Sonntag, 22. Januar 2017

Lipper Modellbautage 2017, Bad Salzuflen

An diesem WE ist es mal wieder soweit. In Bad Salzuflen läuft die Modellbaumesse.
Mit meinem Filius habe ich gestern die Halle unsicher gemacht und einige Fotos mitgebracht.
Der erste Eindruck zeigt, dass Modellbau weiterhin gefragt ist. Neben vielen Besuchern in meinem Alter liefen aber auch reichlich Kinder in der Halle umher und waren sehr interessiert.
Besonders elektronisches Spielzeug (hier ist eher nicht die Modellbahn gemeint) sondern Fernlenkfahrzeuge aller Art und besonders Drohnen.
Mir ging es aber eher um den klassischen Modellbau im Maßstab H0 und N.
Also beginne ich mit der Modellbahn in N und arbeite mich langsam in die größeren Maßstäbe vor.

Im Gegenlicht der späten Nachmittagssonne dreht das Riesenrad auf der sehenswerten Spur N Modulanlage seine Runden.

Die Klappbrücke sollte regelmäßig in Aktion gezeigt werden. So lange wollte ich aber nicht warten.

Dieses Foto kam mir seltsam bekannt vor, zeigte doch ein Sammlerfreund im Wiking-Forum ein ähnliches Modell im Maßstab H0.

Große Städte wechselten sich mit wild-romatischer Natur ab.

Ein Schnellzug rast durch den Tunnel.

Kommen wir zur Spur H0 in Normalspur und Schmalspur die hier friedlich vereint auch auf einer Modulanlage gezeigt wurde.
Viele Segmente der großen Anlage waren leider nur teilweise belebt, was dem Gesamteindruck etwas geschadet hat.
Manche Module waren dafür aber sehr liebevoll und Detailreich ausstaffiert.

Für kleine Szenen findet sich immer ein Plätzchen. Man muss diese nur entdecken.

Nostalgischer Triebwagen im Bahnhof.
Ich bin überhaupt nicht Vorbildsicher. Der geneigte Modellbahner möge mir verzeihen, dass ich dieses Vehikel nicht benennen kann, es gefällt mir aber sehr.

Der Fuchs-Bagger musste einfach sein, kommt dieses Modell doch jetzt im Februar auch von Wiking und wird von mir schon sehnsüchtig erwartet.

Politisch korrekt????

Auf einem Kirmes-Diorama war die Faller Achterbahn zu bewundern.
Hier kurz vor dem "Sturz ins Leere". ;o)

Weiter gehts in der Königsklasse Spur 1
Zwei Bahnarbeiter kloppen in ihrer Pause (hoffentlich?) MauMau. :o)

Stolz präsentiert der Piko seinem Meister den neuen Roller den er sich vom Lohn zusammen gespart hat.

Lanz Bulldog geht auch immer.

Der Spediteur liefert eine Palette LGB-Modelle zum Spielzeugladen "Pommes Paul".
Den gibt es wirklich! ;o)

Verlassen wir die Modellbahn und wenden uns dem actionreichen Spielzeug zu, den Fernlenkflitzern mit E-Motor.
Rings um die Bahn saßen Streckenposten, die alle Mühe hatten auf den Rücken oder die Seite gefallene Flitzer wieder in die Spur zu bringen, ohne selbst über den Haufen gefahren zu werden.

Aber nicht nur schnelles gab es zu bewundern sondern auch Baumaschinen, hier mit Ken als Tom Selleck verkleidet....

... oder auch Traktoren mit Barbie am Lenkrad, begleitet vom treuen Hund Lassie.

Der Hanomag musste auch mit aufs Foto, zumal der gerade in meinen Sammel-Fokus gerückt ist.
Neben den üblichen Fahrzeugen gab es in einer Ecke auch Militärfahrzeuge in schwerem Gelände zu sehen wo sich viele Besucher versammelten.

Beim Bauer Ewald qualmt es verdächtig im Dachgebälk.
Gott sei Dank ist die Feuerwehr rasend schnell zur Stelle.

Beedoo, Beedooo.....

Das große Plantschbecken ist immer wieder faszinierend wenn dort Schiffe aller Art ihre Bahnen ziehen.

Riesige U-Boote kreisen über und auch unter Wasser. Selbst die Sehrohre können vorbildgerecht ausgefahren werden.

Selbst Nessie zieht ihre Bahnen, wird aber von den U-Booten in Schach gehalten.

Fluch der Karibik lässt grüßen.

Der CVJM zeigte kleine Dioramen mit christlichen Motiven, hier Jesus auf dem Weg zur Kreuzigung...

