Samstag, 12. November 2011

Sammlertreffen in Ratingen 2011, Vol. 3

Weiter geht es mit den kleinen (und das meine ich wörtlich! ;o)) Lieblingen, für die wir Sammler uns erwärmen können.
Zumindest die beiden Sammler, die Schaustücke mit Spur N-Modellen ausgestellt haben und natürlich für mich, der sich auch mit den klassischen Spur N Wikingern befasst.


Der Sammler zeigt eindrucksvoll den Kontrast der H0- und Spur N Modellen im direkten Vergleich. Ich wusste garnicht, daß es da auch farblich so viele Parallelen gab.
Wieder was gelernt.


Bahnbusse im Vergleich. Die 1:160 Modelle brauchen sich vor ihren H0 Pendants nicht zu verstecken.


Sattelzüge, Tank-Sattelzug, Hinterkipper, Tieflader, kleine LKW, Busse und Feuerwehren, Transporter und PKWs, auch als Gespann...
Alles auch im Maßstab 1:160 zu haben.


Wohnwagen- und Bootsgespanne, sogar farblich identisch, nicht schlecht Herr Specht.


Auch das Spur N, auch wenn man es kaum glauben mag. Umbauten von fantastischer Qualität, bis ins kleinste Detail gesupert.
Super ist dafür das richtige Wort! :o)


Dazu gab es jede Menge Messe-Packungen mit z. T. Vorserienmodellen, von denen ich mir als alter Klassiker-Fetischist natürlich eine Packung mit Mercedes L 2500 herausgepickt habe.


Von den kleinsten direkt zu den größten Modellen:
Wiking und Cursor im Maßstab 1:40 bzw 1:50 beim Magirus Rundhauber und 1:25 beim Gabelstapler, der auf dem Foto oben rechts noch verschämt um die Ecke lugt.
In der hinteren Reihe oben jede Menge VW T1 von Wiking.
Davor zwei Hanomag Komissbrot in 1:40, davor schön aufgereiht die Karmann Ghias, ebenfalls in 1:40.
Darunter zwei alte Bekannte ! ;o)


Zwischen den vielen Wiederauflagen von Wiking und Cursor aber auch immer wieder frühe Modelle aus den 50er und 60er Jahren.
Leider bin ich bei den Cursor-Modellen nicht so bewandert um hier entsprechende Hintergrundinfos liefern zu können.
Scheinbar gab es aber eine Cooperation zwischen Renner/Cursor und Wiking?
Die Formensprache lässt darauf schließen.


Zwischen den großen Modellen rollt die "Rollende Landstraße" im ZickZack-Kurs.
Der schön gravierte Motor des Magirus Rundhauber verbirgt sich leider unerreichbar unter der Motorhaube. Hier ruft mein nächstes Bastelobjekt.
Versprochen!


Wiederauflagen aus den 90ern vereint mit älteren Modellen. Wer hätte das gedacht?


Ein Cursor VW T2 zu einem besonderen Anlass.


Cursor Werbemodell. Scheint auch schon etwas älter, denn die Postleitzahl ist noch 4-stellig. Erst 1993 wurde die (die PLZ) dann 5-stellig.
Wir erinnern uns: "Fünf ist Trümpf!" ;o)


Das Hochdach liegt lose auf und lässt sich somit beliebig auf jeden VW T2 setzen.


Die Doppelkabine soll laut Eigentümer recht selten sein. Darum wird sie hier gezeigt. ;o)


Der Taxibus hat mir gut gefallen, darum das Foto an dieser Stelle.
Einen ähnlichen Bus gibt es auch von Wiking im H0-Maßstab als Sondermodell von VW als "Edition 3 - Saison 2003" der IG T2


Beim Polizei-Bulli muss ich immer an die wunderschön bedruckten Kartons von Wiking mit den "Comic-Zeichnungen" denken.
Ich weiß auch nicht wie ich da drauf komme. ;o)


Gleich und doch nicht gleich. Der rechte Bulli besitzt eine Kennzeichen-Gravur. Der T2 ohne Gravur ist die Vorgänger-Variante.

Kommentare:

Wolfgang Renschler hat gesagt…

Hallo Martin,

Tolle Posts zum Thema Sammlertreffen mit allen Foto-Faszetten. Ich hoffe noch auf einige HO Wikinger Bilder - z.B. Avus-Diorama.

Da war ja wieder ganz großes Wiking-Kino dabei.

Grüße

Wolfgang - nodawo

blackmax hat gesagt…

Hallo Martin!
Sehr schöne Bilder von den großen Modellen. Wer hätte da nicht gerne Mäuschen gespielt?
Gruß, Thomas

Insulaner hat gesagt…

Ich freue mich, dass beim diesjährigen Sammlertreffen in Ratingen auch mal wieder hervorragend gemachte Umbauten zu sehen waren, und das sogar im kleinsten Maßstab. Das "Basteln" mit und an Wiking-Modellen muss also nicht immer mit schalem Beigeschmack dem schnöden Mammon dienen, sondern kann auch einen erfreuten "Whowwww"-Effekt beim geneigten Sammler auslösen.

Hier wird gezeigt, dass man mit Liebe und Geschick gerade aus ohnehin gelungenen Modellen noch mehr machen kann. Sehr schade, wenn es auch hier keine Detailbilder dieser Schätze gibt, obwohl der Blog-Autor solche bekanntlich besonders liebt.

