Montag, 2. Juli 2012

Stammtisch OWL, Juni 2012

Am vergangenen Freitag, den 29.06.2012 war es mal wieder so weit.
Die Sammler des OWL-Stammtisches und die Sammler des HI-Stammtisches trafen sich nach laaanger Zeit mal wieder an bekannter Stelle.

Den Reigen der dort gezeigten Modelle eröffnet dann auch gleich ein aktuelles Wikingmodell neben seinem antiken Bruder.
"Glück auf, der Henschel kommt".
Und der kommt mit Macht, wie das toppaktuelle Sondermodell aus der Lechtoys Edition zeigt.
Man darf gespannt sein.

Weiter geht es mit Wiking-Serienmodellen und Farbumbauten der Extraklasse.
Hier hat ein Sammler (der übrigens zum ersten Mal dabei war) mit viel Kreativität neue Modelle geschaffen, ohne zu schnippeln oder zu lackieren, die durchaus so von Wiking in der Serie hätten kommen können.
Well done und Hut ab!

Auch bei diesen unterschiedlichen Zeitfracht-Modellen hat sich oben rechts ein aktuelles Serienmodell dazwischen gemogelt.
Der kleine MB-LKW aus dem Set "die Kubischen".

Opel Blitze, so weit das Auge reicht.....

Von den H0ern zu den Kleinsten in 1:200:
"viele, viele bunte Spielsteine".
Meine Güte, gibt es da viele unterschiedliche Farben.
Das hätte ich nicht gedacht!

Giftgrün, Froschgrün, Leuchtgrün...
Ich weiß es nicht.
Ist auf jeden Fall eine echte Schau und natürlich deutlich größer als die zuvor gezeigten Winzlinge, nämlich 1:50.
Schicke Farbkombi in leuchtgrün/schwarz mit den weißen Rädern.

Wer hier doppelt sieht, ist nicht betrunken! ;o)
Sicher nicht alltäglich und nach dem Treffen in alle Winde verstreut!
Dieses Set stammt von Renner/Cursor und soll nur für Kundenberater der MB-Niederlassungen gefertigt worden sein.
Exclusive, schwere Qualität auf furniertem Holzsockel und Filzunterlage mit Messingschildchen und hochwertiger Plexiglas-Vitrine.
Die darin enthaltene Motorkutsche stammt natürlich von Wiking! Maßstab 1:40.

Weiter geht es mit Replika-Modellen von Epoche.
Herr Plattner hat von ganz frühen BuB-Modellen Silikonabformungen genommen und für Sammler wenige Nachproduktionen aus diesen Formen hergestellt und in authentischen Farben lackieren lassen.
Ich zeige hier die komplette Serie aller 8 produzierten Modelle.
Wer daran Gefallen findet, sollte mal  hier bei meinem Lieblingsdealer nachfragen.
Noch sollen die Modelle lieferbar sein.

Mir persönlich gefällt das gestreckte Cabrio besonders gut.
Den Freunden der HP alte Modellbahnen sollte dieses Modell möglicher Weise  bekannt vorkommen?

Beide lieferbaren Versionen vor und auf den zugehörigen Kartons.
Das Cabrio erinnert ein wenig an den Mercedes 540 K.
Weitere Infos zu den Modelle (wie hoch limitiert, wie teuer) kann ich leider nicht liefern, da mein Lieblingsdealer die Modelle ganz frisch ausgepackt hatte und selber noch keine Infos dazu besaß! ;o)

Der Unterboden zeigt das Logo "Zwerg auf Schnecke".

Weiter geht es mit einem Kleinserien-Modell ganz aus Metall gefertigt.
Unglaublich fein detailliert mit abnehmbaren Container, sauberer Lackierung und wunderbaren Rädern.

Damit keine Fragen bezüglich des Herstellers aufkommen, zeige ich das Modell auf der OVP.

Wem mag dieses Tempo-Modell wohl gehören?
Rrrrrichtik, dem Tempo-Stapler! ;o)
Epoche-Messemodell.

Bunt, bunter, Kirmesmodelle und Fernostimporte!
Das es die Asiaten mit dem "Kopierschutz" nicht immer so genau nehmen, zeigen diese Modelle.
Hinten ein Road-Train von Matchbox, davor mit der roten Zugmaschine eine Asienkopie!
Daneben ein Tanksattelzug von LEGO und darunter der Petrol-Tanksattelzug ebenfalls eine fast identische Kopie aus Fernost des LEGO-Tankaufliegers.
Auf die beiden bunten Modelle rechts unten gehe ich beim nächsten Foto noch ein.

Bei diesen farbenfrohen Modellen könnte es sich zumindest bei den Aufliegern um Corgi-Kopien handeln? Ich hatte da mal so ein Modell eines Circus-Pferdetransporters.
Bei den Plastik-Modellen handelt es sich um sog. Kirmes-Ware, die an Losbuden oder ähnlichen Buden als Preise ausgelobt oder auch verkauft wurden.