... und hier die Auferstehung.
Auch eine Art sich mit Modellbau auseinander zu setzen.

Zuletzt noch ein Blick auf bekanntes Spielzeug, hier Legosteine und was sich damit alles anstellen lässt.
Ich stecke da nicht so tief in der Materie, aber mein Filius meinte die Häuser wären alle normal als Bausätze zu kaufen.

Auch einen Legostore gibt es in der kleinen Stadt.
Genau so sieht der Store z.B. in der Essener Innenstadt aus.

An einem anderen Stand gab es wie schon in den Vorjahren diese Kirmes zu bewundern.

Überhaupt hatte ich bei vielen Ständen ein Deja vu.
Vielleicht sollte die Messeleitung sich mal um andere Messeteilnehmer bemühen um die Messe auch in den kommenden Jahren für Besucher interessant zu halten?

Auch Fischer-Technik war schon zu meiner Jugendzeit eine Konkurrenz zu den Legosteinen.
An der Kugelbahn bin ich einige Minuten stehen geblieben um mir den Betrieb anzusehen.

Wie schon geschrieben, gab es viel Altbekanntes zu sehen. Da würde ich mir für die nächsten Jahre mal etwas Neues wünschen
Auch die Händler finden sich immer wieder in den selben Ecken.
Für nächstes Jahr werde ich mir überlegen ob es sich lohnt dorthin zu fahren.
Auch das Sortiment der Händler zeigt immer das gleiche Angebot, teilweise ramschig dargeboten und mitunter selbst dann noch zu erstaunlichen Preisen.
Insgesamt ist der Preisverfall von Modellbau-Artikeln aber unübersehbar.
Zumal es auf viele Waren nochmal Messerabatte zwischen 10 - 50% gab.
Wer heute noch nichts vor hat, sollte sich vielleicht einen Ausflug dorthin überlegen, sofern er die Halle noch nicht kennt oder er fürs Hobby noch das eine oder andere Utensil benötigt oder sich gerne mit Modellbauern austauschen möchte.
So hatte ich ein Gespräch mit einem Modellbauer der den Lanz Bulldog von Hachette im Maßstab 1:8 baut und auch umbaut bzw in Eigenregie motorisiert. Ein beeindruckendes Modell zu einem fairen, wenn auch stolzen Preis.
Noch gibt es nicht alle Bauteile im Handel.

Mittwoch, 18. Januar 2017

Mein erstes Faller-Häuschen

Manchmal ist man ja wirklich ein bisschen "Plem-Plem".
Angefixt durch unzählige Forenbeiträge und nicht zuletzt durch das Faller-Buch zum 70sten von U. Biene war ich auch auf der Suche nach einem Fallerhäuschen.
Es sollte aber etwas besonderes sein. Kein 0-8-15-Häuschen, sondern etwas Ungewöhnliches.
Dabei ist mir der Bausatz B-220 ins Auge gestochen.
Eigentlich ein Modell-Haus dass so gar nicht zu den Klassikern passt, aber für mich als Kind der 60er Jahre ein typisches Haus der aufstrebenden Wohlstands-Gesellschaft darstellt.

Das Zweifamilien-Haus wirkt für die Zeit sehr modern.

Natürlich muss das Bauwerk mit passendem Zubehör ausgestattet werden.
Was liegt näher, als Massebäume von Faller und Tannenbäumchen (aus ehemaliger DDR-Produktion?) drumherum zu drapieren, die Szenerie mit SIKU-Figuren zu schmücken und ein passendes Wiking-Auto davor zu stellen?

Leider besitze ich keinen Katalog in dem der Bausatz enthalten ist.
In den Weiten des www´s habe ich auch nichts zielführendes gefunden, meine aber irgendwo mal gelesen zu haben (alte modellbahnen?) das der Bausatz Ende der 50er, Anfang der 60er und nur recht kurz im Handel erhältlich war.

Frau Müller winkt mit ihrem Filius dem Fotografen freundlich zu.
Erst vor kurzem ist sie mit ihrer Familie in die Wohnung eingezogen. Das Haus gehört den Schwiegereltern, also ein Mehrgenerationen-Haus.

Die moderne Bauweise passt in die 60er Jahre, übrigens die Zeit, in der ich selbst aufgewachsen bin.
Vielleicht rührt daher das Faibel für dieses schöne Häuschen?
Die typischen Faller-Grünranken kommen bei diesem Bausatz nicht zum Einsatz.
Dafür gibt es an den Giebelseiten jeweils unterschiedliche Spalier-Rankhilfen.


