Samstag, 22. November 2014

Was ist ein richtiges (!) Wikingmodell??

In einem Wiking Modellauto-Forum habe ich einen interessanten Post entdeckt.
Dort stellte jemand einen Bus vor und fragte, ob es den mit der Beschriftung eines Brillenherstellers gegeben hat.
Mich hat nicht so sehr die Frage interessiert, eher die Antworten darauf haben mich stutzig gemacht.

Da wurde geantwortet, dieses Modell stehe so nicht in der Wiking-Datenbank, somit könne es nicht echt sein!
Andere erkannten auf dem Foto Reste von Trägerfolien eines Nassschiebers (für Wikingmodelle ab den 90er Jahren eher unüblich) und zweifelten aus diesem Grund die Echtheit an.

Eine Antwort hat mich aber richtig ins schleudern gebracht.
Nämlich: "Richtige Wiking Modellautos gibt es im Fachhandel!"

Hm, dass lässt mich ratlos zurück.

Klar, die Intention dahinter verstehe ich schon. Wikingautos in der OVP, die offiziell durch Bildpreisliste angekündigt, im Handel angeboten werden und augenscheinlich eine unversehrte Verpackung besitzen sind richtige Wiking Modellautos.

Oder???

Was sind denn nun falsche Wiking Modellautos? (Diese Frage stellt sich natürlich im Umkehrschluss, wenn es scheinbar richtige Wiking Modellautos gibt.)

Alle Wikinger, die nicht in der Datenbank gelistet sind?
Alle Wikinger, die nicht in diversen Auktionshäusern und deren Katalogen und Handbüchern auftauchen (hüstel!)
Ich denke über die Angebote bei ebay braucht man nicht viel diskutieren.

Oder andersherum, sind alle Modelle dieser Auktionshäuser richtige Wikinger?

Bietet der Fachhandel ausschließlich richtige Wikinger an?

Da schließt sich gleich die nächste Frage an: Ist auch der ein Fachhändler, der neben Neuware auch, oder ausschließlich Antiquarisches verkauft?
Kann ich da blind vertrauen?

Stehen in der Datenbank nur richtige Wikinger?

Jetzt wird es kompliziert!
Sind fachmänisch restaurierte, stimmige Wikingmodelle noch richtige Wiking Modellautos?
Sind sog. Vorserien richtige Wiking Modellautos?

Was adelt ein richtiges Wiking Modellauto?????

Bei Neuware der letzten paar Jahre muss man sicher nicht viel dikutieren, schwierig wird es bei älteren Modelle ab Anfang der 80er rückwärts. All diese Modelle gab es irgendwann mal im Fachhandel.
Bastler haben daraus neues, unbekanntes gestrickt.
Richtige Wikinger oder Falsche???

Bei aller Betrachtungsweise über Richtig oder Falsch wünsche ich allen Sammlern stets den richtigen Blick dafür.

Damit ist die Diskussion über Richtig und Falsch eröffnet.
Beste Grüße
Martin

P.S.: Bezüglich des Themas gibt es eine Datenbank der ich blind vertraue: kneule's wiking standard project. Dieser Sammler geht den Dingen mit der SuperDuperLeuchtlupenbrille auf den Grund und beschreibt nur dass, was er mit eigenen Augen gesehen hat.

Montag, 17. November 2014

Tag der offenen Tür beim MEC Bad Oeynhausen-Löhne e.V.

Der Modelleisenbahnclub Bad Oeynhausen-Löhne e.V. öffnete am vergangenen WE mal wieder für Besucher, Zuschauer, große und kleine Spielkinder seine Türen.
Da wollte ich, einer Tradition folgend auch mal gucken was sich so übers Jahr getan hat.
Beginnen möchte ich mit meinen persönlichen Favorit, der Spur 1-Bahn:

Ein älteres Pärchen hat es sich auf dem Bahnsteig gemütlich gemacht. In der guten alten Epoche III spürte man noch nichts von Hektik und Eile.

Wartung an einer Diesellok. Wahnsinn, was in dieser Größe alles machbar ist.

Das klappern der Pferdehufe auf dem Kopfsteinpflaster ist schon von weitem zu hören. Liebevoll gestaltete Szenen wie das Fuhrwerk, dass durch Stadttor fährt findet man auf dieser, besonders für Brillenträger und Sehgeschwächte ;o)geeigneten Anlage zu hauf!

Das kleine Dörfchen ist umgeben von einer trutzigen Stadtmauer.

Herr Meierwipperführt ist stolzer Besitzer eines niegelnagelneuen DKW. Funkelnd glänzt der Lack in der Sonne.

