Freitag, 11. November 2011

Sammlertreffen in Ratingen 2011, Vol 2

Tja, womit fängt man an, wenn man so ein Sammlertreffen aufarbeiten will?

Watt iss überhaupt en Sammlertreffen? Wieso gibbet datt?

Das ist leicht erzählt:
Vor 6 oder 7 Jahren fand sich im www eine muntere Schar von Wikingbegeisterten, oder generell von Modellautobegeisterten in einem Forum zusammen. Einige kannten sich schon persönlich, die meisten jedoch nur virtuell. So keimte der Wunsch auf, sich auch mal persönlich kennen zu lernen.
Voila, die Geburtsstunde der Sammlertreffen.
Fortan treffen sich Wikingsammler mindestens 2 x im Jahr an unterschiedlichen Orten der Republik um ein ganzes WE ihr Hobby zu pflegen, zu zeigen, was mit "Wikingern" so möglich ist.
Und das ist eine ganze Menge!!

Was ist jetzt wichtiger auf einem Sammlertreffen?
Modelle oder Menschen?

Da sitze ich nun vor knapp 200 Fotos und grüble, womit ich anfange.
Tolle Modelle, viele grandiose Schaustücke, Raritäten aus der gesamten Bandbreite des Wiking-Repertoires.
Aber auch Fotos von den kreativen Köpfen, die dahinter stecken, von den Begeisterten, den Verrückten, den Spielkindern und den Enthusiasten, die so ein gelungenes Miteinander erst möglich machen.

Also was liegt da näher als mit den Leuten hinter den Sammlertreffen zu beginnen?

Los gehts:

Samstagsmorgen früh aus dem Bett gepellt, Wochen vorher schon überlegt, was man mitnehmen möchte, tags zuvor alles sorgsam verpackt, Klamotten und Kulturtasche nicht vergessen und ganz wichtig: die Knipse und Stativ nicht vergessen (bei meinem Fotoapparat von Kamera zu sprechen....).
Schnell noch ein Frühstück reingeschaufelt, von Frau und Kindern verabschiedet und schon steht der "Fahrdienst" vor der Tür.
(An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank dafür!)
Knapp 2 Stunden Später ist man am Ziel: Ratingen, die Stadt am Flughafen! ;o)
Schon auf dem Hotelparkplatz begrüßen sich die ersten Gäste.
Eigentlich geht es ja erst so gegen 12:00 Uhr los, aber man ist gerne früher da, es gibt ja soviel aufzubauen!! :o)


Die klassische, gebeugte Haltung um seine Preziosen auf den bereitgestellten Tischen zu drappieren.
"He, noch keine Fotos bitte, es ist noch nicht fertig!"
"OK, bittedankegerngeschehen!"


Aber dann kann es losgehen. Für jedes Foto an diesem Wochenende 1 Cent und ich wäre reich! :o)


Das Durchschnittsalter bei solchen Treffen wird, GottseiDank durch die jüngeren Teilnehmer dezent nach oben geschraubt! ;o)
Die "Grauen Panther" sind aber inzwischen in der Überzahl! ;o)


Nachdenkliche Mienen? Auch das gibt es, ist aber die Ausnahme.
Eigentlich geht es fröhlich zu.
Es wird gelacht, gestaunt, bewundert und nochmal gelacht!


Zur offiziellen Begrüßung durch die Organisatoren (an dieser Stelle schon mal ein herzliches Dankeschön dafür!) versammelt sich die muntere Sammlerschar.
Hier ging es aber nicht um die Begrüßung, sondern um einen der vielen Höhepunkte des Treffens, die Preisverleihung für die beste Präsentation.
Schon seit einigen Jahren gibt es einen "anonymen" Spender der eine schöne Trophäe, inkl. Preisgeld stiftet.


Ähhhnd se Winner isssssss......
Das Preisgeld wird für caritative Zwecke gespendet.


Sooo viele Feuerwehren.....


Zwei Spur N-Experten unter sich. Bei diesem Hobby ist eine Lupe unerlässlich! :o)
Hier sind obendrein auch noch fantastische Umbauten zu sehen, bei denen wirklich nur noch mit der Lupe die feinen Details wie z.B. die Nummernschilder zu erkennen sind.


Äähh, wir sind aber in einem Alter, in dem wir uns lieber den größeren Maßstäben widmen.
Abgesehen vom Maßstab 1:1250 natürlich!

Gehts nicht noch kleiner?


Solche Szenen muss man einfach liebhaben! ;o)
Finger hoch, wer nach diesem Wochenende keine Rückenschmerzen oder Knieschmerzen hatte! :o)
Der Verrenkungen für den optimalen "Schuss" gab es gar viele!


Kommen wir zum nächsten Höhepunkt der Veranstaltung; der Wohltätigkeits-Auktion.
Beim letzten Treffen in Ratingen begonnen, findet diese Geschichte nun eine attraktive Fortsetzung.
"Und dann hau ich mit dem Hämmerchen mein Wikingauto platt...."
Nee, nee, keine Bange!