Passend zu den Modellen konnte der sammler auch die Kartons vorweisen.
Erste Sahne.
Darum liebe ich den OWL-Stammtisch, weil er immer auch einen oder mehrere Blicke über den Tellerrand gewährt.
Vielen Dank dafür!

Weiter geht es mit den Automodellen eines bekannten Modellbahn-Herstellers.
LIMA!
Von LIMA kommt die FIAT-Zugmaschiene mit diversen Aufbauten und Anhängseln.
Der Tanksattelzug ist sogar der von Wiking sehr ähnlich! Praktischer Weise liefert der Sammlerfreund die Vergleichsmodelle gleich mit! :o)
Rechts unten die rote LIMA Zugmaschine zieht einen ziemlich langen Culemeyer, der die langen Waggons auf denen zwei 40ft Container verladen werden können weiter befördern kann.
Dazu können zwei kurze Culemeyer gekoppelt werden.
Eine pfiffige Idee von LIMA!

Auch das hatte LIMA im Angebot:
eine Container-Verladestation, inklusive speziellem Container-Hubkran. (heißt der so?)
Irgendwie kommen mir diese Sachen so bekannt vor.
Wer kennt die nicht aus den Quelle- und Neckermann-Katalogen der späten 70er Jahre?

Das aufwendige Modelle des "Greifers" wartet mit vielen Spielmöglichkeiten und Funktionen auf.
Ganz großes Kino.
Da kann man wieder Kind sein!

Der Circus kommt! FIAT Zugmaschine mit Raubtierkäfig-Sattelauflieger, daneben zum Vergleich eine Zugmaschiene in hellblau!

Warum ich dies Modell hier zeige?
Das macht mir den Schwenk auf die Macher und Teilnehmer einfacher! ;o)

So kann jeder nach seiner Facon auf Motivsuche gehen und wird bei dem vielfältigen Modellangebot bestimmt fündig!
Hier ein handgemachtes Werbemodell!

Buntes Treiben!

Irgendwo gab es immer etwas zu gucken oder zu plaudern oder einfach nur zu träumen!

Die Lokalität passt perfekt und unbehelligt von den anderen Gästen können wir in der Bergklause "tafeln".
Egal was! ;o)

Und was ausgepackt wurde musste dann auch zumEnde des Treffens wieder eingepackt werden!
Jungs, es war mal wieder ein unterhaltsamer Abend!
Besten Dank für die gute Atmosphäre, die angeregten Gespräche und die vielen tollen Modelle.
Ich hoffe, wir sehen uns nach den Sommerferien alle gesund und munter wieder?
Vielleicht findet sich ja in den Ferien noch der Eine oder Andere zum gemeinsamen Besuch der SIKU-Wiking Modellwelt.
Schaun wir mal.

Sonntag, 24. Juni 2012

Mal keine Wiking-Flieger!

Nach den gigantischen Giganten ;o) (hier übrigens eine Wiking Me 323) will ich nun mal auf Flugzeugmodelle im Maßstab 1:200 eingehen, die nicht von Wiking produziert wurden, aber nicht minder interessant sind.

Die Firma Schowanek/Hansa, oder besser bekannt unter dem Namen "Hansa" ist eigentlich für ihre Schiffsmodelle und Hafenbausätze bekannt.
Des öfteren tauchen aber auch Flugzeugmodelle in Weißmetall auf.
Mir ist diese Verpackungsform im Tütchen mit einem angetackerten Pappschild bekannt.

Die Do 28 besteht im Modell nur aus wenigen Teilen. Eine Bauanleitung sucht der Laie vergeblich, der Modellbauer wird die Einzelteile allerdings intuitiv zusammenkleben ("Superkleber"). Schmerzlich vermisst bei diesem Bausatz habe ich zugehörige Kennungen oder Hoheitszeichen.
Hier ist wohl Eigeninitiative gefragt?

Die Polikarpow Rata besteht aus ebenfalls nur wenigen Einzelteilen, die selbsterklärend zusammengefügt werden können.
Einen Bemalungshinweis oder gar Nassschieber sucht der Modellbauer aber vergebens.
Hansa hat eine ganze Reihe dieser Weißmetall-Flieger produziert, die auch heute noch recht häufig auftauchen und je nach Variante für wenig Geld zu bekommen sind.

Wesentlich seltener dagegen sind die folgenden Bausätze von Mercator, diesmal in Kunsstoff:

Die Nieuport 28, ein Doppeldecker von 1918.
Mercator liefert im Gegensatz zu Hansa eine Bauanleitung mit.
Alle Einzelteile hängen noch am Spritzling, sind durchgefärbt und unbemalt.
Leider verzichtet auch Mercator auf Schiebebilder um eine entsprechende Kennung anbringen zu können.

Der Blick auf den Gießast zeigt eine Vielzahl feinster Bauteile.

Das nächste Modell ist deutlich aktueller und zeigt den Transporthubschrauber Aerospatiale SA 330 Puma.
Auch hier wieder ein vorgefertigter Rumpf mit wenigen Anbauteilen in olivgrün.

