Formenverschleiß beim Bus wird an allen Ecken und Kanten sichtbar.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob Wiking sich mit der Inflation von Modellen aus alten Formen auf lange Sicht einen Gefallen tut??
Nun hat sich dieses Set "Wannsee" unterm Strich rasend schnell verkauft und mancher Sammler ist eventuell auch leer ausgegangen, oder hat seine Packung bei ebay teuer bezahlt.
Dieser Hype ist aber m. M. nach der Vorgeschichte um diese "Vorserien" geschuldet. Der Verkaufspreis von knapp 10 Euro hat zudem zum Erfolg beigetragen.

In der Unteransicht fällt die neue Bodenprägung auf. Somit sind zumindest mit dem Unterteil dieses Modells keine Fakes mehr möglich.
Ich will aber nicht ausschließen, dass es nicht doch den einen oder anderen "Altsammler" gibt, der nicht jetzt noch auf Umbauten hereinfallen könnte?!?
Also "Augen auf beim Wikingkauf!"

Ein abschließendes Bild von den beiden Motorrädern in knalligen Farben, die im direkten Vergleich zu den alten Motorradfahrern doch einige Formenunterschiede offenbaren.
Aber auch hier gilt, geschickt platzierte Modelle in einem Konvolut von Wikingmodellen in einer Internetauktion könnten der Leichtgläubigkeit mancher Sammler Vorschub leisten und die Geldbörse vor Gebotabgabe weit öffnen.
Darauf spekulieren Betrüger.
Die vielen Wiederauflagen machen es dem Sammler von Altmodellen, der seinen Fokus nicht auch bei den neuen Modellen hat nicht leicht hier den Überblick zu behalten.
Fazit zum Set "Sommerfrische":
Für 10 Euro ein faires Angebot von Wiking mit schalem Beigeschmack.

Meine letzte Neuheit aus dem großen Paket von Neuheiten und Modellpflegen von Wiking der letzten Monate ist der BMW 501 als Polizei-Version im Spur N Maßstab.

Mir gefällt der "Barockengel", wenngleich das Heck im Vergleich zum H0-Pendant etwas zu gestreckt erscheint.
Die Polizeiversion besticht durch ein filigranes Blaulich (dem Sockel hätte man vielleicht noch einen Farbtupfer spendieren können?).
Über der Frontscheibe prangt der Polizei-Schriftzug.
Die schwarzgrüne Karosserie entspricht vermutlich nicht der Vorbildfarbe?
Den Scheinwerfern hätte man vielleicht auch noch etwas silber spendieren können?!

Über dem Heckfenster wiederholt sich der Polizei-Schriftzug. Auch am Heck hätte etwas Farbe das Modellchen aufgewertet.

Der Vergleich von Klein und Groß zum Abschluss darf nicht fehlen.
Zum Preis von knapp 6 Euro ist der BMW in N sicherlich kein Fehlkauf.

Freitag, 13. September 2013

Gartenstammtisch 2013

Im August war es wieder soweit. Ein bekannter Sammler rief und alle kamen.
Irgendwo in der Republik, unter einem mächtigen Kirschbaum, auf hölzerner Terasse in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem kleinen Teich mit munter sprudelnder Quelle fand der legendäre Gartenstammtisch statt.

Neben einigen ausgewählten Themen standen natürlich auch die frisch ausgepackten August-Neuheiten von Wiking im Fokus.
Wiking-Modelle bieten doch immer wieder Anlass für angeregte Unterhaltungen.

Das Wetter war sensationell, nicht zu sonnig, nicht zu kalt, also genau richtig.
Eine kleine Truppe aus OWL hat sich auf die Reise begeben um mit Sammlerfreunden zu tafeln.
Die Dame des Hauses sorgte sich wieder sehr um das Wohl der Gäste. Herrlich würzig/feurig mariniertes Fleisch (für die Weicheier gab es "Memmenfleisch"!) und knackiges Gemüse füllte die Mägen der hungrigen Gäst.
Gut das einige noch Platz für die Grillspezialitäten gelassen hatten.
Denn anders als in den letzten Jahren fing der Gartenstammtisch diesmal etwas früher mit Kaffee und Kuchen an.

"Sag´s durch die Blume"!

"Ja, Hallo, nein, hier ist nicht der blaue, sondern der orange Klaus. Spreche ich mit die Firma Löwensenf? Ich hab´ da nämlich eine janz tolle Entdeckung gemacht und das wollte ich Sie immer schon ma sagen!"
Irgend etwas muss in der Torte gewesen sein?

"Herzlich Willkommen".
Leider bin ich zu spät gekommen um die Torte noch in Gänze zu zeigen.
Da hat sich jemand richtig Mühe gemacht!
Eine tolle Idee hungrige Wikinger Willkommen zu heißen.