Während der Motorradler eine Panne selbst behebt, interessieren sich die Dorfscheriffs für die Ladung des Kleinlasters. Ist auch alles richtig verzurrt?

Diese "besch..." Szene habe ich in einenm früheren Post schon einmal aus einem anderen Blickwinkel gezeigt, nun auf Augenhöhe mit den kleinen Scheißern. :o)
Dabei fällt auf, dass so eine Anlage auch gepflegt, entstaubt und spinnenwebfrei gehalten werden muss! Nahaufnahmen sind da gnadenlos.

Da macht man manchmal große Augen!

Wer hat den Käse zum Bahnhof gerollt?
Den Mäusen ist es egal.....
Großartig, was in diesem Maßstab alles möglich ist.
Auch ist es eine Freude, den Loks bei der langsamen Fahrt zuzusehen, wie sich das Treibgestänge bewegt, wie die Geräuschelektronik im Gleichklang mit den Kolben tuckert.
Wenn man bei der Vorbeifahrt in die Waggons schauen kann, die natürlich auch im Inneren fein detailiert, beleuchtet und mit Passagieren besetzt sind.
Schaut es Euch einfach selbst an!!

Weiter gehts mit der Lehmann-Gartenbahn, ebenfalls im Großmaßstab.
Hier ist der Kopfbahnhof neu hinzu gekommen. Dafür ist die Wallücke-Bahn umgezogen.
Im Gegensatz zur Spur I-Anlage wirkt die LGB-Bahn immer etwas spielzeughaft. Das soll nicht abwertend gemeint sein, denn auch diese Modellbahn hat ihren ganz eigenen Charme. Wenn die dampfenden Länderbahnen mit den bunten Waggons ihre Runden drehen, bleiben die Zuschauer stehen und staunen. Besonders Kinderaugen glänzen.
Ziel erreicht! :o)

In der Bahnhofseinfahrt wird gebaut. Nordumgehung??

Das schöne Wiehengebirge lädt Wanderer sogar in alpenländischer Tracht zu Exkursionen ein.

Die H0-Bahn habe ich schon öfter gezeigt, darum nun nur ein kurzer Streifzug über die Anlage:
Da ich die ländliche Umgebung schätze, darf der Bauernhof mit Deutz Traktor nicht fehlen.

Dampfspeicherloks sind Exoten auf der Schiene. Darum an dieser Stelle mal so eine giftgrüne Lok. ;o)

Neu ist das Autokino. Und wie es der Zufall will, läuft ein Modellbahnfilm! :o)

Die meisten Veränderungen hat es m. E. auf der Spur N-Anlage gegeben.
Das Bergdorf ist schon etwas älter.

Ob der Wohnwagen von Peter Lustig im letzten Jahr schon an diese Stelle stand weiß ich nicht mehr genau.
Das Äffchen ist vielleicht ein Hinweis auf "den Planet der Affen"?

Die Landmaschinen-Werkstatt ist auch schon älter, aber immer wieder schön und beweist vor allem eindrucksvoll, was auch im kleinen Maßstab möglich ist.

Die große Stadtkirche (oder schon fast ein Dom) ist malerisch ins Grün eingebettet.

Auf dem Rummel ist richtig "Äktschen". In der Stadt auf dieser schönen Spur N-Anlage ist über das Jahr tüchtig gewerkelt worden. Wenn ich mich richtig erinnere, war hier im letzten Jahr alles erst halbfertig.

Die alte Tankstelle mit Werkstatt signalisiert schon von weitem welchen Autotypen sich der Schrauber verschrieben hat.

Reger Betrieb auf dem Werksgelände.

Ein letzter Blick auf das Bahnbetriebswerk. Alleine hier kann man längere Zeit stehen und sich in die vielen feinen und kleinsten Details versenken.
Zwischen Betriebswerk und Fabrik ist noch Platz für ein großes Industriegelände. Erste Gebäude lassen schon erahnen, dass dort noch Großes geplant wird. Vielleicht im nächsten Jahr??

Wer schauen möchte, hat dazu am kommenden WE noch einmal Gelegenheit.
Am Samstag und am Sonntag, den 22. und 23. November gibt es noch einmal Gelegenheit den Eisenbahnfreunden über die Schulter zu schauen, an der Tombola teilzunehmen oder eine Kleinigkeit beim Second-Hand-Markt für die eigene Bahn zu erwerben. Der Eintritt beträgt 3 Euro für Erwachsene, 1 Euro für Kinder und Familien zahlen 6 Euro.
Von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr ist Einlass. Manchmal ist "die Hütte" schon richtig gut besucht, dann bedarf es etwas Geduld um einen Platz in der ersten Reihe zu ergattern. Wer also noch nichts vor hat.....