Die Bauanleitung lässt keine Fragen aufkommen. Mercator liefert eine kurze Beschreibung des Vorbilds mit und verweist beim Zusammenbau des Modells auf im Handel erhältliche Abziehbilder. Ob diese direkt von Mercator erhältlich waren, oder ob es andere Firmen gab, die diese Abziebilder fertigten ist mir nicht bekannt.
Vielleicht weiß ein Blogleser mehr?

Ein weiteres Hubschraubermodell von Mercator ist der MBB Bo 105, ein kleiner Mehrzweckhubschrauber. Alle wesentlichen Merkmale des Vorbild finden sich am Modell wieder.

Ein weiterer französischer Doppeldecker aus dem 1. Weltkrieg wurde mit der Spad XIII von Mercator ins Modell umgesetzt.

Die Bauteile entsprechen in ihrer Anordnung der Nieuport. Ähnlich filigran und diffizil.
Wer diese Modelle bauen möchte, muss fingerfertig sein und sollte gute Augen haben!
Also nix für mich! ;o)

Die Modellbauer bei Mercator schienen ein Faibel für Doppeldecker des 1. Weltkriegs zu besitzen?
Denn mit der Albatros D III folgt der dritte Flieger.
Diesmal ein deutscher Jagd-Einsitzer von 1917.

Rumpf und Flügel sind wieder fertige Bauteile, die mit den winzigen dünnen Streben zu einem Ganzen montiert werden müssen.

Der letzte Bausatz von Mercator in meiner Sammlung ist der Doppeldecker Fokker D VII von 1918.
Interessant ist der geteilte Heckflügel. Bei den anderen gezeigten Modellen ist dieser immer ein einzelnes Bauteil.

Es gibt von Mercator auch den bekannten Fokker Dr. I Dreidecker, der durch den "roten Baron" Manfred von Richthofen berühmt wurde.
Leider fehlt dieser außerordentliche Flieger in meiner Sammlung.

Dafür fanden nun zwei ungewöhnliche Metall-Fertigmodelle in OVP in meine Sammlung:

Zwei unterschiedliche Hersteller, zwei unterschiedliche Typen.
Beginnen möchte ich mit dem japanischen See-Doppeldecker:

An diesem Modell hat mich die Komplett-Zusammenstellung mit OVP und Holzsockel gereizt.
Davon ab, daß ich ältere Flieger, vorzugsweise Doppeldecker und dann noch mit Schwimmern ansprechender als moderne Düsenjets finde.

Die japanische Kawanishi K5Y2, genannt "Willow" in der vorbildgerechten grauen Lackierung mit den entsprechenden Hoheitszeichen und den roten Markierungen auf den Schwimmern ist sehr fein detailliert.
Der Hersteller Konishi fertigt neben Flugzeugen in unterschiedlichen Maßstäben auch Schiffe.
Wer dem Link folgt, findet unter der Nr. 2023 den hier gezeigten Flieger.

Hier mal die "Schokoladenseite". ;o) Denn leider hat mein Modell wohl schon einmal eine Bruchlandung hingelegt?

Der von vorne gesehen rechte Schwimmer ist samt Haltegestänge nach innen geknickt und die rechte Flügelstütze ist auch angeknackst, Dabei kommt das blanke Metall (Messing?) zum Vorschein.

Ansonsten macht der Flieger einen tollen Eindruck.

Der nächste Flieger lag in dieser Plexi-Box mit dem gezeigten Aufkleber.
Die Firma Historia Aeronautikus ist mir unbekannt. Auch "googlen" brachte keinen wirklichen Treffer.

Die Rückseite der Verpackung zeigt diesen Aufkleber.
Hinter dem Logo verbirgt sich der Händler Ships and more.
Besten Dank für den Hinweis an ......

Mein Interesse war aber beim in der Schachtel enthaltenen Modell geweckt.
Dieser Lastensegler DFS 230 ist zwar getarnt und mit entsprechenden Hoheitszeichen versehen, könnte aber durchaus auch bei zivilen Stellen zum Einsatz gekommen sein.
DSF steht übrigens für Deutsche Forschungsanstalt für Segelflug.

In der Ebay-Versteigerung waren die Außmaße dieses Modells nicht so richtig ersichtlich.
Als der Flieger dann bei mir eintraf entpuppte sich das Modell doch kleiner als erwartet.
Mit einer Länge von 55 mm und einer Spannweite von 110 mm ist der Lastensegler doch eher klein.

Die Detaillierung ist gut, genau so wie die Lackierung. Die Kanzel ist in Chromsilber gestaltet und vermittelt so den Eindruck von echter Verglasung.

Die Tragflächenverstrebung ist leider nicht auf beiden Seiten gleich verklebt, wird aber nur in dieser Ansicht offensichtlich.

Von unten ist der Flieger in der typischen hellgraublauen Farbe lackiert. Die Bugnase wird noch durch eine Schiene gesichert, falls der Segler mal hart aufsetzt! ;o)
Das Heck zeigt noch die Nachbildung eines Sporn (?).
Ein feines Modell, daß meine Sammlung bereichert.