Montag, 5. Oktober 2015

Modellbundesbahn in Bad Driburg

Am WE war ich mit meinem Jüngsten in Bad Driburg zu einer Modellbahnausstellung im historischen Güterbahnhof.
Die Modellbundesbahn beschreibt sich selbst als "aufregend anders", "täuschend echt wirkende Landschaften" und "Kleine Wunder haben einen Namen".
Was soll ich sagen??
Die Erbauer haben recht!
Meinem "Pubertisten" und mir hat es dort gut gefallen.
Die Szenerie spielt im Sommer 1975 und Umfasst das Weserbergland mit den Bahnhöfen Bad Driburg, Ottbergen und Weserstein.
Selbst das Viadukt in Altenbeken wird in Teilen nachgebaut.
Neben der Modellbahn gibt es auch einige fahrend Autos, viele nette Gimmicks die auf Knopfdruck in Bewegung gesetzt werden können und natürlich viele liebevoll inszenierte kleine Details.
Ich lasse einfach mal Bilder sprechen.
Los geht es im Kurpark von Bad Driburg:

Federvieh auf den Teich

Zeitvertreib unter lauschigen Bäumen.

Das Kur-Orchester heizt ordentlich ein.

In der einsetzenden Dämmerung (ja auch ein Tag- und Nachtrhythmus wird simuliert) kam es an der Kreuzung zu einem fatalen Unfall. Die Rettungssanitäter und der Notarzt sind aber schnell zur Stelle.

Der Bahnhof von Bad Driburg,

An der Haltestelle ein versprengtes Häuflein BVB-Fans. Als hätten Sie es geahnt, dass das Aufeinander treffen mit dem FC Bayern nichts gutes verheißen wird.
Der Schalker Sonderzug ist auch einfach so vorbei gerauscht.

Sanft schaukelt die kleine Lisa unter der hohen Eiche.

Vorbei geht die Bahnfahrt durch das wilde oder liebliche Weserbergland.
Die Gestaltung der Landschaft ist den Machern der Anlage wirklich großartig gelungen.

Eine schwere Dampflok schleppt drei weitere Loks ins Bahnbetriebswerk Ottbergen.

Automobile Klassiker der 70er Jahre.

Betriebsgelände mit Gleisanschluss

RemmiDemmi am Vereinsheim des MC Motorradler.

Stellwerk Ottbergen, kurz vor Einfahrt in das Betriebswerk und den Bahnhof.
Wie es dort heute aussieht zeige ich hier

Drehscheibe mit Ringlokschuppen Ottbergen. Auch dazu gibt es Fotos im Blog

Schwer was los.

Der Bahnhof von Ottbergen.

Detailansicht des Bahnhofs.

Ein typischer Bauernhof im Weserbergland.

Auf Knopfdruck schaut der Zosse aus dem Stall.
Viele Knöpfe über die gesamte Anlage verteilt laden zum spielen und schauen ein.

Mit viel Liebe zum Detail sind etliche Gebäude im kompletten Selbstbau entstanden. Hohe Kunst des Modellbaus wird hier gezeigt.

Dieser Herr hat den Kampf gegen die Maulwurfplage verloren und gibt ab jetzt jeden Hügel Bergnamen. Der neuste Haufen heißt nun Kahler Asten.

Das "Schwalbennest-Stellwerk" in der Nähe der Sand- und Kiesgrube ist ein echtes Schmuckstück.

Ohje, auch im beschaulichen Weserstein wird gegen Ruhestörung demonstriert.

Kein Wunder, gegenüber des Gleises steht die Dorf-Disco und dort feiert die Landjugend laut und ausgelassen jedes Wochenende "volle Pulle"!

Auch unter dem Gleis findet sich manches nette Detail.

Was ist den hier passiert???
Ratlos schaut der Fahrer des Mähdreschers in die Grube.

Feine Details auch neben dem Gleis.

Schwere Dampflokomotiven rauschen über das Viadukt bei Altenbeken.