Erster Punkt der Auktion war die Bieterkarte mit der legendären 101 drauf!
Mit launigem Witz führte der "Auktionator" durch die Veranstaltung, trieb die Bieter mit "interessanten" Preissprüngen zum Höchstgebot, sodaß am Ende ein stattliches Sümmchen zusammen kam, welches ebenfalls einem wohltätigen Zweck zukommt.


Alle Stücke der Auktion wurden von den anwesenden Sammlern gespendet und alle Stücke fanden so, dank des Auktionators und seinem Gehilfen in neue Hände.
Sehr zur Freude alle Beteiligten und letztendlich auch zur Freude der Nutznießer des Auktionserlöses.


Nach dem Abendessen saß man dann noch lange zusammen um über Hobby und auch privates zu schwatzen.


Während diese Herren schmunzelnd und andächtig den Anekdoten lauschten.....


.... hatten die Herren gegenüber richtig Spassss! ;o)
Ja, solche Sammlertreffen sind einfach Klasse!


Es gab auch in der Deckung vom Dschungeldickicht konspirative Gespräche. ;o)
Oder so!


Schön, daß man nach dem Essen noch zwischen den ausgestellten Schaustücken und Modellen einen Verdauungsspaziergang machen konnte.
Dabei gab es dann noch viel interessantes zu entdecken.


Vom Fachwissen der vielen anwesenden Sammler zu profitieren ist ein schöner Nebeneffekt dieser Treffen. Man zeigt und erklärt gerne.
Einfach Klasse!


Spät ist es geworden. Während der Mond über Ratingen aufgeht, nutze ich den lauen Novemberabend, um noch einige Außenaufnahmen zu machen.
Die Tischreihen haben sich schon etwas gelichtet und auch meine Stunde wird kommen....


Ich liebe es......


Während aus der Nachbarschaft türkische Musik herüber schallt, genieße ich den Abend am Koi-Teich mit Blick auf Kunstwerke.
Kontrastprogramm zu den kleinen Kunstwerken, die im Hotel gezeigt wurden.


So, genug gezittert, einladend wirkt der Hintereingang zur Hotelhalle, also schnell wieder hinein zu den anderen, noch einen Absacker und ein Quetschchen halten....


..... oder doch noch schnell ein Foto vom Foyer des Hotels? Genau so einladend.
Nee, die Location war schon Klasse, die Bewirtung ausgezeichnet, das Personal zuvorkommend und die Räumlichkeiten perfekt.


Highlight, nicht nur für mich ist die gläserne Dusche! ;o)

Nach dem ausgiebigen Duschen und einem kräftigenden Frühstück mit viel Kaffee geht es zurück zu den Modellen und Schaustücken.
Vielleicht hat man ja noch ein Detail übersehen?
Vielleicht noch ein Modell nich genug bewundert oder gar fotografiert?
Oder man sammelt einfach noch einige Eindrücke oder knüpft Gespräche da an, wo man am Abend zuvor aufgehört hat?
Ich weiß es nicht.
Jeder kann nach seiner Facon seelig werden und das ist auch gut so! ;o)


Unbeeindruckt von der Aufbruchstimmung um ihn herum, mit dem Modell auf Augenhöhe,
so soll es sein, so kann es bleiben, so hab ich es mir gewünscht.


Ein letzter Blick auf die Modelle, ein letztes Foto (ähh, wo ist meine Knipse? ;o)).


Ja, was ausgepackt wurde, muss auch wieder eingepackt werden.
Jedes Jahr das selbe Ritual, jedes Jahr der selbe Gedanke, ich nehme weniger mit! ;o)
Gut, dass es nicht so ist, sonst grüßt das Murmeltier!


So ihr Lieben, Tschüss und Aufwiedersehen in Ratingen oder sonstwo in der Republik!

Tja, so geht es zu auf einem Sammlertreffen.
Wieder daheim stellt man fest, man hat lange nicht alles gesehen, man hat vor allem zu dem gesehenen längst die Infos vergessen.
Man hat es wieder nicht geschafft, mit allen zu schnacken.

Man stellt mit Entsetzen fest, dass nach dem Treffen vor dem Treffen ist (Was zeige ich beim nächsten Mal?).
Und man könnte heulen, dass es schon wieder vorbei ist.
Man rauft sich die Haare, angesichts der vielen Fotos, die alle bearbeitet und "blogfein" gemacht werden wollen um daraus die gewünschten Beiträge zu zaubern.
Und die Familie scharrt ungeduldig mit den Hufen, wann das Familienoberhaupt sich endlich vom PC loseist, damit er endlich wieder Zeit für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens hat.... :o)

Kommentare:

blackmax hat gesagt…

Martin,
Schöne Reportage mit schönen Bildern!
Gruß,
Thomas

Lutz hat gesagt…

Es ist immer wieder eine Freude die Berichte und netten Kommentare zu den Fotos zu Lesen.
Mach bitte weiter so.
Mit freundlichen Grüßen. Lutz