Das Thema der Veranstaltung lautete u.a.: alte MB Pritschen-LKW 5000, 3500, 321, 1413.
Also beginne ich mal mit den 321ern. Die 1413er sind mir irgendwie entgangen!

Es folgen die 3500er und die 5000er mit und ohne Kohlenladung.....

.... in vielen unterschiedlichen Färbungen.....

......"normale Modelle" und Raritäten!
Von allem etwas.

"Boah ey, ich kann nicht mehr hingucken!"
"Echt? Ich auch nicht!"
"Na gut, gucken wir ebent woanners hin!"

Ratlose Mienen!
"Ich kann die Modelle im Rivarossi-Prospekt nicht finden. Dafür sind Modelle drin, die gibts eigentlich garnicht!"

Ich liebe Fotos von der "Super-Duper-Leuctlupenbrille".
Darum hier die 273 Aufnahme!

Da der Vortrag zu den Karmännern beim letzten Stammtisch (zu vorgerückter Stunde) sehr gut ankam, obwohl unisono zu hören war, dass der für die noch vorhande Konzentration einfach zu spät kam,
gab es jetzt wieder zwei Fachvorträge für das staunende Publikum.
Der erste engagierte Vortrag handelte vom unverglasten "Stromlinienbus".

Gleich das erste Foto zeigt, dass der Bus zwar unverglast, aber nicht fensterlos war. Darum musste auch zwingend eine Einrichtung eingebaut werden.
Diese Exemplar besitzt keine Fahrgäste, es gibt aber Exemplare die mit Passagieren (Kutscher von Pferdefuhrwerken)bestückt waren.

Da es aber vermutlich bei der Produktion dieser Busse mit durchbrochenen Fenstern zu Problemen kam (?) wurde das Modell schon nach kurzer Zeit geändert, bzw eine neue Form hergestellt (?).
Die Bodenplatte ist glatt und zeigt als Prägung das klassische WM. Die Farben dieser Busse sind mitunter recht bunt und manchmal finden sich neben grauen und weißen auch bunte Räder auf festen Achsen.

Eine Gepäckbrücke gab es noch nicht und am Heck zeigt sich über dem Nummernschild eine kleine Rückleuchte(?).

Ob die Busse mit Gepäckträger eine "Evolutionsstufe" darstellen, oder ob es Busse mit und ohne Gepäckbrücke gleichzeitig gab, ist mir nicht bekannt.
Bei dem braunmelierten Bus handelt es sich möglicher Weise um ein Exemplar welches ohne Lackierung die Wiking-Werkshallen verlassen hat. Die roten Räder machen aus diesem schönen Modell einen Eye-Catcher.

Die Bodenplatte ist glatt mit WM-Prägung.

Gahanz in Grau, mit einem.....
Der graumelierte Bus scheint tatsächlich so ausgeliefert worden zu sein, denn die Nummerschild-Bemalung wirkt authentisch. Was auffällt ist die fehlende Rückleuchte über dem Nummernschild.

Unvermeidlich, der PTT-Stromlinienbus.

Der Blick aufs Dach zeigt, dass die Gravur des Gepäckträgers nicht mittig sitzt.
Ob dies so beabsichtigt ist, oder ob dies eine, dem Vorbild entsprechende Notwendigkeit darstellt, entzieht sich meiner Kenntnis.

Ein lackierter Bus der letzten Ausführung. Grill und Scheinwerfer gesilbert....

...am Heck ohne Bemalung.

Das Chassis zeigt die letzte Form mit geänderter Bodenprägung und Rollachsen. Die roten Räder harmonieren gut mit der cremefarbenen Lackierung des Busses.

Gebannt lauschen die Herrschaften den Ausführungen des Sammlerfreund.

Weiter gings mit dem 2. Fachvortrag. Hier möchte ich nicht zu weit vorgreifen, da an dieser Stelle noch darüber berichtet wird.
Nur so viel: Es geht um Formenunterschiede bei alten Motorradlern und deren Wiederauflagen.

Und von denen (Alt und Neu) hatte der Sammler einiges im Gepäck.

Und nicht nur von Wiking, sondern auch besonders farbenfrohe Exemplare von Lego.

Viel zu schnell war der Tag verflogen.
Es wurde viel gelacht, geredet und ge- und bestaunt.
Mein Dank gilt allen Anwesenden für einen gelungenen Tag, meinen Chauffeuren die mich sicher hin und wieder nach Hause gebracht haben, den Sammlerfreunden, die eine ganze Weile meine neuen alten Vitrinen durch die Gegend gejuckelt haben (sie hängen übrigens inzwischen und warten auf ihre Bestückung).
Mein Dank gilt aber besonders dem Gastgeber und seiner Gemahlin, die uns bewirtet und ausgehalten haben.
So schlimm kann es nie gewesen sein, sonst würde sich die Tradition wohl nicht fortsetzen?! ;o)
Vielen Dank für Speis und Trank, für die angenehme und ungezwungene Atmosphäre und die schönen Stunden.