Alleine die Gardinen sind schon ein Hingucker, man beachte nur im Obergeschoss die üppige Blumenbank mit den Hängeblumen.
Genau so hat es früher bei uns zuhause ausgesehen.

Hinter´m Haus gibt es einen kleinen Anbau der entweder der Zugang zum Keller ist, oder eine Untersellmöglichkeit für Gartengerät oder ähnliches darstellt.

Mein Fallerhaus habe ich via ebay als Fertigmodell erstanden.
Es ist wunderbar erhalten und sehr gut zusammen gebaut.
Ich hatte vermutet, dass oben am Dach über dem Balkon vielleicht ein durchsichtiges Dach fehlt, aber dass muss so! ;o)

Auffällig sind die einzeln bedruckten Klinker, die für Faller-Bausätze ungewöhnlich sind.

Besonders gut gefällt mir das offene Treppenhaus, obwohl der Architekt schon ziemlich knapp bemessen hat.
Wenn man zur Tür herein kommt, stolpert man schon über die erste Treppenstufe.
Um die Treppensäule herum muss man sich auch ziemlich dünn machen um in die untere Wohnung zu gelangen.

Auch wenn dieses Häuschen überhaupt nicht zu meinen Klassikern passt, finde ich es doch großartig und ungewöhnlich.
Mir schwebt im Geiste schon eine kleine Neubau-Siedlung im Stil der 60er bis 70er Jahre vor.
Faller hatte da noch einige Häuser im Angebot, nicht nur mit flachen Dächern.

So sieht der Karton zum Faller Zweifamilienhaus B-220 aus.
Der geneigte Faller-Freund wird sich vielleicht wie ich etwas wundern, denn unter dieser Bausatznummer gab es von Faller auch eine Gärtnerei.

Freitag, 6. Januar 2017

Daimler Motorwagen 1886 (8)

In den letzten Wochen sind mir wieder zwei echte Schätzchen in die Sammlung gefahren.
Das eine Schätzchen findet sich sogar in einer echten Schatztruhe:

Eher schmucklos gibt sich die schwarze Kiste...

... aber der Inhalt kann sich sehen lassen.

Beide Modelle sind aus Silber gegossen, nach dem Prinzip des "verlorenen Modells".
Zu dem Zweck wird ein Kunstsoff-Modell in eine Form gepackt und dann wird das flüssige, heiße Silber in die Form gegossen und das Kunststoff-Modell verdampft.
Ich kann es mir zwar nicht so wirklich vorstellen, dass diese Vorgehensweise funktioniert, aber so wird es von Experten beschrieben.

Zu diesen zweck fertigte Wiking Modelle des Motorwagens in transparentem Kunststoff.
Auf dieser Seite finden sich die entsprechenden Fotos dazu.
(Vielen Dank an J. Schwörzer für die Fotos, ggf. bitte auf der Seite anmelden, da die Fotos nur für angemeldete Mitglieder sichtbar sind)

Der Benz Patent Motorwagen entstammt dem modell von Cursor im Maßstab 1:40.

Feine Gravuren und viele Details zeichnen das Modell aus.

"Made in Germany!"

Der Daimler Motorwagen wurde nach einem Wiking-Pendant realisiert.

Erstaunlich was sich mit Silber so alles machen lässt.

Am Unterboden gibt es keine Prägungen.

Das zweite Modell kam via Ebay zu mir und besticht durch besonders gefärbte Bauteile.

Die karamellfarbenen Räder wollen nicht so recht zum Motorwagen passen.
Der Anbieter sagte, dass der Motorwagen direkt aus dem Nachlass von F. Peltzer stammt.
Dazu will der Pappsockel der typisch für die Fa. Cursor ist nicht so recht passen.
Andererseits pflegten die Hersteller Wiking und Cursor ein freundschaftliches Verhältnis.

Auch der vordere Drehschemel ist in der besonderen Farbe ausgeführt.

Mit zwei Drahtstiften ist das Modell am Pappsockel befestigt.

So sieht es unten drunter aus...

Das Modell ist eine spätere Variante, den das Bremsgestänge besitzt schon die Verstärkung und die Schwungscheibe des Motors weist die kurze Achsstange auf. Siehe auch hier.

Das Highlight dieser Auktion war aber der Spritzling der sich im Pappsockel angefunden hat. Am linken unteren Ende muss der Drehschemel gehangen haben und seitlich waren die Räder angegossen.
Am Ende sitzen die beiden Lampen......