Auch hier wieder viele landschaftlich reizvolle Details wohin das Auge blickt.

Mit 120 Sachen fegt der Motorradfahrer durch die Kurve.

Provisorischer Unterstand mit landwirtschaftlichem Gerät.

Blick über Ottbergen. Da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich! ;o)

Gestorben wird immer. Bei Nacht leuchten kleine rote Friedhofslämpchen.

Schools out... Mit den Tornistern werden Tore markiert und schon geht es mitten auf der Straße zur Sache.
Gut das in den 70ern noch nicht so viel Verkehr war.

Wer immer schon mal wissen möchte, wie es bei Hempels unter Sofa aussieht, sollte unbedingt dieses Haus besuchen. Knöpschen drücken nicht vergessen. Im Wintergarten wird gesungen! Mein lieber Herr Gesangsverein! :o)
Ideen haben die in Bad Driburg!

Überall gibt es Szenen aus dem Leben zu entdecken. Wer möchte kann die gesamte Öffnungszeit im Güterbahnhof zubringen und hat wahrscheinlich immer noch nicht alle Details entdeckt.

Eine Landschaft wie gemalt...

Ein weiteres Stellwerk bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof Ottbergen.

Der letzte Blick gilt noch einmal der Kiesgrube mit dem Gleisanschluss.

Fazit:
Die Strecke nach Bad Driburg hat sich gelohnt. Die Modellbundesbahn  hat immer Sonntags von 11 - 18 Uhr geöffnet.
Erwachsene zahlen 8 Euro und Kinder bis 15 Jahre 4 Euro.
An unserem WE war eine Sonderveranstaltung mit ermäßigtem Eintritt.
Bei unserem Besuch waren reichlich Interessierte da von ganz klein bis Uralt Vorort.
Allen konnte man den Spaß an der Modellbahn ansehen.
Einen Besuch der Modellbahn kann ich nur wärmstens empfehlen. Und nicht erschrecken wenn man in die Halle kommt, der erste Eindruck nach der Größe der Anlage täuscht! :o)

Sonntag, 4. Oktober 2015

Länge läuft!

Ich kann mich ja für den Mercedes 600 erwärmen. Nun ist mir bei ebay dieser flache, lange Lulatsch begegnet. für knapp 10 Euro habe ich gedacht, ich könnte nix falsch machen.
Also bestellt und wenige Tage später schon auf dem Tisch.
Die Firma 4D bietet übrigens noch weitere Modelle in H0, als Bausätze an.

Die Bauteile sind übersichtlich und hänge meist noch am Spritzling.
Einige Bauteile sind schon farblich eingefärbt, dazu später mehr.
Da es mich in den Fingern juckte das Modell zusammen zu setzen, habe ich mich heute mal dran gesetzt....

Voila, da isser. Nicht schön, aber selten! ;o)
Das Bild auf der Schachtel sah noch so verheißungsvoll aus...

Naja, kommt halt nicht von Wiking oder von Starmada sondern von 4D. Dafür kann das Modell mit 4 überzeugenden Argumenten punkten! Auch dazu später mehr.

Die Bodengruppe ist nicht übertrieben detailliert und es gibt zwei fette Endschalldämpfer. Sehr schön.
Interessanterweise gibt es keinen Hinweis auf den Hersteller.

Die 4 überzeugenden Argumente sind natürlich die Türen, die sich öffnen und schließen lassen.
Und das ganze sieht sogar noch relativ manierlich aus, sprich mit geringen Spaltmaßen.

Die Türen lassen sich weit aufklappen und geben den Blick auf das luxuriöse Innenleben frei.

Die vorderen Scheinwerfer sind sogar mit transparenten Gläsern versehen. Den Stern auf der Haube habe ich schmerzlich vermisst.
Die Karosserie besteht aus einem Bauteil und beinhaltet den Grill und die Stoßstange.
Hier muss der geneigte Modellbauer noch farblich nacharbeiten.

Nochmals ein Blick von der Fahrerseite auf das Lenkrad welches mit dem Armaturenbrett vergossen ist und m. E. etwas klein ausfällt.