Samstag, 8. November 2014

OWL-Stammtisch, der letzte in 2014

Am Freitag, den 7.11. war es mal wieder soweit. Der Stapler-Doc rief und eine Schar Modellauto-Verrückter (hauptsächlich Wiking Modellauto-Sammler) trafen sich an altbekannter Stelle mit Porta-Blick.
Natürlich hatten die Sammler auch wieder einige nette Plastikmodelle im Gepäck.
Hört sich etwas despektierlich an, ist aber gaanz anders gemeint. Besitzen doch viele Modelle echten Kult-Status und einen entsprechenden Wert, der den Laien staunen und ungläubig den Kopf schütteln lässt.
Aber Wiking Modelle sind nicht nur Spielzeug oder schmückendes Beiwerk zur Modellbahn sondern längst Sammlerobjekte mit künstlerischem Status.
Los gehts mit einem Allerweltsmodell:

Der Hanomag Radlader steht vermutlich in fast jeder Wikingsammlung, auf vielen Modellbahnen oder Dioramen und darf somit getrost als graue Maus eingestuft werden.

Was aber einigen Modellfreunden nicht unbedingt bekannt ist, dass es dieses Modell in vielen Varianten, Farben und Formunterschieden gibt.
Hier einige Farbvarianten und das Werbemodell für Hanomag mit Klebchen auf der Schaufel.
Der interessierte Sammler kann
hier oder hier nachschauen.
Dort findet man auch viele Detailaufnahmen zu den Formunterschieden.

Weier gehts mit den Kipp-Sattelzügen mit MB Rundhauber-Zugmaschinen.
Auch hier gibt es farbliche Unterschiede und Formvarianten, z.B. mit und ohne Heck-Eckfenster. :o)

Eine kleine Rarität: die Geschenkpackung 2180 mit 3 Baufahrzeugen.

Die aktuellen Sonder- und Werbemodelle dürfen auf dem Stammtisch nicht fehlen.

Einen Hingucker möchte ich vorstellen: Der farblich "verschmutzte" Fendt Traktor. Sieht richtig gut aus, wäre da nicht der Dachdruck, wäre die Illusion perfekt.

Töfftöff... wenn Männerzu Spielkindern werden.
Dafür sind Modelle gemacht. Mein Gespann hat heute auch eine Ehrenrunde auf dem Schreibtisch gedreht. ;o)

Mit fortschreitendem Alter wird es sinnvoll, sich den größeren Maßstäben zu zuwenden.
Darum hier der Maßstab 1:50 / 1:40 auf Buntglas.
Fast allen Modellen sah man den rauen Spielaltag an. Wie der Sammler dieser "Wracks" richtig erkannt hat sind diese Modelle "abgeliebt". Sammelwürdig oder nicht entscheidet jeder für sich selbst.

Charme besitzen diese Modelle allemal und wer sich in diese ramponierten Modelle hineindenkt kann die Kinderhand erkennen, die diese Modelle durch den Sandkasten geschoben hat, kann die Tränen über den Bruch der Ladebordwand oder der Fensterstreben am Bulli ermessen, oder den Eifer beim Basteln spüren.
Auch das ist Wiking!

Der Spaß beim basteln ist aber nicht nur den Kindern vorbehalten. Auch im "gesetzten" Alter kann man Ruhe und Muße beim basteln verspüren. Mit ruhiger Hand, Geduld und Spucke entstehen so aus bekannten Teilen Modelle, die auch von Wiking hätten kommen können.

Variationen vom Autotransporter

Modelle mit Lokalkolorit "selbstgestrickt".

Deutsche See mit Anhänger, auch eine Ideenvorlage an Wiking für ein Serienmodell!?

Wer immer schon einmal wissen wollte, was eine Gesprächsreihe ist....

Niemand brauchte am Ende des Stammtisches ein Taxi!. Der Trecker steht trotzdem bereit, konnte aber wieder gut geschützt in Styropor verpackt werden.
Watt ett allet gibt!

Ein kleiner Ausflug noch über den Tellerrand: Der SIKU Flughafen mit Nichtwiking-Fliegern und Hubschraubern.

Ein kleiner Gruß nach Goslar: Margarine Motorwagen trifft Blei-Kommissbrot.
Auch jenseits von Wiking gibt es Modelle die Spaß machen. ;o)
Es steckt an!