Für den Kommentar zu den großen Modellen nehme ich mir wohl besser neuen Platz ;-).

Schee war's

Christian

Insulaner hat gesagt…

Die noch heute existierende Firma Renner OHG (Markenname: Cursor) in Nürnberg ist in erster Linie ein Werbemittelproduzent ohne eigene Fabrikation. Ihre Kunst besteht eben darin, geeignete Partner zu finden, die die gewünschten Produkte entwerfen, andere, die dafür Formen bauen und schließlich Dritte, die sie produzieren.

Als Wiking in der zweiten Hälfte der 60er Jahre aus Kapazitätsgründen nicht in der Lage war, wie von VW gewünscht, kurzfristig große Modelle des völlig neu gestalteten VW-Transporters und -Busses (Version T2) zu entwerfen und herzustellen, konnte Firma Renner in die Bresche springen und trotz sehr kurzer Frist solche Modelle rechtzeitig liefern. Dabei wurden durch verminderte Detailierung auch die Stückkosten für VW reduziert.

Offensichtlich muss Friedrich Peltzer, obwohl er schon mit VW wegen der Formkosten für die nun überflüssig gewordenen Modelle der "Facelift"-Version der T1-Bullis (T1b) über Kreuz lag, die von Wiking zwar um 1963 begonnen, aber 1966/67 immer noch nicht fertig gestellt waren, eingesehen haben, dass er den Auftrag ohnehin nicht bekommen hätte, bzw. hätte erfüllen können.

Es entstand also eine langjährige Geschäftsbeziehung zur Firma Renner, wobei dieser Kleinteile für die großen Modelle zugeliefert und wohl später auch Formen dafür ausgeliehen wurden. Firma Renner übernahm wenig später auch die Konfektionierung des Daimler-Motorwagen als Werbemittel für Daimler-Benz, wobei Renner diesen mit eigenen Modellen zu einer Serie ergänzte. Über Firma Renner wurden im Übrigen auch Formen für mindestens 3 Wiking H0-Pkw-Modelle (welche wohl?) angefertigt. Diese sollen jedoch Friedrich Peltzer so wenig zugesagt haben, dass er sie weitgehend überarbeiten, bzw. auf Basis eigener Entwürfe neu anfertigen ließ.

Die Wiederauflagen der Cursor-Modelle sind regelmäßig eindeutig zu erkennen, weil auf der Bodenplatte die Gravur "2.94" (= Zeitpunkt der Wiederauflage) hinzugefügt wurde und sich in dieser ein Loch befindet, durch das das Modell mit einer Schraube in der zugehörigen Präsentationsbox fixiert werden kann.

Wenn ich mich recht erinnere, müsste das letzte Bild zwei Versionen der Wiederauflage zeigen. Das Kennzeichen wurde recht schnell nach Anlaufen der Neuproduktion hinzugefügt und ist nur bei wenigen Modellvarianten bekannt. Aber ich bin kein Spezialist für Cursor-Modelle und kann mich irren. Alles Entscheidende zu den Wiederauflagen hat Johannes Schwörzer jedenfalls im Detail schon 1994 in einem Artikel im Modell-Magazin beschrieben, den ich im Moment aber leider nicht griffbereit habe.

Christian

Lutz hat gesagt…

Ich wiederhole mich jetzt, aber das ist erste Sahne, und es gibt viel mehr Farbvarianten N Ho als Du ahnst
Mfg. Lutz

h0-Klassiker hat gesagt…

Hallo Männer,
besten Dank für Eure Kommentare. Wolfgang: es kommen noch etliche Post zum Thema, u. a. natürlich auch zur Avus. Also immer mal wieder reinschauen. In den nächsten Tagen wird es Schlag auf Schlag gehen.
Thomas: Da kannst Du bestimmt auch Mäuschen spielen?! Wende Dich doch mal an das WSN.
Christian: ich schäme mich etwas, daß ich die Spur N Umbauten hier so Stiefmütterlich behandele. Leider habe ich keine Detailbilder der Einsatzfahrzeuge, da mich die Schiffe und Flugzeuge dermaßen abgelenkt haben, daß die kleinen Modelle mir irgendwie durchgeflutscht sind. Mea Culpa!
Was die Cursor/ Renner-Modelle betrifft, war ich etwas zu faul, hier aufwendige Recherche anzustellen, da mir die Zeit auch etwas unter den Nägeln brennt.
Es steht nämlich auch noch ein Bericht zum Tag der offenen Tür des Modellbahnclub Bad Oeynhausen-Löhne an und in wenigen Tagen ist auch schon wieder Stammtisch.
Darum danke ich Dir sehr für den ExKurs in die Firmengeschichte und die Erklärung zu den gezeigten Modellen.
Wenn es die Zeit erlaubt, werde ich die Texte zu den Modellen nach eingehenden Studien noch ergänzen.
Vielleicht könnte da auch der Eigentümer dieser Modelle.......
EEEElmmmmaaaaaaaaaarrrrr!!! ;o)
Lutz: natürlich bin ich in der Spur N auch nicht ganz unbeleckt. Trotzdem ist es erstaunlich, was es da so alles gibt.
Ihr dürft Euch alle noch auf einige weitere Beiträge mit schönen Fotos freuen.
Viele Grüße
Martin