..... hier noch einmal in der Nahaufnahme.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein transparentes Modell.
Also falls ein Blogleser sich von so einem Modell trennen möchte.......

Naja, wie das obige Modell zeigt, ist der Wiking Motorwagen immer noch für Überraschungen gut.
Vielleicht gibt es ja noch andere Modelle in besonderen Ausführungen. Außerdem fehlt auch noch ein Wiking-Modell mit Papp-Haube oder die bunten Sockel für die Wiking-Vitrine.
Eine Sammlung wird wohl nie vollständig.....

Dienstag, 3. Januar 2017

Meine Weihnachtsgeschenke

Ein größeres Weihnachtsgeschenk ist die Kokerei von Faller.
Das Premium-Modell kam 2010 in den Handel.
Dem Bausatz liegt ein Wiking-Modell bei.

Viele Bauteile, alles schon fertig patiniert um das Modell so realistisch wie möglich im Diorama zu präsentieren.
Das Wiking-Modell ruht in neutraler Umverpackung.

Wer jetzt sagt, dass Modell sei ein alter Hut, der irrt. Bei dem Hanomag ST 100 mit 2 Kohlen-Anhängern handelt es sich um ein neues Modell und nicht um das alte Schätzchen von 1983.
Dazu wurde die Zugmaschine noch zusätzlich bedruckt.
Bei ebay taucht das Modell alleine, ohne den Faller-Bausatz selten auf.
Ich werde es noch genauer vorstellen. Nur Geduld.

Ein weiteres Geschenk ist dieses tolle Bilderbuch der "Kinderzimmerhelden". Gemeint sind Druckgussmodelle verschiedener Hersteller (Matchbox, SIKU, Polytoys, Hot Wheels, Märklin, etc. die alle eins gemeinsam haben, nämlich eine "schwere Kindheit". ;o)
Geliebt, bespielt und ramponiert haben sie die Jahre überdauert und sind für die Kinder von damals noch immer die Helden der Kindheit.
Wunderschön zu blättern, mit einigen Kommentaren in denen sich bestimmt der eine oder andere wiederfindet.

Das nächste Geschenk ist der Mercedes L 2500 Pritsche mit Plattform-Anhänger von Wiking, der für die Spedition Hamacher unterwegs ist.
Die Schachteleinlage lässt schon vermuten, dass da vielleicht noch ein Mercedes L 10000 kommen könnte.
Mich würde es freuen.

Was man mit etwas Farbe und Bedruckungskomfort doch schönes zaubern kann.
Immerhin ist der Merceds L 2500 auch schon über 40 Jahre alt.

Vielfältige Bedruckungen machen aus dem LKW ein kleines Schmuckstück.

Prägung vom Anhänger....

... Prägung von der Zugmaschine.

Der geneigte Blogleser wird es wissen: an Modellen mit Syltbezug komme ich nicht vorbei.
So habe ich auch dieses Kleinod von BREKINA unter dem Weihnachtsbaum gehabt.
Der Borgward 4500 Pritschen-LKW der SVG.

Taucht ebenfalls nicht ganz so häufig auf.

Feine Details machen aus dem eher schmucklosen Modell einen Hingucker.

Allein schon der durchbrochene Kühlergrill ist eine Sünde wert. ;o)

Dieses Modell, der Mercedes O 319 steht schon seit November in der Sammlung. Eigentlich kein Weihnachtsgeschenk, passt aber so gut zum Sylt-LKW.

Der Samba-Bus dient den Gästen zur "Sylter Inselrundfahrt".
Ich bin nicht ganz sicher, wann das Modell aufgelegt wurde, aber so ganz lange ist dieses Sondermodell noch nicht im Handel.

Auch dieser Bus taucht nicht sehr häufig auf.
Meine Sylt-Sammlung hat zwar noch einige Lücken, aber die Reihen schließen sich. :o)

Selbst die Firma in der ich Arbeite machte ihren Mitarbeitern ein Weihnachtspräsent.
Als hätten die Verantwortlichen geahnt, dass ich Modellautos sammle, gab es ein "Blech-Schnauferl".

Der Weihnachtsmann nebst Engel liefert feinste Lebkuchen noch persönlich aus.

Der kleine Schlüssel im Kühlergrill lässt es schon vermuten, der Oldtimer spielt sogar ein Weihnachtslied. Es waren unterschiedliche Melodien zur Auswahl. Ich habe mich für den Klassiker entschieden: Stille Nacht, heilige Nacht.
Vielen Dank für die tollen Geschenke.
Ich muss wohl doch ziemlich brav gewesen sein über das Jahr???