Am Heck gibt es dann jede Menge "Bedruckungskomfort". Mercedesstern, 600er Schriftzug und ein angedeutetes Nummernschild.
Dazu bedruckte Rückleuchten und Zierlinien.

Ich bin mir noch nicht so ganz im klaren, wo bei diesem Modell der Fehler liegt, aber die Proportionen scheinen nicht ganz zu stimmen. Vielleicht liegt es aber auch an den zu klein bemessenen "Nieder-Querschnittfelgen und -reifen?
Schade auch, dass Türen und Karosserie farblich nicht passen.
Ein spezialist könnte aus diesem doch recht einfachen Spielzeugauto aber bestimmt ein kleines Schmuckstück zaubern?!
Wenn ich dereinst in Rente gehe werde ich mich auch mal an dem Modell versuchen um mit Farbe doch noch etwas aus dem Pullman heraus zu holen. :o)

Freitag, 2. Oktober 2015

33. Umfrage

Angeregt durch die Flut der Post Museums Shop Modelle im Stil der 60er und 70er Jahre wollte ich von Euch wissen wie Ihr die einfach gestalteten Modelle findet oder ob Euch die Modelle mit "viel Lametta", sprich mit hohem Bedruckungskomfort lieber sind.
Stolze 37 Teilnehmer haben abgestimmt.
15 Teilnehmer (40 %) haben für die einfachen, schmucklosen Modelle abgestimmt
22 Teilnehmer (60%) möchten lieber das "RundumSorglosPaket" mit allem PiPaPo.
Und ganz ehrlich, mir gefallen die schmucken, mit reichlich Chrom und Zierleisten und jeder Menge Aufdrucke verzierten Modelle auch besser, obwohl...
...die Modelle ohne viel Brimborium haben auch ihren Reiz.
Es bleibt schwierig.

Nun zur neuen Umfrage:

Im Forum war zu lesen, dass Wiking eher die Asche bewahrt als das Feuer weiter zu tragen!
Gemeint ist damit wohl, dass von Wiking nicht mehr ganz viel wirklich Neues im Maßstab 1:87 kommt sondern das Formenarchiv hemmungslos geplündert wird, manchmal auch ohne Sinn und Verstand.
Wie sehen das die Blogleser??
Sollte Wiking sich auf alte Tugende besinnen und häufiger knackige Neuheiten, gerne auch nach aktuellem Vorbild anbieten oder weiterhin die X-te Formvariante in leicht abgeänderter Ausführung auf dem Markt werfen??
Ich freue mich jedenfalls schon wie Bolle auf den Mini und wenn er denn kommt, auf den Büssing 12000.
Andererseits dürften auch gerne noch einige alte Klassiker mit viel Lametta neu aufgelegt werden!! ;o)
Ich bin für alles offen!
Sofern es in die Sammlung passt.

Dienstag, 29. September 2015

Leuchtfeuer

Mal etwas Zubehör für die Wiking Schiffsmodelle im Maßstab 1:1250 neu in der Sammlung.
Ein kleiner Leuchtturm auf einer Insel.

Die matte und eher pastellfarbene Bemalung könnte nachträglich aufgebracht worden sein, da sie für Wiking eher untypisch ist. Das Modell scheint in Leichtlegierung (22 gr) zu sein und zeigt am Modell (Nebelhorn) und auch am Sockel einige Gussgrate.
Ein Modell mit Nebelhorn und Antenne fehlt aber noch und so durfte das hübsche Stück in die Sammlung.

Am Sockel sind die Gussgrate nicht entfernt worden.
Ob es sich bei dem Modell um eine Version ab 1942 handelt oder sogar um eine Produktion aus neuerer Zeit (Dr. Grope, Kiel?) kann ich nicht sagen.
Mir gefiel das Modell.
 
Darum darf es auch nochmals auf dieses Summenfoto mit entsprechendem Zubehör.
Macht sich doch gar nicht mal so schlecht....