Dienstag, 14. Oktober 2014

Dreimaster, 1:1250 (?)

Ein Neuzugang in der Sammlung schippert gerade durch die ruhige See um Kap Horn.

Segelschiffe finde ich ziemlich spannend. Die von Wiking sind ja meist aus Metall mit Drahtmasten und Papiersegeln, oder komplett aus Kuststoff, inklusive der Masten und Segel.
Dieses Exemplar ist dagegen komplett aus Metall und sehr robust!
(Der Postbote hatte das kleine Päckchen in dem das Modell geliefert wurde in unsere Zeitungsröhre gequetscht. Als ich zuhause den zusammengeknüllten Karton sah, blieb mein Herz fast stehen! ;o))

Der Anbieter verwies auf den Hersteller Pilot aus Dänemark. Von der Machart und der Lackierung könnte es passen. Allerdings denke ich, dass das Schiffchen mal restauriert wurde. Ob die Lackierung original ist, weiß ich nicht.
Ich würde mich freuen, wenn ein Spezialist den Hersteller Pilot bestätigen und vielleicht auch Angaben zum Maßstab machen könnte.

Info: "Wurde bei Pilot unter der Nummer 152 als Dreimastschoner, Maßstab 1:800, geführt. Gruß von der Panke und weideuterso! Philipp"
Besten Dank für die weiterführenden Informationen.
Für den Maßstab 1:800 erscheint der Pilot-Dreimaster dann schon fast wieder zu klein, oder?


Noch schwanke ich, ob ich das Modell in diesem Zustand belasse oder abbeize und in einer Mußestunde neu lackiere. Wo ich doch so gerne mit Farben hantiere! :o)

Sonntag, 12. Oktober 2014

Ergebnis der September-Umfrage

In der Umfrage vom 12 September 2014 hatte ich gefragt, ob Wiking den Büssing 12000 tatsächlich produzieren und in den Handel bringen soll.
Hier die Umfrageergebnisse:

Ja, so wie er im Museum steht, 29 Simmen (49%)

Ja, aber nach heutiger Machart im exakten Maßstab 1:87, 11 Stimmen (18%)

Nein, das BREKINA-Modell ist nicht zu toppen, 7 Stimmen (11%)

Nein, das Modell ist uninteressant, 12 Stimmen (20%)

Insgesamt gab es 59 Stimmabgaben. Für die Welle die das Modell verurschat hat eher eine geringe Umfragebeteiligung. ;o)

Tja, was heißt das nun?

Mittlerweile scheint es ja deutliche Gerüchte zu geben (Veröffentlichung im neuen, noch nicht erhältlichen) Wiking-Magazin, dass Wiking den Büssing bringt!

29 Teilnehmer der Umfrage möchte das Modell, so wie es im Museum steht.
Unverglast? Auf einer Platte? So richtig mit dem Duft der Verwitterung?

11 Teilnehmer würden sich eher über einen Büssing nach heutiger Machart im sxakten H0-Maßstab wünschen. Passt der dann zur Veteranenserie? Den könnte ich nicht beruhigt neben den verglasten Titan stellen, neben den Büssing 8000 oder den LU 7 oder auch den Krupp 806.

7 Teilnehmer sind mit dem BREKINA-Modell vollauf bedient und brauchen keine Doppelentwicklung.
Obwohl Wiking einen anderen Typ eines späteren BJ bringen würde.

Und 12 Teilnehmer brauchen den Büssing 12000 überhaupt nicht.
Stimmt, es wird ja immer bemängelt, dass von Wiking aktuelle LKW-Varianten fehlen.
Wiking bedient in den letzten Jahren verstärkt die Generation der über 50jährigen, die die Büssings und Krupps noch leibhaftig auf den Straßen erlebt haben.
Mich persönlich sprechen die aktuellen LKWs nicht an. Aber der Nachwuchs steht auf die mächtigen Actros, die TGAs und wie sie alle heißen. ;o)

Die Lager sind also gespalten.
Es allen Leuten recht getan, ist eine Kunst die niemand kann!
Auch Wiking nicht.

Ich bin sehr gespannt, ob der Büssing von Wiking kommt und wenn, in welcher Ausführung.
Vor allem bin ich auf die Resonanz der Sammler gespannt.

Für mich können beide Modelle bestehen.
Der Büssing von BREKINA in TD mit Beschriftung der DB ist geordert und das Wiking-Modell auf dem Wunschzettel. Aber bitte passend zu meinen anderen Veteranen, also angenähert H0!! Der darf dann auch gerne verglast sein und muss nicht auf einer Holzplatte verschraubt sein! ;o)